JS Lasertechnik brilliert mit präzisestem Laserschneiden auch in XXL

JS Lasertechnik GmbH

Industrie 4.0 ja, aber wie? Die JS Lasertechnik GmbH aus dem altmärkischen Stendal in Sachsen-Anhalt hat eine passende Antwort auf diese Frage gefunden: ein innovatives Enterprise-Resource-Planning-System (ERP-System), das sämtliche im Unternehmen ablaufende Geschäftsprozesse unterstützt und miteinander verbindet.

Der Spezialist für professionelle Edelstahl- und Metallverarbeitung fertigt vom kleinsten Zuschnitt bis zur kompletten Blechverkleidung ganzer Rangierloks so ziemlich alles, was der Maschinen-, Fahrzeug- und Schiffsbau, aber auch andere Branchen benötigen. Die Leistungspalette der Stendaler reicht dabei vom vollautomatischen Flachbett- und Rohrlaserschneiden über Blechbearbeitung bis zur Baugruppen- und Großserienfertigung  – inklusive Bohr- und Schweißarbeiten. Kooperationen mit innovativen Partnern ergänzen die Leistungspalette, so dass das Unternehmen in der Lage ist, zu jedem Problem eine maßgeschneiderte Lösung anbieten zu können.

Bleche von 0,25 bis 25 Millimeter Dicke und einer Länge von 6,0 Metern werden mit großer Präzision und in hochwertiger Handwerksarbeit in Form gebracht. Die Technik des CNC-unterstützten Laserschneidens ermöglicht es, Konturen auf einen Zehntelmillimeter genau umzusetzen. Vier Laser verarbeiten Bleche bis zu einer XXL-Größe von 6,0 x 2,5 Metern, eine Tandem-Abkantbank ermöglicht die Bearbeitung von Blechen mit maximal 8,0 Metern Länge. Für diese Dimensionen gibt es nur wenige Anbieter. „Unser Team ist hoch qualifiziert und wird laufend geschult, so dass wir unseren Kunden von der ersten Idee bis zur Großserie professionell und mit viel Erfahrung zur Seite stehen können“, erklärt Geschäftsführer Jens Schumacher.

Besonders bemerkenswert ist der innovative Rohrlaser des Unternehmens. Der 5-Achsen-Schneidkopf dieses Lasers kann Rundrohre bis zu einem Durchmesser von 254 Millimetern mit unterschiedlichen Schnitten, Öffnungen und Schrägschnitten bis 45 Grad versehen sowie Vierkant-, U- und L-Profile bearbeiten. So entstehen zum Beispiel Rohrgelenksysteme zur flexiblen Kabelführung oder Rohrstecksysteme für den Gerüstbau. Die Schneidanlagen bearbeiten Stahl, Edelstahl und Aluminium. Beste Referenz für diese besondere Fertigungstechnik der JS Lasertechnik: die Kuppel des Zeiss-Großplanetariums in Berlin, deren Rahmenkonstruktion mit dem Rohrlaser des Unternehmens gefertigt wurde.

Um dieses breite Angebot umsetzen zu können, hat das Unternehmen seine internen Prozesse klar strukturiert. Hunderte unterschiedliche Bauteile durchlaufen jede Woche die Fertigung. Ein ERP-System sorgt dabei für  den nötigen Überblick. Es vernetzt alle Computer und Maschinen und verfolgt jeden Auftrag bis zur Auslieferung. Ein Beispiel: Erhält das Unternehmen eine neue Bestellung, wird diese zunächst im System angelegt. Aus Auftragsbestand, Personalkapazitäten und anderen Faktoren ermittelt das ERP-System automatisch den Auslastungsgrad des Betriebes und kann daraus einen zuverlässigen Liefertermin errechnen. „Dieser Aufwand dient vor allem der Termintreue. Wir können unsere Kapazitäten solide planen und dadurch zuverlässig liefern“, betont der Geschäftsführer.

Damit dies funktioniert, muss das ERP-System stets wissen, was gerade in den Fertigungshallen vor sich geht. Die Laserspezialisten erreichen das mit Licht. Jede Arbeitsstation in den Produktionshallen ist mit einem Handscanner ausgestattet, der mit dem internen Netzwerk verbunden ist. Die Handscanner dienen als Kommunikationsmittel. Sie geben dem ERP-System Rückmeldung, welcher Auftrag gerade an welcher Station bearbeitet wird.

Geschäftsführer Jens Schumacher setzt das innovative System bereits seit der Gründung des Betriebes im Jahre 2007 ein. Anfangs nur mit wenigen Modulen, denn zur Gründungszeit hatte die JS Lasertechnik nur drei Mitarbeiter und war als Dienstleister überwiegend für kleinere, regionale Metallbauer und Schlossereien tätig. „Je größer wir wurden, desto mehr Aufgaben haben wir auf unser ERP-System übertragen. Die Software ist sozusagen mit dem Betrieb mitgewachsen“, erzählt Schumacher. Heute fertigt das Unternehmen für Betriebe aus ganz Deutschland, mit der Option, seine Präsenz auch auf die ausländischen Märkte auszudehnen. Die Zahl der Beschäftigten ist inzwischen auf 66 angestiegen, und erst im Sommer 2015 haben die Stendaler einen weiteren Produktionsstandort in Gommern bei Magdeburg in Betrieb genommen.

Übrigens: Auch zur diesjährigen HANNOVER MESSE bringt die JS Lasertechnik Gruppe wieder ihren Stendaler Roland mit, um ihn am Gemeinschaftsstand des Landes Sachsen-Anhalt zu präsentieren. Das stählerne, verkleinerte Abbild der Ritterstatue, die vor dem Rathaus der Hansestadt Stendal steht, ist aus 200 verschiedenen, übereinander gesetzten Stahlblechen gefertigt, die an einem Rohrskelett befestigt sind. „Unser Roland ist nicht nur ein Schauobjekt, mit dem wir unsere Heimatverbundenheit ausdrücken wollten, sondern in erster Linie ein Exponat, das die vielen Facetten unserer Fertigungstiefe perfekt in sich vereint“, erklärt der Marketingleiter des Unternehmens, Mats-Milan Müller.

www.js-lasertechnik.de

Autor: Beate Hagen

 

 

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