Erneuerbare Energien bleiben Job-Motor in Sachsen-Anhalt

„In keinem anderen Bundesland profitiert der Arbeitsmarkt so sehr von den Erneuerbaren Energien wie in Sachsen-Anhalt“, stellt Energieministerin Prof. Dr. Claudia Dalbert fest. Sie präsentierte dem Kabinett in Magdeburg heute Zahlen einer neuen Studie der Gesellschaft für wirtschaftliche Strukturforschung (GWS), die Sachsen-Anhalt gemeinsam mit sieben weiteren Bundesländern in Auftrag gegeben hat. Diese beleuchtet die Entwicklung der Beschäftigtenzahlen in den Jahren 2013 bis 2015 und die wirtschaftlichen Impulse, die sich durch den Ausbau der Erneuerbaren Energien ergeben. „Die Ergebnisse zeigen: wenn wir weiter in Zukunftstechnologien investieren, werden wir nachhaltig Beschäftigung und Wertschöpfung im Land schaffen“, so die Ministerin.

Der Studie zufolge waren im Jahr 2015 in Sachsen-Anhalt insgesamt 23.160 Personen im Bereich Erneuerbare Energien direkt oder indirekt beschäftigt. Relativ betrachtet, stellt dies die höchste Beschäftigungswirkung im Vergleich aller Bundesländer dar. Sachsen-Anhalt nimmt mit deutlichem Abstand vor Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg die Spitzenposition ein.

Allerdings ist die Zahl der Beschäftigten im Bereich der Erneuerbaren Energien gegenüber 2012 leicht rückläufig, was in erster Linie auf den Einbruch der Solarindustrie im Raum Bitterfeld zurückzuführen ist. Trotzdem bleibt dieser Bereich mit über 2.000 Beschäftigten auch weiterhin wichtig.

Mit 13.120 Beschäftigten entfielen auf die Windwirtschaft im Jahr 2015 mehr als die Hälfte der Arbeitsplätze im Bereich Erneuerbare Energien. Sachsen-Anhalt profitiert dabei vor allem von der Anlagenherstellung, insbesondere am Standort Magdeburg mit mehreren tausend Arbeitskräften. Aber auch die über das gesamte Bundesland verteilte Installation sowie die Wartung von Windenergieanlagen war ein Job-Motor.  

Neben den Beschäftigungszahlen sind die Umsätze ein weiterer wichtiger Indikator. Auch hier verzeichnet Sachsen-Anhalt einen Spitzenwert.

Ausbau und der Betrieb von Erneuerbare-Energieanlagen erbrachten einen Impuls in Höhe von 2,3 Milliarden Euro – mehr als 80 % sind auf die Windenergie zurückzuführen.

Im Bereich des Anlagenbetriebs gibt es noch Nachholbedarf. „Ein wichtiger Baustein dafür ist die Stärkung der Bürgerenergie. Mein Haus und die Landesenergieagentur haben zu diesem Thema am Donnerstag, 11. Mai, zu einer Dialogveranstaltung im ‘Forum Gestaltung‘ in Magdeburg eingeladen. Mit den Akteuren im Land sollen Hemmnisse identifiziert und Maßnahmen entwickelt werden, wie wir hier mehr Bürgerenergieprojekte im Bereich Erneuerbare Energien und Energieeffizienz umsetzen können“, so Dalbert.

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