Promet Safe setzt auf deutsche Wertarbeit

„Deutschland ist ein tolles Land!“ Evgeny Petrov, russischer Hersteller von Tresoren und Sicherheitsmöbeln, ist begeistert von den Deutschen und wird im kommenden Jahr in Sachsen-Anhalt eine eigene Produktionsstätte errichten. Seine Firma Promet Safe ist nach eigenen Angaben der größte Hersteller und Händler für Safes und Büromöbel aus Stahl in Osteuropa. An der neuen Wirkungsstätte in Halle möchte Petrov Produkte für den deutschen und westeuropäischen Markt herstellen. Dabei ist für ihn deutsche Qualitätsarbeit von besonderer Bedeutung.

Die Standortentscheidung für Halle in Sachsen-Anhalt hat Evgeny Petrov nicht nur aus logistischen oder finanziellen Gründen getroffen. Denn die rund 10 Millionen Euro hohe Investition wird seitens des Landes nicht finanziell gefördert. Vielmehr ging es ihm auch um die Menschen und deren Lebensbedingungen. Mit den Universitäten in Halle und Umgebung sowie der bereits ansässigen Industrie bietet die Region qualifiziertes Fachpersonal, das für die neue Produktionsstätte rekrutiert werden kann. Vorteilhaft sind zudem die Russischkenntnisse, über die viele Sachsen-Anhalter noch verfügen. Evgeny Petrov weiß, dass der Erfolg seines Engagements in Deutschland von der Qualität und der Leistungsbereitschaft seiner Mitarbeiter abhängt.

Der 48-jährige Familienvater aus Moskau begann bereits 1991 mit dem Verkauf von Tresoren und Safes verschiedener Hersteller. Schon damals waren die Produkte deutscher Herstellung von besonderer Qualität. Mittlerweile jedoch wurden viele deutsche Hersteller von ausländischen Investoren übernommen oder haben ihre Produktion ins Ausland verlegt. Ein Trend, dem Evgeny Petrov mit seinem neuen Werk in Halle bewusst entgegensteuern will: Deutsche Wertarbeit ist für ihn ein bedeutendes Markenzeichen. Die Planungen für den Bau sind bereits abgeschlossen, Anträge sind gestellt und für Januar wird die Bauerlaubnis erwartet. Sobald es der deutsche Winter zulässt, ist Baubeginn im StarPark Halle. Ziel ist es, noch 2014 mit der Produktion zu beginnen. Dann hofft Petrov auch auf eine noch bessere Anbindung zwischen Moskau und Halle/Leipzig. Die Städte sind derzeit zweimal wöchentlich per Direktflug verbunden.

Deutschland ist für Evgeny Petrov jedoch nicht nur als Markt positiv zu bewerten. Begeistert erzählt er von seinen Begegnungen in Sachsen-Anhalt mit immer freundlichen und hilfsbereiten Menschen, die sehr gut zur russischen Mentalität passen. Daher versucht Petrov auch, seine sechs Kinder für das Land zu begeistern und hofft, dass zumindest das eine oder andere eines Tages in Sachsen-Anhalt studieren wird. Die Sprache ist dabei kein Hindernis, denn seine Kinder lernen bereits Deutsch. Seine Familie hat ihn schon auf Geschäftsreisen nach Sachsen-Anhalt begleitet, nur leider war bisher nicht genug Zeit für Ausflüge. Doch das will Petrov in Zukunft nachholen. Ziel wird dann sicher auch ein Besuch in der Saale-Unstrut Region zur Weinprobe sein. Denn den deutschen Wein schätzt Petrov sehr, zumal dieser weitaus gesünder ist als Bier. Die deftige deutsche Küche kann hingegen nicht bei Petrov punkten. Er mag lieber leichte asiatische Gerichte. Wie gut, dass Sachsen-Anhalt auch in einem solchen Fall einen Geheimtipp parat hat: Das Restaurant Orchidea Huong in Wernigerode, ausgezeichnet von Gault Millau mit 13 Punkten, steht daher nunmehr auch ganz oben auf Petrovs Besuchsliste.


Text: Miriam Fuchs
Kontakt und Informationen: www.promet-safe.com

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