Ministerium erweitert Außenwirtschaftsförderung

  • Beratung durch externe Partner aus Zielländern wird förderfähig
  • Willingmann: Export als Wachstumsbeschleuniger auch in Sachsen-Anhalt

Mehr Unterstützung für den Export: Das Wirtschaftsministerium hat jetzt das Förderprogramm zur Beratungshilfe erweitert. Kleine und mittelständische Unternehmen können ab sofort auch dann Fördermittel erhalten, wenn sie mithilfe ausländischer Berater Kontakte zu potentiellen Geschäftspartnern anbahnen wollen. Unternehmer erhalten künftig auf Antrag bis zur Hälfte ihrer Ausgaben erstattet, maximal 6.000 Euro. Das Programm wird über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) mitfinanziert.

Wirtschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann betont: „Durch die erweiterte Förderung von Beratungsleistungen wollen wir vor allem kleine und mittlere Unternehmen bei ihrem Weg auf internationale Märkte zusätzlich unterstützen. Wir haben in Sachsen-Anhalt viele kleine, innovative Firmen, die mit ihren Produkten und Dienstleistungen auch im Ausland erfolgreich sein könnten. Dieses große Potential müssen wir nutzen, damit der Export noch stärker zum Wachstumsbeschleuniger für unseren Mittelstand wird.“

Zustimmung kommt von der Unternehmerschaft im Land. Prof. Dr. Thomas Brockmeier, Hauptgeschäftsführer der IHK Halle-Dessau, sagt: „Viele Mittelständler wünschen sich mehr Unterstützung bei ihren ersten Schritten ins internationale Geschäft.“ Die gewerblichen Kammern hätten dieses Anliegen an das Wirtschaftsministerium herangetragen. „Es ist ein richtiger und wichtiger Schritt, die Richtlinien des Förderprogramms zur Beratungshilfe jetzt unbürokratisch zu erweitern“, hob Brockmeier hervor. So sei die Expansion auf Auslandsmärkte – etwa über Geschäftsreisen, Messen oder Kongresse – nun auch für kleine und mittlere Unternehmen leichter zu bewältigen.

Durch die Erweiterung werden Firmen dabei unterstützt, wenn sie externe Berater im Zielland beauftragen. So lassen sich Absatzmärkte und geeignete Vertriebspartner leichter identifizieren und Geschäftskontakte anbahnen.

2017 war für Sachsen-Anhalts Außenwirtschaft ein Rekordjahr: Die Ausfuhren der Unternehmen stiegen um fast vier Prozent auf ein neues Allzeithoch von gut 15,4 Milliarden Euro. Bei den Importen war sogar ein Zuwachs von 10,3 Prozent auf rund 16,3 Milliarden Euro zu verzeichnen.