Niederlande

Besonders die geografische Lage und die hervorragende logistische Anbindung machen Sachsen-Anhalt zum gefragten Partner für die Niederlande. Für alle Verkehrsträger gibt es direkte Verbindungen.

Sachsen-Anhalt ist zurzeit das ostdeutsche Bundesland mit dem höchsten Anteil niederländischer Direktinvestitionen. Über 150 sachsen-anhaltische Firmen sind mehrheitlich in niederländischer Hand.

Niederländische Investitionen in Sachsen-Anhalt

Außenwirtschaftszahlen 2016

Seit dem Jahr 2000 haben geförderte niederländische Unternehmen in Sachsen-Anhalt rund 300 Millionen Euro investiert und so ca. 2.000 Arbeitsplätze geschaffen und gesichert.

2016 exportierten Unternehmen aus Sachsen-Anhalt Waren im Wert von 942 Millionen Euro in die Niederlande. Mit einem Anteil von gut 6,3 Prozent am Gesamtexport Sachsen-Anhalts belegen die Niederlande damit Platz 5 bei den Exportländern. Exportiert wurden vor allem Nahrungsmittel, pharmazeutische Erzeugnisse und chemische Vorerzeugnisse. Importiert wurden Waren im Wert von 1,2 Milliarden Euro aus den Niederlanden. Mit einem Anteil von 6,8 Prozent am Gesamtimport Sachsen-Anhalts liegen die Niederlande im Ranking der Importländer auf Platz 4. Importiert wurden vor allem Kunststoffe und chemische Vorerzeugnisse.

Sachsen-Anhalt und die Niederlande: Wichtige Handelspartner mit besonderer Bedeutung

Deutschland zählt für das Königreich schon lange zu den wichtigsten Handelspartnern. Sachsen-Anhalt besitzt von den deutschen Bundesländern für die Niederlande ein besondere Bedeutung: Fürst Johann Georg II von Anhalt-Dessau heiratete 1659 die oranische Prinzessin Henriette Catharina. In den Folgejahren entwickelten sich enge kulturelle und wirtschaftliche Kontakte. Stadt und Schloss Oranienbaum wurden ab 1663 nach den Plänen des niederländischen Architekten Cornelius Ryckwaert für Catharina errichtet. Und es gibt eine weitere niederländisch-sachsen-anhaltische Wurzel. Juliana, eine der Begründerinnen des Hauses von Oranien und Urahnin des Königshauses der Niederlande, war eine gebürtige Harzerin. Sie erblickte 1506 auf Schloss Stolberg das Licht der Welt und wohnte dort bis zu ihrem 13. Lebensjahr. Ihr ältester Sohn, Wilhelm von Oranien, wird bis heute in unserem Nachbarland als „Vater des Vaterlandes“ hochverehrt – unter anderem, weil er die Niederlande im 16. Jahrhundert von der spanischen Herrschaft befreite.

Weitere Links:

> Besuch in den Niederlanden: Haseloff will Erfolge bei Wirtschafts- und Tourismuskontakten ausbauen (19. Mai 2015)

> Ministerpräsident Haseloff wirbt in Den Haag für Reformations- und Bauhausjubiläum (5. Oktober 2016)

> Ausstellung "Bauhaus Dessau – Branding Rotterdam" im renommierten Chabot Museum in Rotterdam (vom 8. Oktober 2016 bis zum 19. Februar 2017)

> Programm: Besuch des niederländischen Königspaares, Willem-Alexander und Königin Máxima, in Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen (7. - 10. Feburar 2017)

> Anteil niederländischer Personen an der sachsen-anhaltischen Bevölkerung am 31.12.2015

> Niederländisches Königspaar reiste für Kooperationsabkommen nach Leipzig

Kees de Vries, MdB: "Sachsen-Anhalt bietet optimale Bedingungen"

Im Jahr 1992 aus Holland kommend, haben meine Familie und ich mit Unterstützung des Landes Sachsen-Anhalt unseren Betrieb aufgebaut. Heute vertrete ich meine zur Heimat gewordene Region Anhalt als direkt gewählter Abgeordneter im Deutschen Bundestag. Meine Erfahrungen zeigen, dass das Land Sachsen-Anhalt optimale Bedingungen für Unternehmensinvestitionen bietet. Mit meiner politischen Arbeit möchte ich als Unternehmer dazu beitragen, dass der Weg eines stetigen Bürokratieabbaus im Sinne der Wirtschaft konsequent fortgesetzt wird. Die Hoch- und Fachhochschullandschaft im Land spricht durch ihre stetig steigende Anzahl an Studenten für sich. Bestens qualifizierte Fachleute für Forschung und Entwicklung sind vorhanden.

Kees de Vries, Mitglied des Bundestages, selbstständiger Unternehmer, in den Niederlanden geboren.