Laempe Mössner Sinto GmbH – Förderung genutzt & Energie gespart

Programm für mehr Energieeffizienz gut angelaufen 


Seit März letzten Jahres fördern Energieministerium und Investitionsbank Sachsen-Anhalt (IB) Maßnahmen für eine bessere Energieeffizienz und zur Verringerung von Kohlendioxid-Emissionen (CO2). Insbesondere Unternehmen werden über das Programm „Sachsen-Anhalt ENERGIE“ mit einem Zuschuss bis zu 50 Prozent unterstützt. Energieministerin Prof Dr. Claudia Dalbert unterstreicht: „Weniger Energie verbrauchen - das ist gut für das Klima und für den Geldbeutel. Es eine Aufgabe für uns alle, das Klima zu schützen und den Kohlendioxid-Ausstoß zu verringern, denn die Auswirkungen der Klimakrise sind auch in Sachsen-Anhalt schon zu spüren. Ich freue mich, wenn unsere Unternehmen mit gutem Beispiel voran gehen, ihren Energieverbrauch senken und damit innovative Technologien am Markt etablieren.“ 

Kern der Förderung sind Investitionen zur Energieeinsparung in allen relevanten Unternehmensbereichen, etwa der Ersatz von ineffizienten Anlagen und Aggregaten oder die energetische Optimierung von Prozessen und Systemen. Diese Maßnahmen können durch Investitionen in erneuerbare Energien und Stromspeicher ergänzt werden. „Die Effekte der Finanzhilfen liegen auf der Hand: Die Betriebe verbessern ihre Leistungsbilanz, sparen Kosten, optimieren  Verbräuche und nutzen innovative Technologien. Wer hier eine Vorreiterrolle einnimmt und die Energiezukunft mitdenkt, wird künftig eher am Markt erfolgreich sein, neue Partner und Kunden gewinnen. Deshalb sind die Unternehmen gut beraten alle möglichen Register zu ziehen, die zur Energiewende ein Stück weit beitragen“, betont IB-Geschäftsleiter Henning Schwarz. 

Bis zum Jahr 2021 stehen über 28 Millionen Euro zur Verfügung, die aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gespeist werden. Kleine und mittlere Unternehmen müssen mindestens 10.000 Euro investieren, Großunternehmen werden ab 100.000 Euro gefördert. Wichtig: Mindestens 20 Prozent Energie müssen im Betrieb eingespart werden. Adressaten sind darüber hinaus auch kommunale Eigenbetriebe und Energiedienstleister, die für andere Unternehmen Investitionen zur Energieeinsparung erbringen (Contracting).

Die Umsetzung von „Sachsen-Anhalt ENERGIE“ ist auf einem guten Weg. Bis Ende September wurden insgesamt 95 Bewilligungen über 7,46 Millionen Euro ausgesprochen. In Summe werden mehr als 20 Millionen Euro in Sachsen-Anhalt investiert. Unterm Strich sollen damit bislang rund 22 Millionen Kilowattstunden und 6.600 Tonnen CO2 eingespart werden.
 
Auch die Laempe Mössner Sinto GmbH aus Barleben hat in eine effizientere Laserschneidanlage investiert (Gesamtkosten: 648.000 Euro) und hierfür einen Zuschuss über 162.000 Euro erhalten. Der Komplettanbieter von Produkten und Dienstleistungen rund um die Kernmacherei erhöht damit die Produktivität um 30 Prozent und verbraucht weniger Energie. Jährlich können mehr als 114.900 Kilowattstunden und 68 Tonnen Co2 eingespart werden. Das Unternehmen realisiert neben Maschinen und Anlagen ebenfalls Automatisierungslösungen für die Automobil- und Nutzfahrzeugindustrie, für den Waggonbau oder Schiffbau. Auch in den Industriezweigen der Elektromotoren, Pumpen und Armaturen setzen Hersteller weltweit auf Laempe-Lösungen. 

Hinweis: Unternehmen mit mehr als 250 Beschäftigten müssen seit 2015 ein regelmäßiges Energieaudit durchführen. „Sachsen-Anhalt ENERGIE“ ist ausdrücklich dazu gedacht, die Empfehlungen daraus in die Praxis umzusetzen. Die Landesenergieagentur Sachsen-Anhalt GmbH (LENA) hilft unter anderem bei der Auswahl eines Energieberaters oder vermittelt Austauschmöglichkeiten unter den Unternehmen, die Energieeffizienzprojekte angehen. 

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