Bauhandwerke und Handwerke für gewerblichen Bedarf sind Konjunkturspitzenreiter

Der Vizepräsident der Handwerkskammer Halle, Michael Gipser, zieht eine positive Bilanz der wirtschaftlichen Lage im Handwerk für das zweite Quartal 2017. Unverändert hält die Hochkonjunktur in den Bauhandwerken und den Handwerken für gewerblichen Bedarf an und sorgt für ein Fortdauern der sehr guten Gesamtkonjunktur im Handwerk. Eine Änderung dieses positiven Trends für das Handwerk im Kammerbezirk ist bislang nicht erkennbar. 

Der Geschäftslageindex erreichte im 2. Quartal 2017, wie schon ein Jahr zuvor, einen Wert von +43 und lag damit neun Punkte über dem Vorquartalswert. Die Auftragsreichweiten sanken sowohl in Quartal sowie auch im Vergleich mit dem Vorjahr um rund eine Woche auf im Durchschnitt 6,7 Wochen. Die Betriebsauslastung liegt mit 82 Prozent auf einem sehr hohen Wert, der in den letzten Quartalen kaum Änderungen erfuhr.

Zum 30. Juni des Jahres zählte die Handwerkskammer 14.085 Betriebe, 14 weniger als drei Monate zuvor und 221 (1,5 Prozent) weniger im 2. Quartal des Vorjahres. Die Zahl der Beschäftigten im Handwerk stieg auf 73.000 (Vorjahr: 72.000). 

Schwerpunkt der Konjunkturumfrage war der Start des Ausbildungsjahres. Demnach können viele Handwerksbetriebe trotz Engagements keine geeigneten Lehrlinge für ihren Betrieb finden. Knapp jeder fünfte Betrieb im Kammerbezirk (19Prozent) bildet derzeit aus. Weitere 26 Prozent der Betriebe bildeten früher aus, jetzt aber nicht mehr. 

Vizepräsident Michael Gipser warnt: „Fehlende Auszubildende bedeuten mittel- und langfristig eine Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit der Betriebe. Denn wenn heute Lehrlinge fehlen, gibt es morgen nicht mehr ausreichend potenzielle Betriebsnachfolger. Das Handwerk fordert daher einen gesamtgesellschaftlichen Dialog zur Ausbildung.

Quelle und weitere Informationen: www.hwkhalle.de

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