Baustelle für Bits und Bytes: In Biere baut T-Systems Deutschlands größtes Rechenzentrum

„Es spricht für den Wirtschaftsstandort Sachsen-Anhalt, wenn ein internationales Unternehmen wie T-Systems sich entscheidet, hier ein solches Leuchtturmprojekt zu realisieren“, sagte der Minister. Er sei beindruckt, dass die Arbeiten trotz des extremen und langen Winters planmäßig vorangingen.

Nach Angaben der Telekom-Tochter T-Systems entsteht in Biere, etwa 30 Kilometer südlich der sachsen-anhaltischen Landeshauptstadt Magdeburg, das größte Rechenzentrum Deutschlands. Nach Abschluss aller Ausbaustufen wird sich der Serverpark mit 34.200 Quadratmetern Brutto-IT-Fläche in die Riege der größten Rechenzentren Europas einreihen.

Auch von T-Systems-Seite zeigte man sich zuversichtlich. „Wir liegen im Zeitplan und gehen derzeit davon aus, dass wir die Fertigstellung des ersten Bauabschnittes im 2. Quartal 2014 wie geplant schaffen werden“, sagte Dirk Bertkau,  Accountdirektor Sachsen-Anhalt T-Systems.

Mit dem neuen Rechenzentrum in Biere wird das fünfte Twin-Core Datacenter. der T-Systems in Betrieb genommen. Zusammen mit dem bereits bestehenden Rechenzentrum in Magdeburg bildet Biere dann ein sogenanntes „TwinCore”, ein Zwillingsrechenzentrum. „So  bieten wir unseren Unternehmenskunden insbesondere für Cloud-Anwendungen eine hohe Ausfallsicherheit. Hier sind alle Programme und Daten parallel gesichert. Sollte im Extremfall ein Rechenzentrum ausfallen, dann springt das Zwillingsrechenzentrum sofort ein. Für den Nutzer würde ein solcher Fall ohne spürbare Auswirkung bleiben“, erläuterte Klaus Poensgen, Leiter der Region Nord-Ost T-Systems, das Konzept.

„Mit dem Cloud Data Center Magdeburg/Biere sind wir fit für die Zukunft, denn hier wird umweltgerecht gebaut und später wettbewerbsfähig produziert.“, ist Dirk Kabelitz, Bevollmächtigter für Investitionsvorhaben Datacenter Magdeburg/Biere, überzeugt. „Zunehmend werden neben unseren Großkunden auch private User die Anwendungen aus der Cloud beziehen. Um diese Datenmengen zu sichern und jederzeit zur Verfügung zu stellen, braucht es TwinCore-Rechenzentren wie diese“, fügte er hinzu. 

„Wir freuen uns darüber, dass durch das Investment in Biere der Telekom-Standort Magdeburg langfristig gesichert und ausgebaut wird“, sagte Dr. Carlhans Uhle, Geschäftsführer der Investitions- und Marketinggesellschaft (IMG) des Landes, die die Umsetzung des Projektes im Auftrag des Landes begleitet. Mit Fertigstellung des Rechenzentrums bietet der T-Konzern insgesamt über 2.200 Arbeitsplätze in Sachsen-Anhalt. Rund einhundert qualifizierte Dauerarbeitsplätze mit IT-Hintergrund werden neu geschaffen.

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