Belgien

Belgien und Sachsen-Anhalt pflegen seit Jahren intensive Handelsbeziehungen. Einfuhrgüter in Richtung Sachsen-Anhalt sind vor allem Kunststoffe, chemische Vor- und Enderzeugnisse und Düngemittel. Umgekehrt zählen Kunststoffe, chemische Vor- und Enderzeugnisse auch zu den Hauptausfuhrgütern.

Aus belgischer Sicht ist darum besonders interessant: Sachsen-Anhalt ist das Kernland der mitteldeutschen Chemielandschaft. Die Chemie- und Kunststoffverarbeitung gehört zu den bedeutendsten und struktur­be­stimmenden Bereichen des Verarbeitenden Gewerbes. Als ein erheblicher Vorteil für belgische Unternehmen erweist sich zudem die geografische Lage Sachsen-Anhalts.

Mit dem Beitritt von mittel- und osteuropäischen Ländern zur Europäischen Union rückte das gesamteuropäische Wirtschaftsgefüge nach Osten – und hinsichtlich der Transportströme nach Sachsen-Anhalt. Eine logistische Herausforderung, die Sachsen-Anhalt dank der erfolgreichen Verknüpfung vieler Verkehrsträger hervorragend meistert.

Belgische Investitionen in Sachsen-Anhalt

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Seit dem Jahr 2000 haben geförderte belgische Unternehmen in Sachsen-Anhalt rund 100 Millionen Euro investiert und so ca. 1.600 Arbeitsplätze geschaffen und gesichert.

2016 exportierten Unternehmen aus Sachsen-Anhalt Waren im Wert von 575 Millionen Euro nach Belgien. Mit einem Anteil von gut 3,9 Prozent am Gesamtexport Sachsen-Anhalts belegt Belgien damit Platz 10 bei den Exportländern. Importiert wurden Waren im Wert von 687 Millionen Euro aus Belgien. Mit einem Anteil von 4,6 Prozent am Gesamtimport Sachsen-Anhalts liegt Belgien im Ranking der Importländer auf Platz 6.