Aus alt macht neu – KRAIBURG Relastec produziert Qualitätsprodukte aus Recycling-Materialien

Salzwedel-Ballenproduktion: Ballen aus recycelten Natur- und Kunststoffgranulaten werden u.a. zu sportlichen Trainingsböden weiterverarbeitet. ©KRAIBURG Relastec GmbH

Der ressourcenschonende Umgang mit Rohstoffen auf Erdölbasis wird aus Gründen des globalen Umweltschutzes immer wichtiger. Das Unternehmen KRAIBURG Relastec produziert im Norden Sachsen-Anhalts Qualitätsprodukte aus Recycling-Gummigranulat, die weltweit Absatz finden. Zu den Kunden zählen Architekten, Planer, Systemanbieter im Bau,- Bahn,- Spiel- und Sportbereich sowie Anbieter von Bodenbelägen für die Pferdehaltung.

Vor über einem Jahrhundert begann das Zeitalter der Kunststoffe. Bis heute werden sie meist aus fossilen Rohstoffen, vorrangig aus Erdöl, hergestellt. Ein zunehmend drängendes ökologisches Problem sind die damit weltweit wachsenden Mengen an Kunststoffmüll, die mittlerweile auch das Leben in den Meeren gefährden. Umso wichtiger sind heute und zukünftig der sparsame Umgang mit den fossilen Rohstoffressourcen und die Wiederverwertbarkeit von Produkten wie beispielsweise Autoreifen und strapazierfähigen Bodenbelägen aus synthetischen Kunststoffen.

Ein gutes Beispiel für die Kreislaufwirtschaft

Vorbildlich gelingt das einem Unternehmen in Salzwedel, Sachsen-Anhalt. Dort produziert seit nunmehr fast 30 Jahren die KRAIBURG Relastec GmbH & Co. KG eine Vielzahl von hochwertigen Fertigprodukten. Die Rohstoffe hierfür sind unter anderem Kraftfahrzeugreifen, welche die Verschleißgrenze erreicht haben und andere technische Gummireststoffe aus verschiedenen Industriebereichen. Mit Hilfe von dafür eigens entwickelten Produktionsprozessen werden diese Materialien zu verschiedenen Granulaten verarbeitet, welche dann das Ausgangsprodukt für die Herstellung des umfangreichen Produktportfolios sind. Bis zu 95 Prozent der in der Produktion benötigten Rohstoffe - das sind vorrangig synthetische Kunststoffe auf Erdölbasis aber auch natürliche Baumharze (Kautschuk), lassen sich mit dieser Kreislaufwirtschaft einsparen.

Keine Einbußen bei der Qualität der Erzeugnisse

KRAIBURG Relastec verarbeitet auf seinem 160.000 Quadratmeter großen Firmengelände jährlich rund 85.000 Tonnen Gummigranulat. Obwohl die daraus entstehenden Produkte bis zu 90 Prozent Recyclinggummi-Anteil enthalten, entspricht deren Qualität nahezu Produkten aus Neugummi. Dafür sorgt nicht zuletzt ein umfassendes Qualitätsmanagement.

Die Produktpalette von KRAIBURG Relastec umfasst Unterlagen zur Schall- und Schwingungsisolierung im Bau- und Bahnbereich, Fallschutz und Zubehör für Kinderspielplätze und Freizeitanlagen, strapazierfähige Gehwegplatten und Bautenschutzmatten, Anti-Rutsch-Matten zur Ladungssicherung, Sportböden und Elastikschichten, sowie elastische Bodensystemen, die in der Pferdehaltung zum Einsatz kommen.

Zu finden sind die Produkte der Firma aus der Altmark auf Sportplätzen, Freizeitanlagen, in Fußgängerzonen und Einkaufszentren auf der ganzen Welt. Man sieht es den Erzeugnissen nicht an, dass das Material aus denen Sie bestehen bereits einmal in anderen Produkten Verwendung fand.

Mit der breiten Produktpalette aus recycelten Natur- und Kunststoffgranulaten ist das Unternehmen verlässlicher Partner für Architekten, Planer und Systemanbieter in fast allen Teilen der Welt. „Thermisch und mechanisch sind unsere Erzeugnisse ebenso belastbar wie jene aus nicht recycelten Material“, so Geschäftsführer Georg Stockhammer. Auch bei der Qualität gibt es keinerlei Einbußen.

International auf Wachstumskurs

Seit 1991 produziert die KRAIBURG Relastec GmbH im altmärkischen Salzwedel, im Norden Sachsen-Anhalts.  Seither stieg die Zahl ihrer Mitarbeiter von 25 auf derzeit 230. Ebenso wurde die Produktpalette bis heute ständig erweitert. Für die Zukunft sieht sich das Unternehmen nach den Worten von Geschäftsführer Stockhammer gut aufgestellt. So werden alleine in diesem Jahr rund sechs Millionen Euro in den Ausbau der Granulierungsanlage investiert, „denn der Markt fragt immer mehr nach höherwertigeren Produkten“, so Geschäftsführer Stockhammer.

Autor: Uwe Seidenfaden

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