Pigmente aus Leuna machen das Leben in vielen Teilen der Welt bunter

„Wir versorgen mehr als  500 Kunden“, sagt Geschäftsführer Olaf Lehmann, der im nahen Merseburg studiert hat und seit dem Start der Anlage dabei ist. Das Geschäft läuft so gut, dass bis Ende 2013 eine zweite Produktionslinie in Betrieb genommen und eine Lagerhalle errichtet werden soll. Dadurch werde die Produktionskapazität verdoppelt, kündigte das Unternehmen im April an. „Derzeit verlassen jedes Jahr mehrere 10.000 Tonnen die Anlage“, berichtet Pigment-Spezialist Lehmann.

Investiert wird nach seinen Angaben eine niedrige zweistellige Millionensumme. Die Zahl der Mitarbeiter soll von derzeit 22 auf über 30 steigen. Fördermittel des Landes, des Bundes und der Europäischen Union unterstützen die Produktionserweiterung. Sie ist notwendig geworden, weil sich das Geschäft auf Wachstumskurs befindet. Die FP-Pigments GmbH ist eine Tochter der FP-Pigments Oy, die 1996 in Espoo, in der Nähe der finnischen Hauptstadt Helsinki, gegründet wurde. Die Gründerfamilie kommt aus der Pigmentbranche. Sie ließ bereits ein Jahr darauf eine Pilotanlage mit eigens dafür konzipierten und gebauten Maschinen errichten. 2009 entstand in Leuna die Produktionsstätte. Für dieses Jahr werden in der gesamten FP-Gruppe rund 100 Millionen Euro Umsatz erwartet. Das ist eine sprunghafte Steigerung um 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Und ein Ende des schnell wachsenden Geschäfts ist nicht in Sicht. Die Pigmente aus Leuna sind in Deutschland ebenso gefragt wie in anderen europäischen Ländern. Aber auch nach Übersee werden sie exportiert. Südamerika wird im Unternehmen ebenfalls als wichtiger Wachstumsmarkt gesehen. Auch in Asien und Afrika steige der Bedarf, heißt es. Experten gehen davon aus, dass der weltweite Umsatz der gesamten Branche bis 2018 auf 27,5 Milliarden Dollar steigt. Die Finnen sind zuversichtlich, dass sie sich davon einen guten Anteil sichern können. Der Optimismus ist berechtigt, denn sie haben in Finnland in jahrelanger Forschungsarbeit eine günstigere, inzwischen patentierte und sorgsam gehütete Methode zur Pigment-Herstellung entwickelt. Sie führt nicht nur zu enormen Leistungsvorteilen, sondern ihr Einsatz für Farben und Beschichtungen ist auch wesentlich kosteneffizienter. Zudem wurde auch ein Weg zum teilweisen oder vollständigen Ersatz des sonst üblichen teuren Titanoxids gefunden ohne dass Abstriche an der Deckkraft auftreten. Einer der Ersatzstoffe das Kohlendioxid, das vom benachbarten Linde-Konzern geliefert wird.

Damit profitiert die FP-Pigments GmbH auch von den guten Infrastrukturbedingungen in Leuna. Von dort werden neben Energie und Dienstleistungen eben auch Rohstoffe bezogen. Deshalb sieht sich auch die InfraLeuna-Service Gesellschaft durch die Erweiterungspläne der FP-Pigments GmbH bestätigt. InfraLeuna-Geschäftsführer Christof Günther sagte zur Entscheidung des finnischen Unternehmens: „Ich freue mich über die Erweiterungsinvestition der FP-Pigments GmbH am modernen Chemiestandort Leuna. Die erfolgreiche Entwicklung des Unternehmens und die Standortwahl machen deutlich, dass Leuna gute technische und wirtschaftliche  Rahmenbedingungen bietet und die ansässigen Unternehmen von den Synergien der Verbundwirtschaft profitieren.“

Diese guten Standortbedingungen hatten vor fünf Jahren wesentlich zu der Entscheidung beigetragen, die Pigment-Fabrik in Leuna zu errichten, nachdem auch andere Standorte in Europa  gründlich geprüft worden waren. Inzwischen sei von dem skandinavischen Familienkonzern in den USA eine weitere Produktionsstätte errichtet worden, berichtet Standortchef Lehmann. Auch sie produziert nach dem Leunaer Modell.

Kontakt:
FP-PigmentsGmbH                                                                                                                        OlafLehmann                                                                                                              06237 Leuna,
Am Haupttor                                                                                                        T. 03461 43 77 00                                                                                             o.lehmann@fppigments.de                                                                                                          www.fp-pigments.com

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