BioPolymer Processing & Moulding. Kongress und Ausstellung

Vor allem für Spritzgießer und Kunststoffverarbeiter, Materialentwickler und Anwender, die verstärkt auf nachhaltige Produkte setzen (oder das planen), zählt der BIOPOLYMER – Processing & Moulding Kongress zu den wichtigsten Branchentreffs 2O18. Denn hier stehen jene Themen im Mittelpunkt, die Praktikern auf den Nägeln brennen.
Hier wird in der Sprache diskutiert, die die Unternehmer sprechen.

Wann: 19.– 2O. Juni 2O18

Wo: Halle Messe, Messestraße 1O · O6116 Halle (Saale)


Hintergrund
Die Menge der weltweit verkauften Biopolymere wächst seit 2O13 drei- bis fünfmal schneller als die Kunststoffproduktion insgesamt. Für die nächsten fünf Jahre sagen Experten den biobasierten und/oder biologisch abbaubaren Kunststoffen ein Wachstum von jährlich 1O Prozent voraus. Welche Herausforderungen sich daraus für Spritzgießer, Verarbeiter und Anwender ergeben und wie sie die damit verbundenen Chancen bestmöglich nutzen können – das macht der Kongress BIOPOLYMER – Processing & Moulding mit seiner korrespondierenden Ausstellung erlebbar: praxisnah und aus erster Hand.

www.polykum.de/biopolymer-2018

Die Vortragsthemen im Überblick

Neue Materialien

Biobasierte und bioabbaubare Spritzguss-Werkstoffe mit besonderem Potenzial: Biesterfeld Plastic, einer der führenden Distributeure für technische Kunststoffe, stellt mit Nurel „INZEA“ vor: PLA Polylactide. Mitsubishi Chemical Performance Polymers (MCPP) präsentiert sein bei Umgebungstemperaturen kompostierbares BioPBS. Die Firma Kaneka analysiert am Beispiel von PHBH™, wie sich der Markt für bioabbaubare Polymere entwickelt.

Materialentwicklung

Eine APP, in die Kunststoffverarbeiter gewünschte Eigenschaften für ein Biopolymer eingeben können, um anschließend eine maßgeschneiderte Rezeptur zu erhalten? Genau das ist das Ziel des Projektes DigiLab, das das Fraunhofer Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS auf dem Kongress näher vorstellt.

Compoundierung und Farbgebung

Experten der Granula AG veranschaulichen, welche Besonderheiten bei der Farbgebung von Biopolymeren im Vergleich zu herkömmlichen Kunststoffen zu beachten sind. Omya, einer der weltweit führenden Mineralstofflieferanten mit Sitz in der Schweiz, gibt Einblicke zum Einsatz von Calciumcarbonat in Biopolymeren. Die Firma FKuR beweist anhand der eigenen Produktpalette, dass Bio-Compounds sowohl in kurz- als auch in langlebigen Gütern erste Wahl sind.

Verarbeitungstechnologie

Ob der Einsatz von Biopolymeren technische Vorkehrungen an Spritzgießmaschinen erforderlich macht, wird im Vortrag von KraussMaffei Technologies kompakt zusammengefasst. Eine besonders schonende Form der Verarbeitung von Biopolymeren präsentiert die Firma Exipnos: Ihre Direktverarbeitungstechnologie DCIM vereint Compoundieren und Spritzgießen zu einem Prozess. Dadurch wird nicht nur die mechanische und thermische Beanspruchung des Materials minimiert. Auch die teure Vortrocknung entfällt.

Materialprüfung

Können die Eigenschaften eines Biopolymers zuverlässig reproduziert und langfristig garantiert werden? Am Beispiel von Polylactiden zeigen Experten des Kunststoffzentrums Leipzig KuZ , wie mit anwendungsorientierten Prüfungen Antworten auf diese und andere Qualitätsfragen gefunden werden können.

Rohstofferzeugung

Uhde Inventa-Fischer, ein Tochterunternehmen der thyssenkrupp Industrial Solutions, stellt seinen PLAneo©-Prozess zur Herstellung verschiedener PLA-Typen vor. Die Firma Heppe Medical Chitosan erläutert, wie aus Panzern von Krustentieren hochreine Polymere für Medizin, Pharmazie und Industrie entstehen und ermuntert Querdenker zu gemeinsamen Workshops. Das Fraunhofer Zentrum für Chemisch-Biologische Prozesse CBP beschreibt neue Wege zur Fermentierung von Carbonsäuren für die Biopolymer-Produktion.