Sachsen-Anhalts Blumenfee auf neuen Wegen

Libellengleich schwebt die blaue Blumenfee mit ihren durchsichtig-zarten Flügeln. Man meint, das Plinggg ihres Zauberstabes zu hören, aus dem sich eine Fontäne goldener Blütenköpfe ergießt. – Überraschung und großes Wundern, wenn das elfenhafte Wesen eine seiner ganz besonderen Verpackungskreationen ins Haus bringt. Erfinderin der Blumenfee ist Maren Hellwig. Besser gesagt: Sie ist die Blumenfee in persona – und derzeit auf dem besten Weg, sich als „Marke“ einen Namen zu machen.

 „Fame – Der Weg zum Ruhm“ ist lang und dauert länger, als es scheinen mag, bevor jemand mit Preisen gekrönt und von den Medien gefeiert wird: 2011 Siegerin im deutschlandweiten Blumenversender-Test der Stiftung Warentest/Jugend testet, 2012 der Innovationspreis des AMU-Verbandes selbständiger Frauen in Sachsen-Anhalt, 2013 der ego.-Business Award – und das Jahr ist noch nicht zu Ende . Die 30-jährige Unternehmerin aus Rottmersleben bei Haldensleben weiß noch von einigen Wettbewerben, an denen sie sich beteiligen möchte. Denn: Diese Art Selbstmarketing funktioniert. Wohl nicht bei jedem, aber bei der „Blumenfee.de“. Schließlich ist dies ein strategisch und auf neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen aufgebautes Unternehmen mit „Diplom“.

Dass ihr Beruf einmal etwas mit Blumen zu tun haben sollte, stand für die Tochter eines Gärtners eigentlich nie in Frage. Noch deutliche Kindheitserinnerungen hat sie an die Begehrlichkeiten, die den Produkten des väterlichen Gartenbaubetriebes galten – von der sonnengereiften Tomate bis zur Palmen-Pflanze aus den eigenen Gewächshäusern. Die Kunden standen Schlange.

Mit seinem Gemüse war der Vater  nach der Wende nicht mehr konkurrenzfähig auf dem Markt. Er baute das Geschäft mit dem Blumenhandel aus. Anfangs war man hierzulande ja berauscht von dem üppigen Blütenangebot zu allen Jahreszeiten. Mit der verständigen Sichtweise einer erwachsen werdenden Frau beobachtete dann auch Maren Hellwig das sich verändernde Kaufverhalten der Kundschaft, den sich stetig wandelnden Markt. Sie griff geradezu begeistert nach einem Studienangebot der Fachhochschule Harz.  Betriebswirtschaft mit dem Schwerpunkt Marken- und Veränderungsmanagement fand sie wie geschaffen für ihre Idee, die damals zwar noch nicht Gestalt aber schon ihren Namen hatte: Blumenfee.

„Blumen kaufen oder Blumen verschenken – das ist eine emotionale Entscheidung, die etwas damit zu tun hat, dass man sich oder anderen eine Freude bereiten möchte“, sagt Maren. Längst machte auch das väterliche Blumenhaus die Erfahrung aller Blumenhändler, dass derart Freuden kleiner, gar gänzlich ausfallen in Zeiten, wo das Geld knapp ist.

Der Blumenhandel ein Auslaufmodell? Damit will sich eine Blumenfee natürlich nicht abfinden. Sie geht eher der Frage nach, welche Art von Blumenhandel ist nun zeitgemäß.

Neuromarketing“ ist für die moderne Unternehmerin der Schlüssel zum Erfolg. Ein Professor aus Göttingen führte sie während ihres Studiums in die spannende Emotionspsychologie des Kaufens mit allen Sinnen ein.

Keine Frage: Emotionen haben Einfluss auf Kaufentscheidungen. Wie sich diese Erkenntnis ganz konkret auf ein Blumengeschäft anwenden lässt, machte Maren Hellwig zum Thema ihrer Diplomarbeit.

Unter der Leitidee „Freude verschenken“ habe sie für ein Geschäft ihres Vaters ein völlig neues multisensuales Marketing entwickelt, erzählt Maren Hellwig und beschreibt die riesige Fotowand, von der sich optisch ein Wasserfall in den Ladenraum ergoss. Als wüchsen die Blumen daraus hervor, wurden sie auf einer Natursteintreppe speziell angeordnet. Licht, Musik und Duft wurden so aufeinander abgestimmt, dass sie sich zusammen mit der optischen Wahrnehmung im Unterbewusstsein zu einem Wohlgefühl vereinen. Die Kaufanalyse habe letztlich deutlich gezeigt, sagtdie Unternehmerin, dass die multisensuale Wahrnehmung im Blumengeschäft ihres Vaters eine positive Entscheidung auf das Kaufverhalten der Kunden bewirkte.

Das ist fünf Jahre her. Von der Wirtschaftskrise 2009 blieb auch der Blumenhandel nicht verschont. Krisen sind oft Motivation, einen (Aus-)Weg zu suchen. Wer ihn findet, geht aus ihr gestärkt hervor. Maren Hellwig schrieb in jener Zeit den Businessplan für ihr eigenes Unternehmen und gab der „Blumenfee.de“ Gestalt in Form des geflügelten Wesens, das mit seinem Zauberstab auf dem Online-Markt unterwegs ist und Geschenke mit Charakter verschickt: Ihren Blumengruß kombiniert sie auf Kundenwunsch auch  mit Geschenkartikeln. Dafür hat sie eine  einzigartige Versandbox aus Karton kreiert.

Die Blumenfee bezaubert ihre Kundschaft deutschlandweit – auch weil sie sich die passenden Partner gesucht hat, die mit ihr gemeinsam ein gut durchdachtes Frische-Konzept zum Erfolg führen. „Zum spürbaren Erfolg“, freut sich die Unternehmerin, denn jetzt im dritten Geschäftsjahr könne sie von „Blumenfee.de“ leben.

Für die junge Frau lange kein Grund, sich nun gemütlich auf Rosen zu betten. Auch die Konkurrenz schläft nicht. Und schließlich weiß die Diplomkauffrau, wie wichtig Marktbeobachtung ist, dass man schnell reagieren muss auf sich ändernde Bedürfnisse. Nicht nur reagieren, auch agieren. An Ideen mangelt es der jungen Frau nicht.

Autorin: Kathrain Graubaum
Foto: Blumenfee – Der Blumenversand
BU: Maren Hellwig hat die Frischhaltebox für ihren Blumenversand selbst entwickelt und zu ihrem Markenzeichen gemacht.

Kontakt:

Blumenfee – Der Blumenversand
Inhaberin Maren Hellwig
Vor dem Tore 14
39343 Rottmersleben
Tel. 039206/55871

presse@blumenfee.de
www.blumenfee.de

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