Sachsen-Anhalt-Monitor 2018 vorgestellt: Lebenszufriedenheit und Identifikation mit Sachsen-Anhalt steigen

Die Lebenszufriedenheit der Sachsen-Anhalterinnen und Sachsen-Anhalter, die Einschätzung der eigenen wirtschaftlichen Lage und die Verbundenheit mit ihrem Bundesland haben sich in den letzten Jahren erheblich verbessert. Entsprechende Befunde liefert der siebente Sachsen-Anhalt-Monitor, der im Auftrag der Landeszentrale für politische Bildung für die Landesregierung erhoben und heute in Magdeburg vorgestellt wurde. Die Studie wurde unter Federführung von Prof. Dr. Everhard Holtmann vom Zentrum für Sozialforschung e.V. an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg erarbeitet.

Ein wichtiges Ergebnis des Sachsen-Anhalt-Monitors 2018 betrifft die Verbundenheit der Bevölkerung mit dem Land. Sie hat sich weiter verstärkt und stieg um 10 Prozentpunkte auf 81%. Der Anteil der Bürger, die sich sehr stark mit ihrem Bundesland identifizieren, erhöhte sich um 22 Prozentpunkte auf 41%. Den höchsten Wert bei Fragen nach der regionalen Verbundenheit erreichte der jeweilige Wohnort. 89% der Befragten fühlen sich ziemlich bzw. sehr stark mit dem eigenen Wohnort verbunden. Ihre persönliche wirtschaftliche Lage schätzten 76% der befragten Bürgerinnen und Bürger als sehr gut bzw. gut ein.

„Diese Ergebnisse sind besonders erfreulich“, erklärte Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff. „Die Identifikation der Menschen mit ihren Lebensumfeld und dem Gemeinwesen stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt und ist eine wichtige Voraussetzung, die Zukunft unseres Landes positiv zu gestalten.“

Als wesentliche Probleme im Land werden nahezu gleichwertig: Arbeit (15,9%), Wirtschaft (15,4%), Zuwanderung/Flüchtlinge (14,6%) sowie Bildung und Lehrermangel (14,2%) genannt. 

„Wirtschaftlich geht es dem Land gut. Die Beschäftigung in Sachsen-Anhalt hat im vergangenen Jahr einen neuen Höchststand erreicht, während die Arbeitslosenzahlen kontinuierlich sinken. Diese positiven Entwicklungen wollen wir verstetigen“, sagte der Ministerpräsident. Mit Blick auf den Komplex Zuwanderung und Flüchtlinge betonte Haseloff: „Die Sorgen und Ängste der Menschen müssen wir ernst nehmen. Integration gelingt nur, wenn wir die Gesellschaft als Ganzes nicht überfordern. In Sachsen-Anhalt sind wir auf einem guten Weg.“

So nehmen dezidiert ausländerfeindliche, antisemitische und rassistische Einstellungen laut Sachsen-Anhalt-Monitor ab. Gleichzeitig lehnen immer mehr Menschen rechtsextreme Positionen ab. „Das sind erfreuliche Signale. Es bleibt Auftrag der Politik und der politischen Bildung, rechtsextreme Einstellungen energisch zu bekämpfen und für ein Klima der Toleranz und des gegenseitigen Respekts zu sorgen“, sagte der Ministerpräsident.

Abschließend dankte Bildungsminister Marco Tullner Prof. Holtmann und seinem Team für die geleistete Arbeit. Tullner: „Der Sachsen-Anhalt-Monitor spiegelt gesellschaftliche Realitäten in Sachsen-Anhalt, damit ist er eine wichtige Basis für die weitere Entwicklung unseres Landes.“

Hintergrund:

Der Sachsen-Anhalt-Monitor wird nach 2007, 2009, 2010, 2012, 2014 und 2015 zum siebenten Mal vorgelegt. Als Langzeitstudie liefert er repräsentative Daten zu den Einstellungen der Bevölkerung des Landes zu Fragen von Landesidentität, Wirtschaftsentwicklung und Staatsordnung.

Insbesondere zu stets wiederkehrenden Themen wie

  • Identifikation mit dem Land Sachsen-Anhalt,
  • Beurteilung der wirtschaftlichen Lage,
  • Vertrauen in politische Institutionen,
  • Einstellung zur Demokratie

liefert der Sachsen-Anhalt-Monitor Längsschnittdaten, die langfristige gesellschaftliche Entwicklungen in Sachsen-Anhalt abbilden und Erfolge der Landesentwicklung ebenso wie Probleme und Defizite identifizierbar machen.

Grundgesamtheit: Wahlberechtigte Bevölkerung in Sachsen-Anhalt ab 16 Jahren

Stichprobe: Repräsentative Zufallsauswahl / Randomstichprobe

Erhebungsverfahren: Computergestützte Telefoninterviews (CATI)

Fallzahl: NGesamt = 1.100 Die telefonische Befragung erfolgte im ersten Quartal 2018.

Der Sachsen-Anhalt-Monitor ist ab sofort unter: lpb.sachsen-anhalt.de abrufbar.