AlgaeCytes erhält Baugenehmigung für Investition am Flugplatz

Startschuss für weltgrößte Algenfabrik in Dessau

Der Oberbürgermeister von Dessau-Roßlau, Dr. Robert Reck, hat dem Unternehmen AlgaeCytes offiziell die Baugenehmigung für eine Algenfabrik übergeben. Bis Ende 2022 soll am Flugplatz Dessau eine entsprechende Anlage entstehen. Nach ihrer Fertigstellung wird die Fabrik die weltweit größte ihrer Art sein. Reck sprach von einem „Meilenstein“ für die Stadt.

Das Grundstück von AlgaeCytes umfasst eine Fläche von 10 Hektar am nördlichen Ende des Flugplatzes. Die Fabrikhalle wird dabei 20 Bioreaktoren zur Algenproduktion Platz bieten. Insgesamt werden dort 50 bis 70 Arbeitsplätze geschaffen. Für den Bau der Anlage investiert das Unternehmen rund 55 Millionen Euro.

Der erste Spatenstich soll dabei noch im Sommer stattfinden. Die Fertigstellung des Gebäudes ist für Dezember geplant, der Start der Produktion für Februar 2023.

Aus den gezüchteten Algen werden verschiedene Substanzen erzeugt, so zum Beispiel Omega-3-Fettsäuren. Diese werden unter anderem als Nahrungsergänzungsmittel, in der Medikamentenherstellung oder in der Kosmetik verwendet. Bisher werden solche Fettsäuren aus Fischen gewonnen, was auch mit zur Überfischung der Meere beiträgt. Die Algenprodukte sind demgegenüber wesentlich nachhaltiger. Die pure Algenmasse kann nach der Extraktion von Fettsäuren und anderen Substanzen als Dünger genutzt werden. Pro Jahr ist die Produktion von 300 Tonnen Algen geplant.

Der Oberbürgermeister der Stadt Dessau-Roßlau, Dr. Robert Reck, äußerte sich sehr zufrieden: „Ich freue mich, dass dieser, auch für unsere Stadt, so wichtige Meilenstein, auf dem Weg zur Green Economy geschafft ist. AlgaeCytes sorgt für eine Impulsinvestition, die weit über die Grenzen der Stadt hinaus wirkt. Es zeigt sich, dass wir in der Region die Kompetenz haben, um solche Projekte umzusetzen.“

Der Geschäftsführer der AlgaeCytes Germany GmbH, Andrew J. Cosentino, freut sich ebenfalls: „We’re looking forward to moving to Dessau. It’s an exciting step for all of us“. Er bedankte sich bei der Stadt für die geleistete Unterstützung bei der Ansiedlung und die schnelle Erteilung der Baugenehmigung. Der Standort Dessau-Roßlau sei wegen seiner zentralen Lage in Europa und der Verbindung zur Hochschule Anhalt mit ihrer Forschungskompetenz sehr attraktiv. Nach einer Pilotanlage in Kent (England) baut das Unternehmen hier seine erste große Algenfabrik auf.

Quelle: verwaltung.dessau-rosslau.de

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