Einladung zur Recherchereise Bioökonomie

Sachsen-Anhalt setzt auf Bioökonomie

Holz trifft Chemie – Wertschöpfung aus nachwachsenden, nicht nahrungsrelevanten Rohstoffen im Spitzencluster BioEconomy

Sehr geehrte Medienvertreter/innen,

für den 20. und 21. Oktober 2015 laden wir Sie herzlich zur Teilnahme an einer Recherchereise ein: “Holz trifft Chemie“ – reisen Sie mit uns entlang der Wertschöpfungskette eines Rohstoffes, der sich mehr und mehr als Multitalent entpuppt.

Auf unserem Programm stehen

  • das Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM Halle (Saale),
  • das Holzimpulszentrum Rottleberode und
  • der Landesforstbetrieb Sachsen-Anhalt Süd
  • die ante-holz GmbH & Co. KG und
  • die Knauf Gips AG.

Außerdem wollen wir folgende Stationen besuchen:

  • die Demonstrationsanlage für die Produktion von Milchsäure und Bernsteinsäure der ThyssenKrupp Industrial Solutions AG im Chemiepark Leuna,
  • die Pilotanlage einer Lignocellulose-Bioraffinerie am Fraunhofer-Zentrum für Chemisch-Biotechnologische Prozesse CBP,
  • die Global Bioenergies GmbH, einen europäischen Technologieführer in der Herstellung von Biokraftstoffen und Basischemikalien auf Basis von Holz / Lignocellulose sowie
  • das Fraunhofer-Pilotanlagenzentrum für Polymersynthese und -verarbeitung PAZ in Schkopau,

wo Ihnen holzbasierte Werkstoffe, Naturfaserkomposite und Biopolymere vorgestellt werden. Und: Kommen Sie ins Gespräch mit Köpfen aus Industrie und Forschung, tauschen Sie sich aus über das bislang Erreichte und Visionen für diesen Bereich der Bioökonomie. Anbei finden Sie das vorläufige Programm.

Bitte melden Sie sich unbedingt vorab an, telefonisch oder per Mail bis Freitag, 16. Oktober 2015, denn die Anzahl der Teilnehmerplätze ist begrenzt.

Kontakt:
Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen- Anhalt mbH
Frauke Flenker-Manthey
Tel.: +49 391 568 99 71
E-Mail: flenker-manthey@img-sachsen-anhalt.de

weitere Informationen


Hintergrund

Die energetische Nutzung von Biomasse, wie Holz, Raps oder organischen Abfällen, gehört längst zum relevanten Mix der erneuerbaren Energien. Ihre stoffliche Verwertung, z. B. als innovativer Werkstoff, steht hingegen noch am Anfang. In Sachsen-Anhalt stellt sich dieser Aufgabe der Spitzencluster BioEconomy, der angewandte Spitzenforschung und innovative Industrieunternehmen unter einem Dach vereint. Auf der Basis von Non-Food-Biomasse, insbesondere Buchenholz, arbeiten die Akteure an bioökonomischen Konzepten, die im Maßstab einer Pilotregion für ganz Europa erprobt und umgesetzt werden sollen. Mit relevanten Laubholzvorkommen und ersten integrierten Industriestandorten sowie gebündelter Forschungskompetenz verfügt die Clusterregion hierfür über optimale Voraussetzungen. Da nachwachsende Rohstoffe ein Zukunftsthema für zahlreiche Branchen darstellen, bietet das Clusternetzwerk in enger Zusammenarbeit mit der Politik Anknüpfungspunkte für F&E-Projekte, Prozess-Skalierung, Marktentwicklung und Ansiedlungsvorhaben entlang der Wertschöpfungskette.

Beste Voraussetzungen für Firmen als Bioökonomie-Kompetenzregion
Ganz konkret trifft in der Clusterregion Mitteldeutschland die Forst- und Holzwirtschaft mit 40 % des deutschen Buchebestandes auf einen der größten potentiellen Verbraucher des nicht sägefähigen Restmaterials – die chemische Industrie. Am Traditionsstandort Leuna, dem flächengrößten Chemiestandort Deutschlands, werden bereits heute in Bioraffinerieanlagen im Pilotmaßstab erste Basischemikalien gewonnen. Auch die mitteldeutsche Forschungslandschaft ist bei den Themen Biomasse, Holz, Chemie, biobasierte Werkstoffe, Kunststoffe, Umwelt und Energieeffizienz bestens aufgestellt. Weiterhin hat das Land Sachsen-Anhalt als Cluster-Kernregion mit einem eigenen Leitmarkt „Chemie und Bioökonomie“ in seiner Wirtschaftspolitik die Zeichen auf „grün“ gestellt.

Namhafte nationale und internationale Mitglieder aus Industrie und ForschungWichtige Akteure auf der Unternehmensseite sind innovative kleine und mittelständische Unternehmen, wie z. B. der Dämmstoffspezialist Homatherm, sowie Großunternehmen, wie Knauf Gips, ante-holz, Trinseo, Linde oder ThyssenKrupp Industrial Solutions. Mit InfraLeuna und Infra-Zeitz zählen bereits auch die Infrastrukturgesellschaften zweier Chemieparks zu den Clustermitgliedern. Auf der Forschungsseite stehen u. a. das Fraunhofer-Zentrum für Chemisch-Biotechnologische Prozesse (CBP), das Fraunhofer Institut für Werkstoffmechanik IWM, das Deutsche Biomasseforschungszentrum (DBFZ), das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) und die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU). Der BioEconomy Cluster bringt in Sachsen-Anhalt und der angrenzenden Region mit der Forstwirtschaft, der chemischen Industrie, der Kunststoff- und kunststoffverarbeitenden Industrie sowie Anlagenbauern und Energieversorgern Vertreter verschiedenster Branchen zusammen. Damit verfügt der Cluster über die erforderlichen Netzwerkstrukturen, um neue Produkte und Prozesse auf der Basis von Non-Food-Biomasse von der ersten Idee bis hin zur Marktreife und zur industriellen Massenproduktion zu entwickeln.

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