Wirtschaftsminister Willingmann überreicht Förderbescheid

Thyssenkrupp Presta Ilsenburg investiert 16,6 Millionen Euro und schafft 67 neue Arbeitsplätze     

Die thyssenkrupp Presta Ilsenburg GmbH zählt zu den erfolgreichsten Herstellern von Nockenwellen und Exzenterwellen für Verbrennungsmotoren. Mit Unterstützung des Wirtschaftsministeriums Sachsen-Anhalt stellt sich das Unternehmen auf den Wandel in der Autobranche ein: Noch in diesem Jahr soll am Standort in Ilsenburg die Produktion von Rotorwellen für Elektroautos anlaufen. Thyssenkrupp investiert dafür insgesamt 16,6 Millionen Euro in eine neue Produktionshalle samt Maschinen und Anlagen und schafft 67 neue Arbeitsplätze.

Wirtschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann überreichte am Donnerstag einen Förderbescheid über rund 1,7 Millionen Euro, mit dem die Produktionserweiterung landesseitig unterstützt wird. „Thyssenkrupp ist mit über 2.000 (thyssenkrupp Presta Ilsenburg; Valvetrain und Schönebeck) Beschäftigten einer der größten Arbeitgeber und für unser Land von strukturpolitischer Bedeutung“, betonte der Minister. „Ich freue mich sehr, dass sich das Unternehmen rechtzeitig auf den Wandel in der Autoindustrie einstellt, neue Geschäftsfelder erschließt und in Zukunftstechnologien investiert. Ich unterstütze die Investitionen ausdrücklich, weil sie nachhaltig Arbeitsplätze sichern und neue schaffen.“

Laut Frank Berends, Geschäftsführer der thyssenkrupp Presta Ilsenburg GmbH, „ist uns mit dem Einstieg in die Produktion der Rotorwelle, hier am Standort in Ilsenburg, der Eintritt in ein neues Marktsegment bzw. der neuen Technologie – Elektromobilität gelungen“. Michael Kittel, sein Geschäftsführer-Kollege ergänzt: „Ferner eignen wir uns mit Hilfe des Landes wichtige Fertigungskompetenzen an, um durch zukunftsweisende Projekte auch perspektivisch Arbeitsplätze zu sichern.“

Die Errichtung der Rotorwellen-Produktion ist nicht das erste vom Wirtschaftsministerium geförderte Projekt. In den vergangenen Jahren wurde das Unternehmen zehn Mal mit insgesamt 54,05 Millionen Euro gefördert, unternehmensseitig wurden Investitionen von rund

286,5 Millionen Euro ausgelöst und 717 Arbeitsplätze mit Hilfe der Förderprojekte geschaffen.

Die Automobilzulieferer-Industrie zählt mit rund 23.000 Beschäftigten in rund 260 Unternehmen landesweit zu den wichtigsten Branchen. „Der Wandel hin zur Elektromobilität stellt viele unserer Unternehmen vor große Herausforderungen. Sie müssen rechtzeitig in Zukunftstechnologien investieren und ihr Produktportfolio anpassen, um wettbewerbsfähig zu bleiben“, so Willingmann. „Das Wirtschaftsministerium wird die Unternehmen der Branche in den kommenden Jahren mit seinen Förderinstrumenten unterstützen, damit sie die strukturellen Herausforderungen erfolgreich meistern. Es wird darum gehen, Arbeitsplätze zu sichern und neue zu schaffen.“

Quelle: presse.sachsen-anhalt.de

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