Positiver Konjunkturumschwung bei der Industrie Sachsen-Anhalts in 2017

Nach 3 Jahren mit rückläufigen Umsätzen hat die Industrie in Sachsen-Anhalt in 2017 wieder Fahrt aufgenommen.

Das Umsatzvolumen stieg gegenüber 2016 um 3,9 Prozent. Der Jahresumsatz betrug 37,2 Milliarden EUR, wobei sich besonders die Auslandsumsätze sehr dynamisch entwickelten. Sie stiegen auf einen neuen Höchstwert von 11,6 Milliarden EUR (+ 8,2 %) und sind für fast ein Drittel der Umsätze verantwortlich. Der größte Anstieg der Auslandsumsätze wurde mit der Eurozone verzeichnet, auf die 53 Prozent aller Auslandsumsätze entfielen. Die Inlandsumsätze konnten sich zwar ebenfalls um 2 Prozent verbessern, waren vom Höchstniveau aus dem Jahre 2011 noch deutlich entfernt.

Sachsen-Anhalt profitierte offenkundig von der wirtschaftlichen Erholung in der Eurozone und der guten gesamtdeutschen Konjunktur. Die gute Entwicklung der Auftragseingänge gegen Jahresende lässt weiterhin eine günstige Entwicklung zu Beginn des neuen Jahres erwarten, da die Reichweite der Auftragseingänge bei ca. 5 Monaten liegt.

Der Aufschwung in der sachsen-anhaltischen Industrie ging einher mit einer deutlichen Steigerung der Produktivität, da sowohl die Zahl der Betriebe als auch die Zahl der Beschäftigten oder geleisteten Arbeitsstunden weiter leicht rückläufig war. In 2017 waren 667 Betriebe aktiv, 9 bzw. 1,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Beschäftigung lag jahresdurchschnittlich bei 109 655 Personen, 0,3 Prozent weniger als in 2016.  

Die starke Einbindung der heimischen Industrie in die gesamtdeutsche und europäische Wirtschaft zeigte sich in der relativ hohen Bedeutung der Vorleistungsgüter- und Investitionsgüterzweige. Diese vereinten 75 Prozent der Industrieumsätze auf sich. In Gesamtdeutschland lag diese Quote sogar um 82 Prozent.

Quelle: www.statistik.sachsen-anhalt.de