Mit weltweit erfolgreicher Biotech-Expertise wirbt die IMG Sachsen-Anhalt auf der BIO 2017 um neue Mitglieder für die Life-Science Familie im deutschen Bundesland

Quäschning: "Dichte Vernetzung von wissenschaftlichen Kompetenzzentren der grünen, roten und weißen Biotechnologie macht Sachsen-Anhalt zum idealen Biotech-Standort"

Magdeburg/San Diego. Auf der BIO International Convention 2017 Mitte Juni im kalifornischen San Diego sollen die Kompetenzen in Sachsen-Anhalts Life-Science Branche die knapp 16.000 internationalen Experten aus Pharma und Biotechnologie von den Standortvorteilen in Sachsen-Anhalt überzeugen.

„Uns geht es darum, Zuwachs zu finden für die hochspezialisierte Life-Science Familie in Sachsen-Anhalt“, sagt die amtierende Geschäftsführerin der Investitions- und Marketinggesellschaft des deutschen Bundeslandes, Bettina Quäschning. „Sachsen-Anhalt setzt hier auf eine Karte – die dichte Vernetzung von wissenschaftlichen Kompetenzzentren, die Unternehmen aus dem gesamten Spektrum der pharmazeutischen, pflanzenbasierten und industriellen Biotechnologie ideale Voraussetzungen bietet.“

  • Der BioPharmaPark Dessau mit IDT Biologika, einem internationalen Biotechnologie Unternehmen mit fast 100-jähriger Tradition bei der Herstellung von Impfstoffen und Pharmazeutika in Dessau, ist einer dieser Kristallisationspunkte.
  • Das ZENIT Magdeburg mit dem neurowissenschaftlichen Schwerpunkt gilt als weiteres Kompetenzzentrum. In Magdeburg haben ebenfalls Big Player wie Salutas Pharma (Novartis) eine wirtschaftliche Heimat gefunden.
  • Im Labor und auf dem Acker den Hunger zu bekämpfen – darauf liegt der Fokus im „Green Gate Gatersleben® – The Plant Biotech Center“, wo an Lösungen zur Sicherung der Ernährung und für eine nachhaltige Landwirtschaft gearbeitet wird. Der Standort ist traditionell in der Pflanzenforschung verwurzelt. Kern des Biotech-Zentrums ist das Leibnitz Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK), eine der international führenden wissenschaftlichen Einrichtungen auf diesem Gebiet. Unter anderem beheimatet es die Bundeszentrale ex situ-Genbank für landwirtschaftliche und gartenbauliche Kulturpflanzen, die größte Genbank mit Mustern von Kulturpflanzen aus Europa und der ganzen Welt. Im Biotech-Zentrum Gatersleben betreibt unter anderem der Konzern Bayer CropSciene sein Europäisches Weizenzucht-Zentrum.
  • Im „Mitteldeutschen Chemiedreieck“ wird beispielsweise im Fraunhofer Zentrum für Chemisch-Biotechnologische Prozesse (CBP) auf „weiße“, d.h. industrielle Biotechnologie gesetzt. In einem weltweit einmaligen Verfahren will das französische Unternehmen Global Bioenergies hier in einer Anlage im großtechnischen Maßstab Zucker mit Bakterien so reagieren lassen, dass daraus Kohlenwasserstoffe entstehen.
  • In den „Weinberg Campus“ in Halle (Saale), einen der größten Gründer- und Technologieparks in Deutschland, wurden inzwischen mehr als eine Milliarde Euro investiert. Rund 5.000 Mitarbeiter sind aktuell dort beschäftigt. Auch die an der Euronext in Amsterdam gelistete Probiodrug AG forscht hier an einem neuartigen Therapiekonzept für die Behandlung der Alzheimer-Demenz. Die Icon Genetics GmbH in Halle entwickelt neue Biopharmaka und hochwertige Proteinwirkstoffe, indem sie Pflanzen als Produktionswerkzeuge nutzt. Für Schlagzeilen hat das bisher einzige Anti-Ebola-Serum ZMapp aus Tabakpflanzen gesorgt, dass die Pflanzenforscher aus Sachsen-Anhalt entwickelt haben. Auch das Unternehmen Navigo Proteins GmbH (ehemals Scil Proteins) ebenfalls aus Halle (Saale) hat die guten Ansiedlungsvoraussetzungen auf dem Weinbergcampus genutzt. Das Biotechnologie-Unternehmen ist Spezialist und europäischer Marktführer im Bereich der Modifikation von Proteinen, dem „Protein Engineering”.

Bettina Quäschning: „Auf der BIO International Convention 2017 werden wir Sachsen-Anhalt als attraktiven Biotech-Standort für ausländische Investoren präsentieren und mit sofort verfügbaren Flächen und Laborräumen, schnellen Entscheidungen in Verwaltung und Förderung überzeugen.“ Ein wichtiger Standortfaktor für Biotech-Unternehmen in Sachsen-Anhalt ist die eng vernetzte und dichte Forschungslandschaft, so Quäschning weiter. „Zwei Universitäten, drei Fachhochschulen und zehn Forschungseinrichtungen der Max-Planck- und Fraunhofer-Gesellschaft sowie der Leibniz- und Helmholtz-Gemeinschaften konzentrieren sich stark auf die Bereiche Enzym- und Proteinbiotechnologie sowie Neurowissenschaften. Für die akademische Bildung sorgen die Hochschulen und Fachhochschulen des Landes, die zahlreiche Biotechnologie-relevante Bachelor- und Masterstudiengänge anbieten.“ Beispiel ist die Gründung des Center of Life Sciences an der Fachhochschule Anhalt, das verschiedene Zweige der Biotechnologie sowie Pharmatechnik und Ernährungswissenschaften bündelt. Die Hochschule Anhalt bietet als Schwerpunkte zudem Industrielle Biotechnologie, Bioprozesstechnik, Algenbiotechnologie und Wirkstoffentwicklung an.“

vorheriger Beitragnächster Beitrag