Kreativwirtschaft

Mitteldeutsches Multimediazentrum Halle GmbH

Machen Sie sich ein Bild: Die Kultur-und Kreativwirtschaft in Sachsen-Anhalt ist eine junge, facettenreiche und dynamische Branche. So wie aus Tupfen und Strichen ein Gemälde entsteht, überziehen die Kreativen unser Land zunehmend mit einem Netz aus leistungsfähigen Unternehmen. Bei uns hat nicht nur das Kikaninchen laufen gelernt.

Von wegen brotlose Kunst

Ferropolis

Design, Spiele, Kunst, Architektur, Film, Medien: Hier werden Fantasien Wirklichkeit. Im Jahr 2013 waren fast 13.000 Erwerbstätige in der Kultur-und Kreativwirtschaft beschäftigt – der Gesamtumsatz lag bei etwa 870 Millionen Euro.

Als urbane Zentren bilden sich zunehmend Magdeburg und Halle heraus. Deren Universitäten prägen die kreative Landschaft: An der Elbe fließen die Gedanken eher Richtung Software und Games, an der Saale in die Bereiche Medien – der umsatzstärksten Branche –, Design und Kunst. Und unter www.kreativ-sachsen-anhalt.de gibt es einen einzigartigen Marktplatz für Dienstleister und Kunden.

Fakten

  • viele kleine Agenturen im Umfeld der Hochschulen in Halle (Burg Giebichenstein), Dessau (HS Anhalt) und Magdeburg (HS Magdeburg-Stendal)
  • kreative Szenen junger Spezialisten, die gut miteinander vernetzt sind – „Zusammen sind wir die Monster-Agentur!“
  • Schwerpunkte: Interface Design, Usability, Produktdesign, 3D-Visualisierung und Werbung
  • Agenturen aus Sachsen-Anhalt arbeiten weltweit für namhafte Unternehmen
  • hohe Kreativität, Schnelligkeit, Flexibilität und Pragmatismus
  • Sachsen-Anhalt ist Filmland und Drehort für Filme wie „Goethe“, „1 ½ Ritter“, „Die Könige der Nutzholzgewinnung“, „Willenbrock“, „Liebe Mauer“ …
  • Animationsszene in Halle, u. a. mit der European Animation Masterclass  (Europäische Fortbildungsinitiative für den Animationsnachwuchs)

BESTFORM 2017 der MEHR///WERT///AWARD für kreative Ideen

Jury beschließt Grundlagen für BESTFORM 2017

Im September startet der dritte Landeswettbewerb für Wirtschafts-Allianzen

Die BESTFORM-Jury hat heute in der Investitions-und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt mbH den Grundstein für die neue Wettbewerbsrunde gelegt und Bewertungskriterien sowie Teilnahmebedingungen beschlossen.

Der dritte Landeswettbewerb startet am 6. September 2016 im Rahmen der Standortmarketingkonferenz Sachsen-Anhalt in Ilsenburg und stellt erneut Allianzen in den Mittelpunkt, die aus sachsen-anhaltischen Kreativen und Wirtschaftspartnern bestehen. Neu soll sein, dass Förderpreise für Ideen vergeben werden, die noch nicht durch einen Wirtschaftspartner unterstützt werden.

Der BESTFORM /// MEHR /// WERT /// Award für kreative Ideen wird 2017 zum dritten Mal verliehen. Es werden Preisträger-Partnerschaften ermittelt. Der erste Preis ist mit 10.000 Euro dotiert. Insgesamt stehen 35.000 Euro zur Verfügung. Die Preisübergabe und die Würdigung der innovativen Ideen, Produkte und Dienstleistungen erfolgt im Juni 2017.

Neben dem Schirmherr und Auslober, Jörg Felgner, Minister für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt, gehören die Chefredakteure der beiden regionalen Tageszeitungen, Hartmut Augustin von der „Mitteldeutschen Zeitung“, und Alois Kösters von der „Volksstimme“ zur bewährten BESTFORM-Jury. Verstärkung kommt 2016/17 von Anette Scholz, Professorin für Design digitaler Produkte an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle (Saale), und von Mirko Kisser, Vorstandsvorsitzender des Vereins Kreativwirtschaft Sachsen-Anhalt.

Hintergrund: Beim BESTFORM-Wettbewerb 2015 wurden mehr als 60 Bewerbungen von Partnern aus der Kreativwirtschaft und anderen Branchen eingereicht – bei  der Premiere im Jahr 2013 waren es 38. Den ersten Platz erhielten 2015 die freischaffenden Designer Philipp Rösler und Thomas Kores aus Dessau-Roßlau gemeinsam mit dem Unternehmen „mm1 Consulting & Management PartG“ für ihren medizinischen Handschuh „MediGlove“. Ziel des deutschlandweit einmaligen Wettbewerbs ist eine stärkere Vernetzung der heimischen Kreativwirtschaft mit anderen Branchen und öffentlich zu machen, was die Kreativen hierzulande leisten.

Preisträger 2015

Die Designer Philipp Rösler und Thomas Kores sind gemeinsam mit dem Unternehmen „mm1 Consulting & Management PartG“ die Gewinner des Landeswettbewerbes BESTFORM 2015. Die freischaffenden Designer aus Dessau-Roßlau haben den medizinischen Handschuh „MediGlove“ entwickelt, der traditionelle Untersuchungs-Instrumente wie Stethoskop oder Thermometer durch sensible Sensortechnik ersetzt und so Untersuchungen durch „Handauflegen“ ermöglicht. Die „mm1 Consulting & Management PartG“ mit Sitz in Stuttgart unterstützte die sachsen-anhaltischen Kreativen durch Beratung und technisches Know-how. Die Problemlösungskompetenz überzeugte die Jury. Sie hob die „beeindruckend humane Art der Untersuchungen“ hervor und lobte die Designer für ihre „Kompetenz, Probleme zu erkennen und zu lösen“. Die Technologie ermögliche die Konzentration auf das Wesentliche – den direkten Kontakt zwischen Arzt und Patient, heißt es in der Begründung der Juroren.

Zweitplatzierte ist die Partnerschaft des halleschen Mode-Labels von Anne Trautwein, „Tywear – Textile Solutions UG/LUXAA®“, und der „LANG knitwear GmbH“ aus Treffelhausen. Sie haben gemeinsam nachhaltige Hightech-Mode aus einer textilen, atmungsaktiven Membran entwickelt. Die Textilien sind ohne die Zugabe spezieller, chemischer Zusätze anti-allergen sowie resistent gegen Milben, Bakterien und Pilze – und damit hervorragend für Allergiker geeignet. Gut für die Umwelt: Die Mode besteht hundertprozentig aus sortenreinem und dadurch vollständig recycelbarem Kunststoff. Die Jury sagt: „Damit wird ein medizinisches Problem zur modernen Lösung.“ Sie lobt die Entwicklung der Hightech-Mode als „eine Materialrevolution, die tatsächlich Mode für alle macht“.

Den dritten Platz belegen die hallesche Designerin Carolin Schulze und die Insektenfarm L. Seitz aus Schkeuditz mit ihrem Ansatz, die Ernäh­rungs­gewohn­heiten zu verändern. Beim Beitrag „Falscher Hase“ geht es darum, Insektenfleisch in Formen zu bringen, die es für Europäer schmackhafter aussehen lassen. Mit aktuellen und künftigen 3D-Druck-Technologien soll es für jeden auch zu Hause möglich sein, selbst verfeinerte Rezepturen aus Insektenproteinen auszudrucken. Die Jury würdigte den „Blick über den Tellerrand“ und sagt: „Damit wird uns etwas Neues auf den Tisch geholt. Neue Denkansätze zum Welternährungsproblem könnten bald aus Sachsen-Anhalt kommen. Dieses Thema animiert, darüber nachzudenken, was wir essen.“

Insgesamt wurden 61 Bewerbungen von Partnern aus der Kreativwirtschaft und anderen Branchen eingereicht. Hartmut Möllring, Minister für Wissenschaft und Wirtschaft und erneut Schirmherr des Wettbewerbs, erklärte in seiner Laudatio: „BESTFORM zeigt, welch enormes kreatives Potenzial in Sachsen-Anhalts klugen Köpfen steckt. Unsere Kreativwirtschaft ist ein Katalysator für Innovation und Leidenschaft und bietet daher großes Potenzial für erfolgreiche Partnerschaften. Kreative können auch andere Branchen in Bestform bringen.“


Die Förderpreisträger 2015
– bei Nennung 1. Kreativ-/ 2. Wirtschaftspartner:

Ansgar Rother und Felix Minta, Magdeburg
Fachhochschule Magdeburg-Stendal,
Magdeburg
Projekt: „AQUAJET“, körpernahes Fortbewegungssystem für den Rettungseinsatz im Wasser
(Preis: Intensivcoaching durch die IB)

Antje Sellig, Halle (Saale)
Les doigts qui rêvent, Talant (Dijon), Frankreich /
Federazione Nazionale delle Istituzioni pro Ciechi, Rom
Projekt: „Das Chamäleon“ – Ein Buch für alle Sinne

faktor m – büro für gestaltung und konstruktion, Magdeburg
SensoMotoric Instruments GmbH, Teltow
Projekt: „EYETRACKING Brille“

Integrated-Design-Engineering-Master-Studenten der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
Norwin Schmidt, Leonhard Bruns, Linh Bùi Duy, Edgar Grendatsch, Christian Käppel, Teresa Kelterborn, Lukas Reiß, Stefanie Rothkötter, Angelika Karolina Sojka
Netz39 e. V., Sebastian Hicher, Magdeburg
Projekt: „rapidRECYCLING für das 3D-Drucken“

Jaeger.ID – Industrial Design Studio, Magdeburg
Deutsche Energieversorgung GmbH, Leipzig
Projekt: „Batteriespeicher“, Speicherlösung für regenerative Energie

Oliver Reinecke, Halle (Saale)
HMT Höfer Metall Technik GmbH & Co. KG, Hettstedt
Projekt: „DELTASLIDE – build your own 3D-Printer“

Shortlist der 9 Finalisten

Die Entscheidungen der Jury: Für die Preise kommen in die engere Wahl – bei Nennung 1. Kreativ-/ 2. Wirtschaftspartner in alphabetischer Ordnung:

Ansgar Rother und Felix Minta
Magdeburg
Fachhochschule Magdeburg-Stendal
Magdeburg
Projekt: „AQUAJET“, Weste für Helfer zum Retten Ertrinkender

Antje Sellig
Halle (Saale)
Verlag Les doigts qui rêvent
Talant (Dijon), Frankreich /
Federazione Nazionale delle
Istituzioni pro Ciechi
Rom
Projekt: „Das Chamäleon“, taktiles Buch für blinde und sehbehinderte Kinder

Carolin Schulze
Halle (Saale)
Insektenfarm L. Seitz
Schkeuditz
Projekt: „Falscher Hase / Bugs‘ Bunny“ Insektenfleisch in
neuer Form

faktor m – büro für gestaltung und konstruktion
Magdeburg
SensoMotoric Instruments GmbH
Teltow
Projekt: „EYETRACKING Brille“

Jaeger.ID – Industrial Design Studio
Stefan Jäger

Magdeburg
Deutsche Energieversorgung GmbH
Leipzig
Projekt: „Batteriespeicher“

Modelabel LUXAA
Anne Trautwein
Halle (Saale)
TYWAR UG & Lang Knitwear GmbH
Treffelhausen
Projekt: „Nachhaltige Hightech-Textilien“

Norwin Schmidt
Magdeburg
Sebastian Hichert
Magdeburg
Projekt: „rapidRECYCLING für das 3D-Drucken“

Oliver Reinecke
Halle (Saale)
HMT Höfer Metall Technik GmbH & Co. KG
Hettstedt
Projekt: „DELTASLIDE“, Aufwandsminimierung
beim Bau von 3-D-Druckern

Philipp Rösler & Thomas Kores
Dessau-Roßlau
mm1 Consulting & Management PartG
Stuttgart
Projekt: Diagnostiktool „MediGlove“

Mitglieder der Jury 2015

Jury für BESTFORM-Landeswettbewerb 2015 konstituiert sich

Die Jury für den BESTFORM /// MEHR /// WERT /// Award 2015 hat sich konstituiert. Sie setzt sich aus Vertretern der Wirtschaft, der Medien, der Hochschulen und der Politik zusammen. Neben dem Schirmherr und Auslober, Wissenschafts- und Wirtschaftsminister Hartmut Möllring, gehören auch die Chefredakteure der beiden regionalen Tageszeitungen, Hartmut Augustin von der „Mitteldeutschen Zeitung“, und Alois Kösters von der „Volksstimme“ zum Gremium. Beim zweiten Wettbewerb wirken verstärkt Juroren mit, die selbst kreativ arbeiten, Unternehmen gegründet haben oder durch eigene Erfahrungen die Beiträge und Partnerschaften praxisorientiert bewerten können.

Auf der konstituierenden Sitzung hat die Jury die Teilnahmebedingungen beschlossen und den zeitlichen Ablauf des Wettbewerbs festgelegt. Die Bewerbungsfrist beginnt mit dem Wettbewerbsstart Ende Oktober und endet im Frühjahr 2015.


Die Mitglieder der Jury sind:

  • Hartmut Möllring, Minister für Wissenschaft und Wirtschaft des Landes Sachsen-Anhalt,
  • Alois Kösters, Chefredakteur der „Volksstimme“,
  • Hartmut Augustin, Chefredakteur der „Mitteldeutschen Zeitung“,
  • Frank Platte, MXM-AG-Mitbegründer,
  • Frithjof Meinel, Professor für Industriedesign der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle,
  • Sara Graman, Mitbegründerin der Vorlautfilm Gbr,
  • Prof. Professor Nicolai Neubert, Dekan des Fachbereiches Design an der Hochschule Anhalt,
  • Prof. Dr. Marko Sarstedt, Lehrstuhlinhaber des Marketing-Lehrstuhls an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg,
  • Olaf Kreße, Geschäftsführer von HOSS PR – Agentur für Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit,
  • Nils Sandvoß, Investitionsbank Sachsen-Anhalt

Kontakt zum Wettbewerb

Büro BESTFORM

Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt mbH
Am Alten Theater 6
39104 Magdeburg
Telefon +49 391  5 68 99-14
Fax +49 391  5 68 99-51
E-Mail: bestform@kreativ-sachsen-anhalt.de

Rückblick Bestform 2013

Wettbewerb der Kreativwirtschaft Sachsen-Anhalt: bestform

Die Kreativwirtschaft in Sachsen-Anhalt hat sich in den vergangenen Jahren zu einer wichtigen Branche entwickelt, die sich durchaus mit etablierten Wirtschaftsbereichen messen kann.

Am 10. April startete BESTFORM 2013. Der Wettbewerb bietet eine Plattform zur Vernetzung zwischen sachsen-anhaltischen Unternehmen der Kreativwirtschaft und Unternehmen anderer Wirtschaftszweige und initiiert so Partnerschaften ganz unterschiedlicher Branchen.

BESTFORM 2013 hat sich zur Aufgabe gemacht, herausragende gemeinsame Entwicklungen zu honorieren und zu unterstützen. In den zwei Wettbewerbskategorien „Produkt“ und „Kommunikation“ wurden gemeinsam entwickelte Ideen und Konzepte zwischen der Kreativwirtschaft und Industrieunternehmen oder Wirtschaftseinrichtungen prämiert. Voraussetzung war es, dass das eingereichte Konzept oder die eingereichte Idee neu und noch zu realisieren sind.

Studierende, Freischaffende, große und mittelständische Firmen, Vereine sowie Institutionen beteiligten sich 2013 am ersten BESTFORM-Award, mit dem das Land Sachsen-Anhalt Neuland beschritten hat.

Insgesamt wurden 38 Bewerbungen von Partnern aus der Kreativwirtschaft und anderen Branchen eingereicht.

Bei der Abschlussveranstaltung in der Experimentellen Fabrik in Magdeburg wurden am 11. November vor knapp 100 Gästen aus Wirtschaft, Politik, Kultur und Medien die BESTFORM-Awards in den Kategorien „Produkt“ und „Kommunikation“ vergeben. Industrie-Designern Mona Mijthab und die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) sind die ersten Preisträger des Landeswettbewerbes BESTFORM 2013 in der Kategorie „Produkt“. In der Kategorie „Kommunikation“ vergab die Jury einen zweiten Platz und zwei dritte Plätze. Die toolboxx-media UG (haftungsbeschränkt) und der gemein¬nützige Verein Grundleger (beide aus Magdeburg) können sich über einen zweiten Platz freuen. Lesen Sie über alle Gewinner.

Detaillierte Informationen zum Wettbewerb finden Sie unter www.bestform2013.de.