Elektromobile und Hybridfahrzeuge

Im Bereich der New Mobility belegt Sachsen-Anhalt in zahlreichen Nischen rund um den Produktionsprozess die Vorreiterrolle. Die Unternehmen und Forschungseinrichtungen im Land liefern auf den verschiedenen Gebieten die Ideen und Voraussetzungen, damit die OEMs die Autos der Zukunft bauen können:


Leichtbau - HIER werden Innovationen leicht gebaut.

Das Auto der Zukunft ist vor allem ein ressourcenschonendes. Für den modernen Leichtbau entstehen neue Anforderungen: durch das Ziel, den Energieverbrauch zu reduzieren, und durch die Herausforderungen, die neue Antriebsformen an die Mobilität der Zukunft stellen. Eine wesentliche Rolle spielen dabei die Branchenfelder Aluminium und Composites. Doch schon längst lassen sich die Fragen des Leichtbaus der Zukunft nicht mehr innerhalb eines einzelnen Werkstoffs beantworten. In den Bereichen der Metallbe- und verarbeitung sowie im Bereich Kunststoff und neue Werkstoffe arbeitet Sachsen-Anhalt an neuen Lösungen. Weitere Leichtbau-Innovationen aus Sachsen-Anhalt finden Sie HIER.

Kompetenzstandort für Aluminium.

In der Harzregion in Sachsen-Anhalt hat sich ein Know-How-Zentrum für Aluminium entwickelt. Die Gießerei-Industrie in Sachsen-Anhalt und vor allem im Harz ist seit über 100 Jahren erfolgreich. Das vorhandene Know-how schafft eine visionäre Produkt- und Prozessentwicklung. Zahlreiche Aluminiumproduzenten und –verarbeiter haben ihren Sitz in der Harzregion, wie beispielsweise die Trimet Automotive, Nemak Wernigerode, KSM Castings oder CST. Das Technologie- und Gründerzentrum Creativitäts- und Competenz-Centrum Harzgerode (CCC) betreibt ein Labor für die Entwicklung innovativer Verfahren im Aluminiumdruckguss. Das Cluster MAHREG Automotive ist führendes Mitglied des Kompetenzclusters „Aluminium“ im Automotive Cluster Ostdeutschland (ACOD), das Kompetenzen in Legierungsentwicklung und innovativen Gießverfahren bündelt.

Kompetenzstandort für Composits.

Im Bereich Faserverbundwerkstoffe haben sich zahlreiche Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus Sachsen-Anhalt einen Namen gemacht. Mit dem Zentrum für Faserverbunde und Leichtbau (ZFL), dem Innovationszentrum "InnComposites" und Unternehmen wie IFA Composite setzt dabei Haldensleben national und international Akzente. Das Industrielabor Funktionsoptimierter Leichtbau der Hochschule Magdeburg-Stendal widmet sich der Grundlagenforschung und dem Technologietransfer auf den Gebieten der Faser-Kunststoffverbunde (FKV), der Klebtechnik und des allgemeinen Leichtbaus. Das Fraunhofer-Pilotanlagenzentrum für Polymersynthese und -Verarbeitung PAZ in Schkopau bietet seinen Kunden dank großserienfähiger Anlagen die Möglichkeit, innovative Leichtbau-Lösungen möglichst nah an den Industriemaßstab und damit schneller in den Markt zu bringen.

Kompetenzstandort für die Entwicklung neuer Materialien.

Das Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS in Halle (Saale) erforscht Lösungen im Bereich Materialwissenschaft und Werkstofftechnik mit dem Ziel, Materialeffizienz und Wirtschaftlichkeit zu steigern und Ressourcen zu schonen. Weitere Smart-Materials-Innovationen aus Sachsen-Anhalt finden Sie HIER.



Leichtbau

Institut für Kompetenz in AutoMobilität - IKAM GmbH

Leichtbau

HIER werden Innovationen leicht gebaut - Themenseite zu unserem Focus-Thema Leichtbau.

Hier mehr erfahren.

Smart Materials

Smart Materials

HIER haben Materialien Grips - Themenseite zu unserem Focus-Thema Smart Materials.

HIER mehr erfahren.

Vorrichtungsbau und Verfahrens- und Produktionstechnologien

Mit dem Bau oder der Konstruktion von Prototypen, Baugruppen oder komplexer Montagevorrichtungen liefert der Vorrichtungsbau die Ideen und Voraussetzungen für Innovationen im Automobilbau. Dabei begleitet der Vorrichtungsbau neue Modelle und Konstruktionen von der Idee über den ersten Prototypen bis hin zur Kleinserie. Neue Verfahrens- und Produktionstechnologien werden in enger Kooperation zwischen Universitäten, Forschungsinstituten, Werkzeug- und Maschinenbauern sowie Automobilzulieferern entwickelt und umgesetzt. Werkstoffe werden optimiert, Verarbeitungsprozesse effizienter gestaltet und Produktionsabläufe verbessert. Die neuen Technologien werden in den Betrieben Sachsen-Anhalts eingesetzt oder via Technologietransfer in Unternehmen weltweit etabliert.

Prototypen- und Kleinstserien-Fertigung - Vorrichtungsbau Giggel GmbH im Video

Im Norden Sachsen-Anhalts entwickelt die Vorrichtungsbau Giggel GmbH Prototypen und Kleinstserien für die Automobilindustrie. Das Unternehmen begleitet alle großen OEMs bei der Entwicklung von zukunftsweisenden Bauteilen für die nächste Generation von Fahrzeugen. Besonders wichtig sind in diesem Bereich der New Mobility vor allem die Nutzung neuer Materialien.

 

Karosseriestrukturen, Batterieaufnahmen und Kühlsysteme für Brennstoffzellen werden zunehmend aus verformbaren Blechen oder Aluminiumsorten, die an die Festigkeit von Stahl heranreichen, hergestellt. Die Vorrichtungsbau Giggel GmbH entwickelt neue Produkte vom Prüfstand bis hin zur Marktreife für ihre Kunden. In Zusammenarbeit mit MIFA, dem Industriedesigner Martin Wiesner, der Hochschule Harz und dem IKAM-Institut entwickelte das Unternehmen den Prototypen eines kettenlosen E-Fahrrads.

 


Neue Antriebstechnologien

In Sachsen-Anhalt werden Antriebs- und Verkehrssysteme neu gedacht. Dank technischer Innovationen auf diesem Gebiet ist das Land dabei, sich als Forschungs- und Produktionsstandort für Antriebstechnologien zu etablieren. Mit der Expertise im Bereich elektrische Antriebssysteme gelingt Sachsen-Anhalt der Schritt in den Endkundenmarkt für Automobilität und Spezialfahrzeuge.

Erster Hybridkrankenwagen - Ambulanz Mobile GmbH im Video

Mit Design Leben retten, diese Aufgabe erfüllt der Rettungswagen der Zukunft. Einen großen Teil davon trägt Ambulanz Mobile aus Schönebeck bei. Im Unternehmen entstehen einzigartige Ambulanzfahrzeugkonzepte. Ein aerodynamischer Dachaufbau mit einem integriertem Blaulicht sorgt nicht nur für einen modernen und formschönen Look, sondern bringt eine Spritersparnis von gut zwei Litern auf 100 Kilometern.

 

Doch Leben werden damit nur indirekt gerettet. Das Interieur der Einsatzfahrzeuge ist der eigentliche Sicherheitsfaktor. Zubehör für die Hilfskräfte wird sicher und gut erreichbar verstaut und macht den in Schönebeck entwickelten TIGIS Rettungswagen zu einem der sichersten in ganz Europa. Zukunftsweisend sind nicht nur die Designs der Fahrzeuge. In Zusammenarbeit mit der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg entwickelt Ambulanz Mobile den ersten Rettungswagen mit Hybridmotor für den Rettungseinsatz von morgen.

 

Wasserstoffzug

Wasserstoffzug

Das innovative Bahntechnologie-Bündnis „TRAINS“ arbeitet in Sachsen-Anhalt am Klimawandel auf der Schiene

Das Flaggschiff der künftigen Bahntechnologie-Region „Anhalt“ ist ein Zug. Genauer: ein „grüner“ Triebwagen, den die Dessauer Verkehrs AG zunächst auf der Strecke zwischen Dessau und Wörlitz im Testbetrieb fahren lassen will. Dieser Triebwagen wird der erste „Wasserstoffzug“ sein: Angetrieben wird die technische Neuheit von einem Gasmotor, der Wasserstoff als Verbrennungsmedium nutzt. Die mögliche Umrüstung bestehender Triebzüge auf saubere Gasmotoren ist das zentrale Projekt des Bahntechnologie-Clusters „TRAINS“. Das Bündnis tritt an,den Klimawandel auf der Schiene voranzutreiben, gleichzeitig die traditionsreiche Bahntechnik-Region Anhalt zu einer Hochtechnologie-Region zu machen, Arbeitsplätze zu schaffen und eine umwelt- und nutzerfreundliche Mobilität im ländlichen Raum zu fördern.

Ausgewählt aus 107 Bewerbern

Vor mehr als drei Jahren wurde TRAINS gegründet, um die Region Anhalt weiter zu entwickeln. Initiatoren waren der Verein Bahntechnologie Dessau e.V., in dem zahlreiche Unternehmen und Institutionen der Bahntechnik-Branche der Region Anhalt organisiert sind, und die Hochschule Anhalt. Inzwischen gehören dem Bündnis mehr als 50Mitglieder an, neben Unternehmen auch Forschungsinstitute, Strukturplaner, die Industrie- und Handelskammer, regionale Verbände und Politikvertreter. Vor gut einem Jahr hat TRAINS dann im Förderprogramm „Wandel durch Innovation in der Region – WIR!“ des Bundesministeriums für Forschung und Soziales den Zuschlag bekommen, verbunden mit einer Förderung in Höhe von 12,2 Millionen Euro. Das neue grüne Mobilitäts-Projekt aus Sachsen-Anhalt setzte sich damit als eines von nur 20 Projekten aus bundesweit 107 Anträgen durch.

Nun hat die praktische Umsetzung begonnen. „Studien zu Diesel-Ersatzlösungen für Bestandsbetriebszüge“ heißt das erste Projekt, das vor wenigen Tagen gestartet ist. Ein Jahr lang entwickeln Ingenieure und Wissenschaftler praktikable technische Lösungen, um Dieselmotoren auf Wasserstoffverbrennung umzurüsten. „Eine solche Lösung gibt es bisher noch nicht, lediglich mit LKW-Motoren wird bisher experimentiert. TRAINS will beweisen, dass eine Umrüstung der Flotte auf Gasmotoren für Bahnunternehmen wirtschaftlich möglich ist und damit grüne Mobilität auf der Schiene“, sagt Sascha Ziesemeier, TRAINS-Bündnismanager von der Hochschule Anhalt, der größten Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Sachsen-Anhalt. Und natürlich sei das Ziel, so Ziesemeier, dass eine solche Umrüstung in der Region Anhalt durchgeführt werde. Im Bündnis sind Partner, die für den Einbau von Gasverbrennungsmotorenin Bestandsbetriebszügen für die Energiewendebereits über theoretische und praktische Kompetenzen verfügen: Das WTZ Roßlau und das „Institut für Mobile Systeme“ der Otto-von-Guericke-Universität in Magdeburg gehören dazu. Ebenso unterstützt die KEYOU GmbH in Unterschleißheim bei München die Umrüstung von Dieselmotoren auf Wasserstoffverbrennung.

Grün durch Wasserstoff

Zum grünen Triebwagen wird der Zug aus Sachen-Anhalt allerdings erst mit Grünem Wasserstoff als Brennstoff. Hergestellt werden soll der Wasserstoff durch Elektrolyse aus Wind- und Photovoltaik-Energie, gewonnen aus einer „Power-to-Gas-Anlage“. Mit der Nutzung des grünen Wasserstoffs als Treibstoff realisiert TRAINS die Sektorenkopplung „Erneuerbare Energien“ und „Schienenverkehr“. Auch für die Wasserstoff-Gewinnung per Elektrolyse gibt es Partner im Region-Bündnis.    

Die Region Anhalt untermauert mit TRAINS ihre Kompetenz in der Bahntechnologie. Die Bahntechnik hat hier eine mehr als 100-jährige Geschichte. Gegen Ende der DDR waren dort etwa 10.000 Menschen in diesem Bereich beschäftigt. Heute arbeiten, nach einem tiefen Einschnitt in den 1990er-Jahren, wieder rund 2.500 Personen in dieser Branche mit überwiegend mittelständischen Firmen und ihren Zulieferern. Anhalt, die Region um Dessau-Roßlau, Anhalt-Bitterfeld und Wittenberg mit etwa 390.000 Menschen, zählt zu den ältesten Industrieregionen Deutschlands. Die Chemie-, Pharma- und Luftfahrttechnik sowie Maschinen- und Anlagenbau, insbesondere im Bereich Bahntechnik, prägen die Region bis heute.

„Das Bündnis TRAINS mit etwa 20 Teilprojekten wird ja gerade erst aufgebaut. Mit den Eigenmitteln beispielsweise bei den beteiligten Industrieunternehmen werden bis 2025 insgesamt rund 16 Millionen Euro investiert“, sagt Bündnismanager Sascha Ziesemeier.  In einem weiteren Teilprojekt forschen beispielsweise Wissenschaftler der Hochschule Anhalt an einem Digitalprojekt, in dem der grüne Triebwagen mit Sensortechnik ausgestattet wird, um anhand eines digitalen „Zwillings“ eventuelle Schadensereignisse vorauszuberechnen. Begonnen hat neben den „Studien zu Diesel-Ersatzlösungen“ auch der Aufbau des TRAINS-Centers“. An diesem Innovations- und Servicezentrum für Bahntechnologien sollen die Beteiligen technologische Entwicklungen umsetzen, um auch überregionale Forschungspartner einzubinden. Bis Ende 2025 sollen alle innovativen Mobilitäts- und Schienenverkehrsprojekte in der Bahntechnologie-Region Sachsen-Anhalt umgesetzt werden.

Projekt "TRAINS"

Batterie und Brennstoffzelle

Neben der batteriegestützten Elektromobilität gewinnt auch die Wasserstoff-Technologie einen bedeutenden Einfluss auf Mobilität. Sachsen-Anhalt ist im Bereich Speicherlösungen und mit seinem Langzeittestzentrum für Brennstoffzellen und Batterien hier bestens aufgestellt. Das Projekt HYPOS (Hydrogen Power Storage & Solutions East Germany) widmet sich der regenerativen Wasserstofferzeugung, -speicherung und -verteilung und betreibt eine Demonstrationsanlage zur Wasserstoffelektrolyse. 2018 wurde das "Center for Method Development" (CMD) ins Leben gerufen. Das Entwicklungszentrum, das an der  Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg angesiedelt sein wird, wird an Innovationen im Bereich Elektromobilität sowie an der Reduzierung von Emissionen und Kraftstoffverbrauch forschen. Vor Ort ansässige Unternehmen werden zudem die Möglichkeit erhalten, neu entwickelte Produkte auf Prüfständen zu testen.

Prüfstände für Batterien und Brennstoffzellen - HORIBA FuelCon GmbH im Video

Moderne Batterien und Energiemanagementsysteme sind eine Voraussetzung für die Mobilität der Zukunft. Deren Analyse der Lebensdauer, Leistung, Degradation und Zyklenstabilität ist Bestandteil der Tests der HORIBA FuelCon GmbH.

 

 

Mit Testständen für AIRBUS, Audi, BMW, BOEING und andere OEMs ist die HORIBA FuelCon GmbH führender Hersteller. Die Bandbreite reicht von kleinen Zellenprüfständen, großen Brennstoffzellensystemen bis zu großen Batteriepacks, die als Traktionsbatterie für Automobile verwendet werden. Seit Jahren ist das Unternehmen Experte für Hochleistungslösungen. Mit Testparametern -40 °C bis 120 °C von an Batterieprüfständen und dem TrueData Impedanzanalysator können genaue Messdaten ermittelt werden.