WISSENSWERTE 2014

Spannende Themen und interaktive Formate

Konferenz WISSENSWERTE: Rund 390 Teilnehmer in Magdeburg

Diskussionen, Workshops, Werkstattgespräche, eine Fachausstellung mit 42 Ausstellern, dazu Exkursionen – unter dem Motto „Mehr Praxis, mehr Dialog“ endete am Mittwoch im Maritim Hotel in Magdeburg das Bremer Dialogforum WISSENSWERTE. Rund 390 Teilnehmer informierten und vernetzten sich drei Tage lang während Deutschlands wichtigster Konferenz für Wissenschaftsjournalisten, die erstmals außerhalb von Bremen stattfand.

„Es war ein guter Schritt, nach Magdeburg zu gehen. Der neue Veranstaltungsort hat frischen Wind in die kompakte Veranstaltung gebracht“, sagt Andrea Rohde, Bereichsleiterin Fachmessen der Messe Bremen. „Wir haben uns auch sehr über die perfekte Zusammenarbeit mit dem örtlichen Planungsteam gefreut.“ Auch dessen Chef Dr. Klaus Puchta ist zufrieden: „Für uns war es ein voller Erfolg. Magdeburg konnte sich als Wissenschaftsstandort und als offene und gastfreundliche Stadt präsentieren.“ Die WISSENSWERTE findet nun jedes dritte Jahr an einem anderen Standort statt, 2015 und 2016 wieder in Bremen. Veranstalterin bleibt stets die Messe Bremen.

Die diesjährige WISSENSWERTE bot spannende und aktuelle Themen. Ein Highlight: „Ebola – Berichterstattung zwischen Pandemie und Panikmache“. Interaktiv ging es in dem Workshop „Die besten Apps für Journalisten“ zu. Die Referenten präsentierten Apps, Programme und Add-ons, die den digitalen Alltag erleichtern. Zudem konnten die Teilnehmer selbst Apps vorstellen.

Diskussionen in kleinem Rahmen und Streitgespräche wie „Journalismus und PR – alles nur Kommunikation?“ rundeten eine abwechslungsreiche Konferenz ab. „Es war eine sehr interessante Veranstaltung und ein Aufeinandertreffen zweier Welten, die sich einerseits nicht unverwandt sind, aber in denen doch gleichzeitig zwei verschiedene Gesetzmäßigkeiten herrschen“, lobte einer der prominentesten Referenten, der frühere Chefredakteur von Geo Peter-Matthias Gaede.

Erneut engagierten sich die fünf größten deutschen Wissenschaftsorganisationen für die WISSENSWERTE: Deutsche Forschungsgemeinschaft, Fraunhofer-Gesellschaft, Helmholtz-Gemeinschaft, Leibniz-Gemeinschaft und Max-Planck-Gesellschaft. Zudem wurde die Konferenz vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft, BASF SE, der Volkswagen Stiftung und dem vfa Verband Forschender Arzneimittelhersteller unterstützt. Ideelle Partner waren: Deutscher Journalisten-Verband, Technisch-Literarische Gesellschaft und Verband der Medizin und Wissenschaftsjournalisten.

Die nächste WISSENSWERTE findet von Montag bis Mittwoch, 16.- 18.11.2015, im Kongresszentrum Maritim Hotel in Bremen statt. Für die Programmplanung sind erneut die TU Dortmund und die Wissenschafts-Pressekonferenz verantwortlich.

Mehr Informationen unter www.wissenswerte-bremen.de.


Programm der Konferenz WISSENSWERTE

Hier finden Sie Informationen zum Rahmenprogramm, Exkursionen und zu den Sessions & Referenten der Konferenz WISSENSWERTE 2014 in Magdeburg.

Rahmenprogramm zur WISSENSWERTE

Informationen zum Rahmenprogramm: Rundfahrten, Abendveranstaltung und Wissensabenden finden Sie hier.

Exkursionen der WISSENSWERTE

Die WISSENSWERTE bietet in Magdeburg ein spannendes Exkursionsprogramm an. Als Teilnehmer können Sie kostenlos eine ausgewählte Exkursion buchen. Für Ihre Teilnahme an einer Exkursion ist eine Anmeldung erforderlich. Informationen zur den Exkursionen finden Sie hier.


Willkommen in der Wissenschaftsstadt - Interview Dr. Klaus Puchta

In Magdeburg treffen sich im Herbst rund 500 Wissenschaftsjournalisten: Der erfolgreiche Bremer Kongress "Wissenswerte" zieht für sein erstes Gastspiel überhaupt von der Weser an die Elbe.

Zehn Jahre lang hat die Messe Bremen erfolgreich die "Wissenswerte" veranstaltet, das Dialogforum für Wissenschaftsjournalisten. Der dreitägige Kongress für rund 500 Teilnehmer war stets ausverkauft. Aber immer nur Bremen? Zum ersten Mal gastiert das jährliche Treffen der deutschen Wissenschaftsjournalisten in diesem Jahr auswärts: in Magdeburg.

Dr. Klaus Puchta, Teamleiter Wissenschaft im Büro des Oberbürgermeisters, hat die erfolgreiche Bewerbung um die Austragung der "WISSENSWERTE" vom 24. bis 26. November koordiniert.

Warum hat sich Magdeburg um die Austragung der Wissenswerte 2014 beworben?
Klaus Puchta: Wir möchten uns auf dieser überregionalen Plattform als Wissenschaftsstandort Magdeburg präsentieren. Für uns ist es vor allem eine weitere Chance, Magdeburg den Journalisten und damit einem großen Kreis von Multiplikatoren zu präsentieren.

Hat die Landeshauptstadt das nötig?
Klaus Puchta: Magdeburg ist ein junger, sich sehr dynamisch entwickelnder Wissenschaftsstandort. Wir haben eine junge Universität und eine junge Hochschule mit rund 19000 Studenten und vielen außeruniversitären Wissenschaftseinrichtungen. Aber es ist doch so: Magdeburg ist, wie andere ostdeutsche Städte auch, vielen Journalisten gar nicht bekannt. Meine Erfahrung zeigt aber, dass alle Besucher, die die Stadt einmal kennengelernt haben, überrascht sind, welche lebendige und lebenswerte Großstadt Magdeburg ist. Und welche großartigen Perspektiven es gibt. Auch als Wissenschaftsstandort. Denn hier bewegt sich etwas.

Wie viel Magdeburg und Sachsen-Anhalt steckt denn nun in der Wissenswerte 2014?
Klaus Puchta: Zunächst ist die Messe Bremen weiter der Veranstalter. Für den Inhalt der Vorträge und Workshops, bei denen sich Wissenschaftsjournalisten informieren, vernetzen und austauschen können, zeichnet weiter die TU Dortmund verantwortlich. Die "WISSENSWERTE " vereint drei Säulen: eine Fachkonferenz, eine Ausstellung "WISSENSCAMPUS" und ein Exkursionsprogramm "WISSENSORTE" in die wissenschaftlichen Institute vor Ort. Während der Konferenz werden wir uns gemeinsam mit dem Land Sachsen-Anhalt und den lokalen Wissenschaftseinrichtungen in der Ausstellung präsentieren und auf Wissenschaft aus Magdeburg aufmerksam machen. Und bei den "WISSENSORTEN" hat Magdeburg einiges zu bieten, was die Fachjournalisten begeistern dürfte.

Welche Wissensorte wären das?
Klaus Puchta: Es wird beispielsweise Exkursionen zum Forschungsschwerpunkt Neurowissenschaften geben. Dabei stehen Besuche im Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) und im Leibniz-Institut für Neurobiologie auf dem Programm. Magdeburg hat sich in den vergangenen Jahren zu einem Spitzenstandort der Neurowissenschaften entwickelt, in dem die Institute eng mit der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, dem Universitätsklinikum Magdeburg zusammenarbeiten.

Ein anderer "WISSENSORT" ist der Forschungscampus STIMULATE. Dieser wird gerade unter der Beteiligung von sechs Fakultäten der Universität aufgebaut. Magdeburg soll das deutsche Zentrum für Bildgebende Medizin werden. Hier wollen wir die Forschritte und Forschungen zur minimalinvasiven Medizintechnik zeigen. Interessant dürfte für die Journalisten auch ein Besuch im größten Cloud-Speicher der Telekom sein, der in Magdeburg aufgebaut wird.

Und das Rahmenprogramm?
Klaus Puchta: Die WISSENSWERTE ist eine Tagung für Fachpublikum. Wir bieten keine Show, sondern wollen vor allem inhaltlich als Wissenschaftsstadt überzeugen. Aber wir werden auch Stadtrundfahrten anbieten. Außerdem gibt es einen Abendempfang im Studentenklub "Festung Mark", eine ehemalige preußische Festung. Mitarbeiter der Magdeburger Wissenschaftseinrichtungen sind ebenfalls vor Ort und werden mit den Tagungsteilnehmern ins Gespräch kommen.

Immerhin hat sich Magdeburg als Austragungsort gegen viele prominente Standorte durchgesetzt. Womit konnten Sie punkten?

Klaus Puchta: Vor allem mit idealen Tagungsbedingungen im Kongresshotel Maritim, den exzellenten Angeboten für Exkursionen in die Wissenschaft und der politischen Unterstützung. Außerdem konnten mit unserem gut funktionierenden Netzwerk an Partnern überzeugen. Das Gesamtpaket passte.

Was waren die Kriterien?
Klaus Puchta: Der Katalog ist schon sehr umfangreich. Die Anforderungen reichten von den geeigneten Räumlichkeiten bis zur Festlegung des Tagungsfotografen. Gefordert waren ein Tagungshotel mit den Räumen für die Veranstaltungen, Seminare und Ausstellungen in sehr guter zentraler Lage. Vorweisen konnten wir auch die exzellente, eingespielte Organisationsstruktur: Die Stadt hat sich gemeinsam mit dem Land, der IMG Investitions- und Marketinggesellschaft des Landes, dem Kongressbüro der Magdeburg Marketing, der Kongress und Tourismus GmbH und dem Maritim-Hotel Magdeburg als Veranstaltungsort beworben. Dass das Land hinter der Bewerbung steht, war der Messe Bremen sehr wichtig.

Was verspricht sich die Stadt am Ende von dieser Konferenz?
Klaus Puchta: Wir wollen auf der "WISSENSWERTE" die Bedeutung der Wissenschaft für unsere dynamische Stadtentwicklung zeigen und gute Gastgeber sein. Die knapp 500 Journalisten und Multiplikatoren werden hoffentlich einen positiven Eindruck von unserer Stadt bekommen. Denn wir wollen auch künftig Studenten aus ganz Deutschland an unserer Universität haben und Wissenschaftler aus aller Welt, die in unseren Einrichtungen forschen. Da ist eine Tagung für 500 Wissenschaftsjournalisten doch eine sehr gute Akquise.