8 Handlungsempfehlungen zum Qualifizierungsbedarf in der mitteldeutschen Wasserstoffwirtschaft

Der Markthochlauf für eine grüne Wasserstoffwirtschaft steht unmittelbar bevor. Insbesondere das Mitteldeutsche Revier sticht mit Leuchtturmprojekten und Vorhaben regional und überregional hervor. Dies hat Folgen für zukünftige Qualifizierungsbedarfe der Fachkräfte in den Unternehmen. Antworten und Handlungsempfehlungen formuliert die Bestandsaufnahme der Revierwendebüros in Pegau und Halle aus Interviews mit Unternehmen, Betriebsgremien, Gewerkschaft und Institutionen der Aus- und Weiterbildung. Über 40 Gäste diskutierten nun die Bestandsaufnahme in Leipzig.

„Die Bestandsaufnahme bildet einen Ausgangspunkt für die Entwicklung zielgerichteter Maßnahmen zur Stärkung der Qualifikationsstruktur und zur Förderung einer wettbewerbsfähigen mitteldeutschen Wasserstoffwirtschaft. Entscheidend ist, dass die Akteure in der Region auf Basis der Ergebnisse konkrete Handlungsansätze erarbeiten“, erklärt Regina Stipani vom DGB Sachsen-Anhalt die Ziele der Bestandsaufnahme. Im Juni 2023 beauftragten die Revierwendebüros Pegau und Halle das Fraunhofer-Zentrum für Internationales Management und Wissensökonomie IMW und das mitteldeutsche Wasserstoffnetzwerk Hydrogen Power Storage & Solutions e.V. (HYPOS) mit der Befragung. „In 28 leitfadengestützten kristallisierten sich unterschiedliche Handlungsempfehlungen heraus. Diese müssen mit den Expert*innen weiterbearbeitet und in konkrete Maßnahmen übersetzt werden“, ordnet Christian Klöppelt, Projektleiter vom Fraunhofer IMW die Bestandsaufnahme ein und erklärt weiter: „Zu den Ergebnissen zählen neben einem wachsenden Bedarf an qualifizierten Fachkräften, eine fehlende Transparenz der Angebote auf dem Weiterbildungsmarkt und ein ganzheitlicher Bildungsansatz, der frühzeitig für Wasserstoff sensibilisiert, Vorurteile abbaut und junge Menschen für die Technologien und Berufe begeistert.“

Ziel der Studie war es, den Qualifikationsbedarf in den Unternehmen der Wertschöpfungskette „Wasserstoff“, von der Herstellung über die Speicherung, den Transport bis zur Anwendung, im Mitteldeutschen Revier zu ermitteln. Unter anderem wird folgenden Fragen nachgegangen: Welche Berufsbilder existieren in den Unternehmen der Wasserstoffwirtschaft? Welche zusätzlichen Qualifikationen brauchen Fachkräfte in der Wasserstoffwirtschaft bereits und welcher wird zukünftig entstehen? Werden die Qualifikationsbedarfe durch die existierende Bildungs- und Qualifikationslandschaft abgedeckt? Wie werden die Betriebsräte beim Thema Aus- und Weiterbildung als Schlüsselfrage der Transformation einbezogen und wie wird Mitbestimmung wirksam? Mit den Ergebnissen der Studie soll ein Beitrag zu Fachkräftesicherung für den Energie-, Industrie- und insbesondere Wasserstoffstandort Mitteldeutschland geleistet werden.

Weitere Informationen finden Sie in Kürze hier.

 

Quelle: HYPOS

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