Duft-Produzent Miltitz Aromatics gilt in Sachsen-Anhalt als Vorbildunternehmen

Die Erfolgsspur, die die Miltitz Aromatics GmbH seit 20 Jahren zieht, ist eine Duft-Spur. Gegründet wurde der Produzent von Aroma- und Riechstoffen im August 1992 in Sachsen, ein Jahr später ist sie in den Chemiepark Bitterfeld-Wolfen umgezogen. Seitdem geht es steil nach oben. Beim Start hatte das Unternehmen lediglich vier Abnehmer in drei Ländern.

Heute arbeiten mehr als 100 Kunden in 27 Ländern mit den Essenzen aus Sachsen-Anhalt. Die Menge der jährlich vor allem für die Parfüm- aber auch für die Lebensmittelindustrie hergestellten Produkte kletterte in dieser Zeit um das fast Dreißigfache von 35 auf 1.000 Tonnen. Mehrere Patente kommen aus dem Haus der Düfte. 20 Prozent der heute 50 Mitarbeiter sind in der Forschung und Entwicklung beschäftigt, sagt Geschäftsführer Peter Müller. Ein Star unter den Riechstoffen von Miltitz Aromatics ist der Grundstoff  für das legendäre Parfüm Chanel No 5.

Insgesamt sind über die Jahre nach Müllers Worten fünf Millionen Euro investiert worden. Eine 700.000 Euro teure Anlage, die Grundstoffe noch kostengünstiger produzieren kann, soll in diesem Jahr eingeweiht werden, sagt der promovierte Chemiker, der 1992 zu den sieben Gründungsmitgliedern der GmbH gehörte.

Die Wurzeln des Unternehmens reichen jedoch bis in das 19. Jahrhundert zurück. Damals begann die Firma Schimmel & Co im sächsischen Miltitz bei Leipzig für die Parfümindustrie zu produzieren. Als 1992 bei der Gründung der Miltitz Aromatics GmbH keine geeignete Anlage am Traditionsstandort zur Verfügung stand, zog sie ins sachsen-anhaltische Wolfen um. Dort wurde es, wie Michael Richter, Staatssekretär im Wirtschaftsministerium Sachsen-Anhalt, zum 20. Jahrestag sagte, zu „einem Vorbildunternehmen“.

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