Sachsen-Anhalt: Powerhouse-Region für globale Unternehmen

IMG Sachsen-Anhalt auf dem Global Expansion Summit 2017 in London

Magdeburg/London. Vom 18. - 20. Juni präsentiert die IMG den Investitionsstandort Sachsen-Anhalt auf dem Global Expansion Summit in London, der weltweit führenden Veranstaltung zur internationalen Expansion grenzüberschreitend tätiger Unternehmen.

„Die schnelle Verfügbarkeit bezahlbarer Flächen, das Tempo bei der Umsetzung von Projekten, aber auch immer mehr auch die Verfügbarkeit freier Kapazitäten in sicheren Rechenzentren und unsere eng vernetzte schnell wachsende IT-Dienstleistungsbranche sowie die hervorragende Lage Sachsen-Anhalts mitten in Deutschland und im Zentrum von Europa, sowie die hochmoderne Infrastruktur sind die Argumente, die in London überzeugen werden“, ist sich die amtierende Geschäftsführerin der Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt (IMG), Bettina Quäschning, sicher. Sachsen-Anhalts Attraktivität als Investitionsstandort in Deutschland bei britischen Unternehmen steigt zusehends. Zwischen 2000 und 2016 sind 14 Investitionen von Unternehmen aus dem Vereinigten Königreich aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) bei ihren Investitionsvorhaben in Sachsen-Anhalt gefördert worden. Das Gesamtinvestitionsvolumen lag bei 165 Millionen Euro. Dadurch wurden rund 1.100 neue Arbeitsplätze geschaffen und über 1.100 Arbeitsplätze gesichert. Beispiel für britische Investitionen in Sachsen-Anhalt ist u.a. die EKF-Diagnostics GmbH in Barleben.

Britische Unternehmen schätzen in Sachsen-Anhalt die optimale Lage mitten in Europa und im Zentrum Deutschlands mit schnellen logistischen Zugängen zu den Wachstumsmärkten in West- und Osteuropa. Mit Straßen von mehr als 11.000 Kilometern Länge, rund 3.100 Kilometern Gleisanlagen, dem zweitgrößten Frachtflughafen Deutschlands in Halle/Leipzig und modernsten Wasserstraßen ist Sachsen-Anhalt schon bestens vernetzt. Dennoch wollen Bund und Land bis 2030 weitere zwei Milliarden Euro investieren, um den europaweit bedeutenden Logistikstandort fit für die Zukunft zu machen. Als bevorzugter Standort für logistische Dienstleistungen verfügt Sachsen-Anhalt über moderne Anbindungen aber auch über wichtige logistische Schnittstellen. Standorte wie Hamburg sind mittelfristig  auf verkehrsübergreifende Logistikketten angewiesen, um die wachsenden interkontinentalen Warenströme in das europäische Hinterland zu transportieren. Hier hat Sachsen-Anhalt in den letzten zwei Jahrzehnten eine leistungsfähige Basis zur Stärkung der Hafenhinterlandfunktion geschaffen. Die wichtigsten Landeshäfen an Mittellandkanal und Elbe bieten für Schwerlast- und Massengütertransporte günstige trimodale Anbindungen. Das Bundesland verfügt über ausreichend erschlossene Flächen an den Verkehrswegen, um den Kapazitätsmangel in den deutschen Seehäfen abzufedern. In wenigen Jahren wird überdies eine neue Güterverkehrsachse im Elbkorridor auf einer bestehenden Schienenstrecke durch den Osten Deutschlands fertiggestellt.

Quäschning: „Das deutsche Bundesland Sachsen-Anhalt bietet als zentraler Produktionsstandort auf den europäischen Festland für internationale Unternehmen hervorragende Voraussetzungen für ihren Geschäftserfolg auf europäischen bzw. internationalen Märkten. Die IMG als Wirtschaftsförderungsagentur des Landes Sachsen-Anhalt berät daher umfassend  zu alternativen Standorten, zu Investitionsvorteilen in Sachsen-Anhalt und ist Ansprechpartner für Fragen rund um den Brexit sowie den Ansiedlungs- bzw. Investitionsprozess für Unternehmen im Land.“

Hintergrund: Sachsen-Anhalt und Großbritannien

2016 war das Vereinigte Königreich das zweitwichtigste Exportland Sachsen-Anhalts. Aus Sachsen-Anhalt wurden Waren im Wert von rund 1,25 Milliarden Euro in das Vereinigte Königreich exportiert. Das entspricht einem Anteil von 8,43 Prozent am Gesamtexport Sachsen-Anhalts. Zu den wichtigsten Warengruppen gehörten dabei Backwaren und andere Getreidezubereitungen sowie Halbzeuge aus Aluminium. Weitere sachsen-anhaltische Produkte, die in größerer Masse nach GB exportiert wurden, waren Kunststoffe und Waren aus Kunststoffen, chemische Vorerzeugnisse, Metallwaren und pharmazeutische Erzeugnisse.

Nach Sachsen-Anhalt aus dem Vereinigten Königreich importiert wurden vor allem Rohstoffe sowie End- und Vorerzeugnisse. Das Vereinigte Königreich war jeweils zweitwichtigster Anbieter von Erdöl/-gas sowie von Farben/Lacken/Kitten. Wichtigste Importgüter waren darüber hinaus pharmazeutische Erzeugnisse, Schrott in Bezug auf Aluminium/-legierungen, Waren aus Kunststoffen und chemische Vorerzeugnisse. Die Importe aus dem Vereinigten Königreich nach Sachsen-Anhalt beliefen sich auf einen Gesamtwert von rund 364 Millionen Euro.

vorheriger Beitragnächster Beitrag