Die gläserne Pflanze: Pflanzenkulturhalle des IPK Gatersleben eröffnet

Heute am Montag, den 28. August, wurde die neu errichtete Pflanzenkulturhalle des Leibniz-Instituts für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) in Gatersleben feierlich eröffnet.

Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt, Dr. Reiner Haseloff, die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof. Dr. Johanna Wanka, und der Präsident der Leibniz-Gemeinschaft, Prof. Dr.-Ing.Matthias Kleiner,betontenin ihren Grußworten die Bedeutung dieser weltweit einzigartigen Anlage für den Ausbau von Forschungsinfrastrukturen in Deutschland, Europa und darüber hinaus.Mit der Pflanzenkulturhalle öffnet das IPK eine neue Dimension für die Erforschung von Kulturpflanzen.

Der wissenschaftliche Leiter der Pflanzenphänotypisierungam IPK, Prof. Dr. Thomas Altmann beschreibt dieneue Infrastrukturals "bedeutende Innovation, die es uns erlauben wird, wesentliche wissenschaftliche Beiträge zur Bewältigung gesellschaftlicherZukunftsaufgaben, wie der Ernährungssicherung und Rohstoffversorgung,zu leisten". In der Pflanzenkulturhalle ist die Pflanzenanzucht unter hoch reproduzierbaren und präzise einstellbaren Umweltbedingungen möglich. Mit Hilfe modernster Technologien,dieim Rahmen des BMBF-geförderten Deutschen Pflanzenphänotypiesierungsnetzwerks (DPPN) entwickelt und in der Pflanzenkulturhalle installiertwerden, können vielfältige Eigenschaften und landwirtschaftlich wichtige Merkmale, wie die Produktivität von Kulturpflanzen(z.B. Getreide), unter verschiedenen Umweltbedingungenerfasst und analysiert werden.

Partner des DPPN sind neben dem IPK das Forschungszentrum Jülich (Koordination) sowie das Helmholtz Zentrum München. Durchdie Errichtung dieser Anlage wird eine wichtige Voraussetzung zur Etablierung neuster Untersuchungsverfahren und Konzeptein der grundlagen-und anwendungsorientierten Pflanzenforschung geschaffen. Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff betonte: "Sachsen-Anhalt besitzt eine große Tradition in der Kulturpflanzenforschung. Dafür steht in besonderer Weise das IPK Gatersleben. Der heutige Tag macht deutlich: Auch die Zukunft der Kulturpflanzenforschung wird ganz wesentlich von Sachsen-Anhalt aus gestaltet. Das IPK ist ohne Zweifel ein Botschafter für die exzellente Wissenschaft in unserem Land."

Die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Johanna Wanka, sagte: "Die Pflanzenkulturhalle ist eine Gemeinschaftsanstrengung. Finanziell haben sich das Bundesforschungsministerium, das Land Sachsen-Anhalt und das IPK Gatersleben am Bau der Pflanzenkulturhalle beteiligt. Und es hat sich gelohnt: Die Pflanzenkulturhalle ist ein Leuchtturmprojekt in Europa. Gemeinsam entwickeln wir mit grünen Innovationen den starken Standort Deutschland weiter."Seit jeher ist es ein zentraler Bestandteil der Mission der Leibniz-Gemeinschaft Forschungsinfrastrukturen wie die Pflanzenkulturhalle, aber auch museale und weitere Sammlungen, Großgeräte, Datenbanken oder zentrale Fachbibliotheken zur offenen Nutzung für die Forschung bereitzustellen, betont Leibniz-Präsident Matthias Kleiner.

Die Pflanzenkulturhalle des IPK ist ein beeindruckendes Beispiel für die Stärken der Leibniz-Gemeinschaft in diesem Bereich.Andreas Graner, Geschäftsführender Direktor des IPK sprach in seiner Begrüßung von "einen wichtigen Beitrag zurweiteren Steigerung des wissenschaftlichen und kulturellen Werts der am IPK beheimateten Bundeszentralen exsitu-Genbank für landwirtschaftliche und gartenbauliche Kulturpflanzen, da die Nutzbarkeit der hier für die Zukunft bewahrtenbiologischenVielfaltdurch entsprechende Forschungsarbeiten wesentlich verbessert werden kann. "In Führungen durch das Gebäude, und mittelsfilmischerDarstellungenkonnten sich die geladenen Gäste einen Eindruck von den zukünftigen Abläufen in der Halle machen.

Für den Bau dieses neuen Gebäudes und die bisherige Einrichtung technischer Installationen wurden 7,8 Mio. Euro aufgewendet. Das Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt und das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördern diese Baumaßnahme gemeinsam mit 5,8 Mio. Euro.

Quelle: www.ipk-gatersleben.de

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