Auftaktveranstaltung für Medizininformatik-Initiative am Standort Magdeburg am 13. Juni 2018

Universitätsmedizin  Magdeburg ist an bundesweiter Medizininformatik-Initiative beteiligt
3,2 Millionen Euro Förderung mit Schwerpunkt individualisierte Krebsdiagnostik

Im digitalen Zeitalter sind Ärzte und Forscher weltweit vernetzt. Sie generieren tagtäglich neue Daten und Informationen. Doch bisher gleicht die digitale Medizin einem Internet ohne Suchmaschinen.

MIRACUM (Medical Informatics for Research and Care in University Medicine) vereint acht Universitätsklinika, zwei Hochschulen und einen Industriepartner aus fünf deutschen Bundesländern. Ziel ist es, die wachsenden Datenmengen – von radiologischen Bildern bis hin zu molekularen Analysen – in einer nationalen Infrastruktur zu verknüpfen, um daraus neues Wissen für eine bessere Gesundheitsforschung und medizinische Versorgung zu gewinnen.

Die stärkere Vernetzung von digitalen Gesundheitsdaten gewinnt zunehmend an Bedeutung in der Patientenversorgung und in der Forschung. Die Universitätsmedizin Magdeburg hat sich auf diesem Gebiet in den vergangenen Jahren beispielhaft profiliert. Bundesweite Anerkennung findet dies durch die Beteiligung am Konsortium MIRACUM. Der Standort Magdeburg bekommt hierdurch die Möglichkeiten, die Krebstherapieplanung auf ein völlig neues Niveau zu heben und das zukunftsweisende Konzept des molekularen Tumorboards bis Ende 2020 aufzubauen.

Am 13. Juni 2018 findet die offizielle Auftaktveranstaltung statt, die Prof. Dr. Armin Willingmann, Minister für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt, eröffnen wird. Die Auftaktveranstaltung beginnt um 12 Uhr auf dem Campus der Universitätsmedizin Magdeburg, Leipziger Str. 44, im DZNE-Gebäude, Haus 64.

Das MIRACUM-Konsortiums strebt an, die derzeit sehr unterschiedlichen Dateninseln aus Krankenversorgung und Forschung in Datenintegrationszentren zusammenzuführen, um die Daten mit Hilfe von innovativen IT-Lösungen für Forschungsprojekte und konkrete Therapieentscheidungen sowohl lokal als auch standortübergreifend nutzen zu können.

Besonders die Universitätskliniken und in einer späteren Phase auch niedergelassene Ärzte werden aus der geschaffenen Infrastruktur mit einem Datenintegrationszentrum profitieren können. Perspektivisch werden Methoden entwickelt, welche es ermöglichen, die zusammengeführten Daten unter Beachtung der Datenschutzanforderungen nicht nur innerhalb eines Konsortiums, sondern auch mit weiteren interessierten Krankenhäusern und Forschungseinrichtungen auszuwerten.

Das Fördervolumen vom Bundesforschungsministerium für MIRACUM beträgt im Zeitraum 2018 bis 2021 insgesamt 32,1 Mio., der Standort Magdeburg ist mit  3,2 Mio. Euro daran beteiligt. Die Beteiligung am MIRACUM-Konsortium birgt für das Land Sachsen-Anhalt ein enormes Innovationspotential.
 

Programm der MIRACUM-Auftaktveranstaltung am Standort Magdeburg am 13. Juni 2018

12:05 Uhr Eröffnungsrede
Prof. Dr. Armin Willingmann // Minister für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen Anhalt

12:15 Uhr Das MIRACUM Konsortium als Baustein in der BMBF Förderinitiative Medizininformatik
Prof. Dr. Ulrich Prokosch // Koordinator des MIRACUM Konsortiums, Lehrstuhl für Medizinische Informatik der FAU Erlangen-Nürnberg, CIO des Universitätsklinikums Erlangen

12:45 Uhr Herausforderungen und Chancen für die Universitätsmedizin Magdeburg als Teil des MIRACUM Konsortiums
Prof. Dr. Hermann-Josef Rothkötter // Dekan der Medizinischen Fakultät der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, MIRACUM PI am Standort Magdeburg

13:00 Uhr Bedeutung der Digitalisierung für die Krankenversorgung
Dr. Kerstin Stachel // Kaufmännische Direktorin der Universitätsmedizin Magdeburg

13:40 Uhr IT-Infrastruktur des Comprehensive Cancer Center am Universitätsklinikum Erlangen
Prof. Dr. Ulrich Prokosch //

Weitere Informationen: http://www.miracum-ummd.ovgu.de