Das amerikanische Chemieunternehmen Puralube will weiter in seinen Standort im sachsen-anhaltischen Zeitz investieren. Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) sprach bei einem Besuch des Verwaltungshauptsitzes von Puralube in Wayne bei Philadelphia mit Unternehmensvertretern über zwei neue Projekte mit einer Investitionssumme von etwa 130 Millionen Euro.
Geplant sei in Zeitz eine dritte Raffinerieanlage in Verbindung mit mehr Forschung und Entwicklung, sagte Haseloff. In die veränderte Technologie sollten bis 2014 etwa 50 Millionen Euro investiert werden. Es könnten 30 neue Arbeitsplätze entstehen. Haseloff erklärte: "Das ist eine gute Investition für den Industriepark Zeitz".
Zudem wolle Puralube ein Kohlekraftwerk zur Eigenversorgung errichten, was wiederum mit dem Umfeld der Anlage laut Haseloff 150 weitere Arbeitsplätze bedeuten könnte und bis 2015 zu realisieren wäre.
Der Geschäftsführer der Puralube Inc., Jürgen Kremer, verwies auf die Standortvorteile in Zeitz. Es gebe dort viele Ressourcen. Zudem baut das Unternehmen auch weiterhin auf die Unterstützung des Landes. Puralube produziert Grundstoffe für die Schmierölindustrie aus Gebrauchtölen, aus denen wieder Motorenöle hergestellt werden können.
Eine erste Raffinerieanlage zur Aufarbeitung von Gebrauchtölen sollte ursprünglich in Pennsylvania entstehen, stieß aber bei der Industrie dort auf wenig Interesse. Schließlich entschied sich das Unternehmen für den Standort in Zeitz. Dort werden mittlerweile zwei Altölraffinerien betrieben. In Zeitz sind bei Puralube rund 100 Mitarbeiter beschäftigt.
Dass Puralube nach Zeitz zog, ist auch einem bekannten deutschen Top-Manager zu verdanken: Heinz Schimmelbusch. Der einst gefeierte Manager geriet mit der Frankfurter Metallgesellschaft in den 90er Jahren ins Zwielicht. Danach ging er in die USA und baute neue Unternehmen auf - dabei stieg er unter anderem auch bei Puralube ein. Sein neues Firmen-Konglomerat sitzt in Wayne. Bei der Eröffnung der zweiten Anlage 2008 war Schimmelbusch voll des Lobes für den Zeitzer Standort.
Quelle: MZ
Der Magdeburger Förderanlagenspezialist FAM ist eines der Unternehmen aus dem Land, das in China bereits Fuß gefasst hat. FAM verkauft etwa 85 Prozent seiner Produkte ins Ausland. Weltweit hat der exportstarke Betrieb, der beispielsweise Kohlekraftwerke oder Hafenanlagen ausrüstet, 12 Tochterunternehmen, seit 2009 auch in China. Deren Geschäftsführer, Dr. Jianguo Hong, spricht von einer rasanten Entwicklung des China-Geschäfts, die sich fortsetzen werde.
Dr. Jianguo Hong hat FAM Förderanlagen Magdeburg eine zweite Bedeutung gegeben. Er schuf eine Botschaft, die in China gut ankommt: „FAM - Flexibility And More“. In Asien schätzt man deutsche Tugenden – Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Disziplin. Aber wer erfolgreich sein möchte im „Reich der Mitte“, muss auch flexibel sein, schnell reagieren, spezielle Kundenwünsche berücksichtigen können, meint Dr. Hong. „Wir zäumen das Pferd nicht von hinten auf“, erklärt er. Erst wenn Erfolge am Markt erkennbar sind und ein Projekt akquiriert wurde, wird entschieden, ob FAM ein Tochterunternehmen gründet, eine Repräsentanz eröffnet oder eine Kooperation eingeht. So war es in Kanada, Chile oder Russland. Genauso hat der heutige Geschäftsführer von FAM China das China-Geschäft der Firma aufgebaut: „Das Risiko muss kalkulierbar sein, ein schrittweises moderates Wachsen ist wichtig.“
Vor sechs Jahren eröffnete der Förderanlagenspezialist ein Büro in China, drei Jahre später wurde in Peking die „FAM Material Handling Technology Co. Ltd.“ gegründet. „Eine Aufbauphase verlangt überall auf den Märkten hundertprozentigen Einsatz“, sagt Dr. Hong. „China war für FAM damals ein unbeschriebenes Blatt.“ Der Sprung auf den Markt gelang im Doppelpack.
Zwei FAM Produkte, die Kompaktkugelmühle und die Hammermühle, schafften den Durchbruch. In Kohlekraftwerken machte sich das sachsen-anhaltinische Unternehmen damit einen guten Namen. „Viel Kraft und Mühe“, hätten sie in die beiden Produkte investiert, sagt Dr. Hong. Es hat sich gelohnt: FAM verkaufte inzwischen in China große Förderanlagen für den Tagebau und für Schüttgutlagerplätze. Das Land ist jedoch nicht nur ein Absatzmarkt. „Wir kaufen in China auch Ausrüstungen ein“, erklärt der Geschäftsführer, der bis zu zehn Mal im Jahr zwischen beiden Ländern pendelt.
Für fördertechnische Anlagen, die nach China exportiert werden, liefert das sachsen-anhaltinische Unternehmen die funktionsbestimmenden Maschinen und Geräte. Stahlbaukonstruktionen werden jedoch vor Ort gefertigt. Damit verbinden sich zwei Vorteile, sagt Dr. Hong. Ein aufwändiger, kostspieliger Transport der riesigen Stahlträger entfällt, und chinesische Firmen werden in den Prozess einbezogen. „Die Zusammenarbeit sichert uns eine große Akzeptanz auf dem Markt“, weiß der Geschäftsführer.
Deutsche Produkte genießen ein großes Vertrauen in China, sagt Dr. Hong. „Wir verkaufen Anlagen und Maschinen in China, die wiederum für Endkunden in anderen Ländern bestimmt sind.“ So entsteht eine Eigendynamik, die bei FAM dazu führte, dass sich die chinesische Tochter erfolgreich etabliert hat. Elf Mitarbeiter sind inzwischen dort beschäftigt, die Aufträge machen häufig keinen Umweg über den Stammsitz in Magdeburg, sondern kommen direkt ins chinesische Unternehmen. Vor allem in den zurückliegenden drei Jahren hat sich das Geschäft in China rasant entwickelt, meint Dr. Jianguo Hong. Der 49-jährige studierte Kraftwerk-Techniker, dessen Vorname wörtlich übersetzt „der das Land aufbaut“ bedeutet, träumte einst davon, in einer Firma zu arbeiten, in der Pionierarbeit erwünscht ist. „Ich wollte den Prozess der Entwicklung miterleben“, sagt er.
Für Dr. Hong, der in China und Deutschland studiert hat, sind beide Länder miteinander verknüpft. „China ist meine Heimat, Deutschland mein Zuhause“, sagt er. Das soll auch so bleiben. „China“, sagt er, „wird in den nächsten Jahren als wichtiger Markt eine noch größere Rolle spielen.“ Und noch etwas beobachtet er: „Viele chinesische Firmen wollen in Deutschland investieren. Wer künftig auf der Welt wirtschaftlich mitmischen möchte, sollte das im Blick behalten.“
Das Softwarehaus unterhält in Salzwedel ein Entwicklungszentrum und ein Support-Center. In beiden Bereichen soll die Beschäftigtenzahl von derzeit insgesamt 60 Personen weiter erhöht werden. ADDISON zählt zu den 20 größten Softwarehäusern in Deutschland und ist Teil von Wolters Kluwer, einem der weltweit größten Wissens- und Informationsdienstleister mit einem Umsatz von 3,4 Mrd. Euro und rund 19.000 Mitarbeitern in über 40 Ländern (an der Amsterdamer Börse gelistet).
Seit zehn Jahren ist ADDISON am Standort Salzwedel präsent. Schwerpunkte der Aktivitäten sind Softwareentwicklung und Support für die Produktlinie AKTE, eine führende Softwarelösung für Steuerberater, die in rund 2.500 Kanzleien in Deutschland im Einsatz ist. Die AKTE-Software deckt das gesamte in einer Steuerkanzlei geforderte Anwendungsspektrum ab - vom Kanzleimanagement über Finanzbuchhaltung, Jahresabschluss, Steuererklärungen und Lohnabrechnung bis zu Auswertungen und Datenanalysen. Hauptaufgabe des Entwicklungszentrums ist die Wartung und Weiterentwicklung der AKTE-Software. Darüber hinaus sind die Salzwedeler Softwareexperten an der Entwicklung des ADDISON Online-Portals beteiligt. Dabei handelt es sich um eine so genannte Cloud-Lösung. Bei diesem innovativen Softwarekonzept nutzen die Anwender Programme und Daten, die im Internet - in der Cloud (Wolke) - gespeichert sind. Gerade für die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Nutzergruppen bieten sich dadurch erhebliche Vorteile. Mit dem ADDISON Online-Portal wird für alle Produktlinien eine neue Online-Plattform im Internet zur Verfügung gestellt, über die Steuerberater, ihre Mandanten, mittelständische Unternehmen, Behörden und Institutionen effizient und sicher kommunizieren und zusammenarbeiten können.
Von Salzwedel aus wird zentral der Support für alle AKTE-Anwender geleistet. Innerhalb der ADDISON-Gruppe nimmt das Salzwedeler Support-Center eine Vorbildrolle bei der Umsetzung eines modernen Support-Konzepts für die gesamte Unternehmensgruppe ein. Durch den zentralen Support wird sichergestellt, dass Support-Anfragen schnell bearbeitet werden sowie die Erreichbarkeit und die Qualität der Hotline auf gleichmäßig hohem Niveau sind. Der Informationsaustausch zwischen den Support-Mitarbeitern erfolgt schnell und direkt, Spitzenbelastungen können gut aufgefangen werden und an zentraler Stelle steht Spezialkompetenz für sämtliche Themenbereiche unmittelbar zur Verfügung. Aufgrund der exzellenten Erfahrungen mit dem zentralen Support für die AKTE-Lösung in Salzwedel wurde damit begonnen, dieses Konzept auf eine weitere Produktlinie zu übertragen.
Die Erfolgsgeschichte von ADDISON in Salzwedel, die Anfang des Jahres 2002 mit dem Umzug in den Altmarkkreis begann, wird fortgeschrieben. Kürzlich wurde der Mietvertrag für das Gebäude in der Goethestraße um weitere fünf Jahre verlängert. Mit dem Standort sind wir sehr zufrieden, erklärt ADDISON-CEO Ralf Gärtner. Softwareentwicklung und Support erfordern eine enge Kooperation zwischen Experten, die dann die besten Erfolge bringt, wenn das Team langfristig zusammenarbeitet. Wir sind stolz darauf, dass zahlreiche Mitarbeiter bereits über zehn Jahre dabei sind. Dieses eingespielte Team von Softwarespezialisten wollen wir weiter ausbauen, sowohl in der Softwareentwicklung als auch im Support. Der Standort Salzwedel ist für uns ein fester Bestandteil unserer langfristigen Strategie, die auf Wachstum zielt.
Quelle: ddp
Am Donnerstag, dem 31. Mai 2012 findet von 9 bis 15 Uhr eine Fachtagung zum Thema „Leichtbau“ im Technikmuseum Hugo Junkers in Dessau statt.
Organisiert wird die Veranstaltung vom Bezirksverband des Deutschen Verbandes Schweißtechnik Anhalt und der Hochschule Anhalt.
Das Thema „Leichtbau – Gestalten, Fertigen und Prüfen“ ist aus der heutigen Zeit kaum noch wegzudenken und gewinnt aufgrund der immer knapper werdenden Ressourcen zunehmend an Bedeutung. Beim stetigen Streben nach leichteren und vor allem auch kostengünstigeren Baustrukturen gibt uns die Natur Vorbilder von Leichtbauprinzipien. Doch ist es wirklich so einfach in der Natur vorkommende Leichtbaustrukturen zu erkennen und in die Technik zu übernehmen? Die Tagung beschäftigt sich mit der Gestaltung und den Fertigungstechniken des Leichtbaus. Im Vordergrund stehen dabei die Gestaltung von Verbindungen und neue Fügeprozesse.
In der Rubrik „Gestalten“ hält der bekannte Wissenschaftler und Umweltpreisträger, Prof. Dr. Claus Mattheck, den Plenarvortrag zum Thema „Denkwerkzeuge der Natur“. Er geht näher darauf ein, was aus Gestaltungsbeispielen der Natur z. B. der Astverbindung am Baum gelernt werden kann, um leicht und effizient zu konstruieren. Ein ähnliches Thema behandelt ein Vortrag zu bionisch inspirierten Gestaltungen von verzweigten dünnwandigen Hohlstrukturen.
Weitere Beiträge befassen sich mit praxisorientierten neuen Verfahren zur Herstellung von Bauteilen für den Leichtbau. Prof. Kurt Koppe vom Fachbereich Elektrotechnik, Maschinenbau und Wirtschaftsingenieurwesen der Hochschule Anhalt stellt die Entwicklung eines neuen Umformverfahrens mittels induktiver Erwärmung an Alu- Profilen vor. Prof. Holger Gruss, Hochschule Anhalt, zeigt die Anwendung von Laserschweißungen im Flugzeugbau. Alu-Rumpfstrukturen und für das Punktschweißen von hochfesten Feinblechen stellt der VDI-Preisträger Kaars, M.Eng. eine neue Schweißzange vor. Prof. Heiko Rudolf, Hochschule Anhalt, berichtet über das Schweißen von Leichtbausystemen. Letztendlich beschäftigt sich Prof. Jürgen Pohl mit einem Beitrag zur Prüfung von Leichtbaustrukturen.
Interessenten bitte bis zum 20. Mai 2012 unter 0340/ 54123-70 anmelden. Weitere Informationen hier.
Kontakt: Eileen Klötzer Hochschule Anhalt Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Telefon: +49 (0) 3496 67 1010 E-Mail: presse@hs-anhalt.de Internet: www.hs-anhalt.de
Die Calyxo GmbH bescheinigt das enorme Leistungspotenzial von den auf CdTe basierenden Photovoltaik-Modulen durch die kostengünstige atmosphärische Beschichtungs-Technologie. „Dieses Ergebnis zeigt das Leistungsvermögen von Calyxo´s heißer und schneller CdTe Beschichtung. Basierend auf diesem Erfolg, sind wir zuversichtlich einen Zell-Wirkungsgrad von 17%-18% und einen Top-Modul-Wirkungsgrad von 14%-15% noch in diesem Jahr zu realisieren.“, so Michael Bauer, Calyxo CTO.
Die Calyxo GmbH betreibt derzeit eine 25 MWp Produktionslinie mit über 150 Mitarbeitern an der Produktionsstätte selbst, welche seit 2009 in Bitterfeld/Wolfen-Thalheim, auch als Solar Valley in Sachsen-Anhalt, ihren Standort hat. Die Calyxo GmbH gehört vollständig zu dem ursprünglichen Technologieanbieter Solar Fields, LLC, Toledo, Ohio, U.S.A.
Weitere Informationen finden Sie hier.
Es sind vor allem die Qualität und Besonderheiten der DIGITTRADE-Produkte, die den neuen Distributionspartner überzeugt haben: Die breite Palette deckt mit Speicherlösungen für Privat-Anwender über Sicherheitsfestplatten für gehobene Ansprüche bis hin zu höchsten Sicherheitsbedürfnissen von Behörden alle Anforderungen an den sicheren, mobilen Datentransport ab. Dabei sind es die Sicherheitskriterien Verschlüsselung, Zugriffskontrolle und Speicherort des kryptografischen Schlüssels, die für jeden Sicherheitsanspruch optimal miteinander kombiniert werden.
"DIGITTRADE hat uns zuletzt vor allem mit seinen innovativen Hochsicherheitsfestplatten beeindruckt, die nach den Sicherheitsanforderungen des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik entwickelt wurden. Schließlich wurde dem Unternehmen der diesjährige IT-Innovationspreis der Initiative Mittelstand für die High Security-Festplatte HS256S vollkommen zu Recht verliehen", lobt Luisito Echave, Product Manager Computer Products / Retail der Rotronic AG. Das Unternehmen ist froh, mit den DIGITTRADE Sicherheitsspeichermedien nun auch auf die gestiegene Nachfrage der Schweizer Kunden nach Datensicherheit auf höchstem Niveau eine Antwort zu haben.
Allen Speichermedien aus dem Hause DIGITTRADE gemein ist eine Hardwareverschlüsselung, die das einfache und sichere Speichern von Daten in Echtzeit für jeden Nutzer – auch ohne Verschlüsselungskenntnisse – ermöglicht. Dafür greifen alle Sicherheitsmedien auf die weltweit als berechnungssicher geltende AES-Verschlüsselung zurück. In Kombination mit der Zugriffskontrolle per RFID-Technologie bei den Festplatten der RFID Security-Serie RS128 und RS256, per Passwort beim USB-Sicherheitsstick USS256 oder gar Zwei-Stufen-Authentifizierung mittels Smartcard und achtstelliger PIN bei den Hochsicherheitsfestplatten HS128, HS256 sowie HS256S werden aus den Speichermedien dann wahre Datentresore.
Mit im Angebot werden die Vertriebsexperten von Rotronic künftig auch die mehr als 150 kreativen Laptophüllen von DIGITTRADE haben. Mit ihren ausgefallenen Designs für die unterschiedlichen Geschmäcker von Retro-Fans, Romantikern, Manga- und Playnimal-Freunden oder Futuristen sind diese nicht nur ultimative Hingucker in Uni, Büro oder auf Reisen, sondern schützen gleichzeitig mit einer Anti-Shock-Polsterung sowie wasserabweisendem Neoprenstoff ihren sensiblen technischen Inhalt vor Kratzern, leichten Stößen und Feuchtigkeit. "Durch die Kooperation mit Rotronic können wir unseren internationalen Absatzmarkt und Bekanntheitsgrad beträchtlich erhöhen. Allein in der Schweiz beliefert Rotronic mit insgesamt 4.500 Händlern den gesamten Retail, eTail und Fachhandel", freut sich Manuela Gimbut, Geschäftsführerin der DIGITTRADE GmbH, über die Zusammenarbeit.
Nicht zuletzt in der hohen Fachkompetenz beider Unternehmen besteht so die Grundlage für zukünftige Erfolge. "Rotronic profitiert beim Vertrieb unserer Produkte von deren besonderen Funktionen und der hohen Qualität. Wir dagegen sehen es als einen großen Vorteil von Rotronic an, dass das Unternehmen sich nicht nur durch sein fachliches Wissen auszeichnet, sondern auch durch die Distributions-Qualität", ergänzt Gimbut.
Über die DIGITTRADE GmbH
Seit 2005 arbeitet die DIGITTRADE GmbH mit Sitz in Holleben/Teutschenthal an der Entwicklung und Produktion moderner elektronischer Artikel. Grundgedanke ist die Herstellung von Computer- und Home-Entertainment-Produkten, die den Anforderungen und Bedürfnissen deutscher und europäischer Kunden entsprechen. Dabei versorgt DIGITTRADE mit einfach zu bedienenden Lösungen alle Kunden und Betriebssysteme. Flexibel programmieren Mitarbeiter tagesaktuell Softwareupdates, testen und optimieren kontinuierlich das Sortiment.
Einen besonderen Teil des Angebots machen mobile verschlüsselte Speicher wie USB-Security-Sticks, RFID-Security- und High-Security-Festplatten, TV und DVB-T-Medien sowie Designer Notebook Sleeves aus. Enge Beziehungen verbindet DIGITTRADE mit dem Grafikkartenhersteller AXLE 3D. Gemeinsam entwickelten sie i-DSS. In Kombination mit dem Arctic Cooling Kühlsystem ermöglicht dieses Programm bei Bedarf eine automatische und kontrollierte Übertaktung moderner Grafikkarten mit nVidia Grafikprozessoren um bis zu 50 Prozent. Ergänzt wird das Portfolio durch "Juzt-Reboot" PCI-Recovery-Karten, die als reine Hardwarelösung für Datensicherung und Systemwiederherstellung sorgen.
Die DIGITTRADE GmbH wurde im März 2012 mit dem Innovationspreis-IT ausgezeichnet.
Die Windenergie sei mit einem Anteil von rund 67 Prozent die dominierende regenerative Energiequelle im Land Auch die Biomasse leistet nach den Worten von Klang mit einem Anteil von 27,4 Prozent einen wichtigen Beitrag zum positiven Ergebnis des Landes. Der Anteil des Solarstroms am Ökostrom lag im Jahr 2010 noch bei 3,4 Prozent. Mit der Erzeugung von 245 Millionen Kilowattstunden im Jahr 2010 wurde jedoch innerhalb eines Jahres ein überdurchschnittlicher Zuwachs von 122 Prozent (gegenüber 2009) erreicht.
Der Staatssekretär zeigte sich davon überzeugt, dass der Regionalplanung beim weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien in Sachsen-Anhalt eine wichtige Rolle zukommt. Mit der Ausweisung von Gebieten zur Windenergienutzung in den Regionalen Entwicklungsplänen seien die landesplanerischen Voraussetzungen für den weiteren Ausbau der Windenergienutzung geschaffen, betonte Klang. „Sachsen-Anhalt hat das bundesweite Ziel, zwei Prozent der Landesfläche für die Windenergienutzung bereitzustellen, bereits erreicht“, fügte er hinzu. Beim weiteren Ausbau der Windenergieleistung werde nun darauf abgezielt, durch den Ersatz von Altanlagen durch moderne leistungsfähigere Windkraftanlagen (Repowering) eine Steigerung der Stromproduktion bei Verringerung der Zahl der Anlagen zu erreichen.
Der Bericht über ausgewählte Ergebnisse der Raumbeobachtung 2008 bis 2010 liefert außerdem Daten über die demografische Entwicklung im Land und beinhaltet eine Dokumentation einzelner Maßnahmen der Landesregierung im Umgang mit den Folgen des demografischen Wandels.
Danach wird die Bevölkerungsentwicklung in Sachsen-Anhalt von einem anhaltenden Rückgang bestimmt. Im Zeitraum von 2008 bis 2010 haben 38.736 mehr Personen das Land verlassen als zugezogen sind und die Zahl der Geborenen lag um 38.973 unter der der Gestorbenen. Der Wanderungssaldo hat sich zuletzt jedoch deutlich verbessert. Hier wird insbesondere die Zuwanderung von Studenten aus den alten Bundesländern sichtbar. Entsprechend der aktuellen Bevölkerungsvorausberechnung wird Sachsen-Anhalt weiterhin an Einwohnern verlieren. Bis 2025 wird von einem Rückgang der Bevölkerung um rund 18 Prozent ausgegangen.
Die Landesregierung Sachsen-Anhalts habe sich bereits frühzeitig diesen Problemen und Anforderungen gestellt, sagte der Staatssekretär. Im Februar 2011 wurde das erstmals 2005 vorgelegte Handlungskonzept „Nachhaltige Bevölkerungspolitik in Sachsen-Anhalt“ in überarbeiteter und aktualisierter Form beschlossen. Der Schwerpunkt des politischen Handelns liegt nunmehr in der Gestaltung des Prozesses durch zukunftsweisende Veränderungen. Dazu gehört der Start des Programms zur „Förderung von Maßnahmen zur Gestaltung des demografischen Wandels“, mit dem seit 2010 kommunale und gesellschaftliche Akteure bei der Entwicklung innovativer Lösungen zur Bewältigung der Folgen des demografischen Wandels finanziell unterstützt werden. Mit der Gründung des Demografie-Beirates und der Demografie-Allianz (im März 2010 bzw. im September 2011) sei der Prozess ganz bewusst auf eine breitere gesellschaftliche Basis gestellt worden, erklärte Klang. „Hieraus ergeben sich vielfältige Möglichkeiten der Mitgestaltung durch die unterschiedlichsten Institutionen“, betonte er.
Zu Ihrer Information:
Einen umfassenden Überblick zu den zahlreichen demografierelevanten Aktivitäten und Initiativen der Landesregierung bieten das Demografie-Portal www.demografie.sachsen-anhalt.de und der seit kurzem erscheinende Newsletter „Demograf“.
„Die Insolvenz der Sovello GmbH ist ein herber Schlag für die rund 1.250 Beschäftigten am Standort Bitterfeld-Wolfen sowie für die gesamte Solarbranche in Sachsen-Anhalt. Wir haben den Sanierungsprozess des Unternehmens in den vergangenen Monaten intensiv begleitet und bedauern die jetzige Entwicklung. In der Insolvenz liegt aber auch die Chance, Sovello neu aufzustellen. Dabei unterstützen wir das Ziel des Unternehmens, das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung durchzuführen, und werden an der jetzt anstehenden Restrukturierung mitwirken.“
Pressemitteilung Sovello:
Solarfirma Sovello will „in Eigenverwaltung“ sanieren
• Geschäftsführung stellt Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens
• Bernd Depping zum vorläufigen Sachwalter bestellt
• Innovation und Marktposition gute Grundlage für Sanierung
Die Geschäftsführung des Solarunternehmens Sovello aus Thalheim in Sachsen-Anhalt hat am Dienstag wegen Zahlungsunfähigkeit einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung beim zuständigen Amtsgericht Dessau gestellt. Das Insolvenzgericht hat Rechtsanwalt Bernd Depping von dnp Depping in Abstimmung mit dem vorläufigen Gläubigerausschuss zum vorläufigen Sachwalter bestellt.
dnp DEPPING sind seit 1995 als Konkurs- und seit 1999 als Insolvenzverwalter tätig. Das erfahrene Team aus Juristen und Ökonomen weist in mehr als 1.000 Verfahren eine überdurchschnittlich hohe Fortführungsquote auf. „Wir haben alternative Szenarien auf ihre Tragfähigkeit hin geprüft, um die Zahlungsfähigkeit unseres Unternehmens wiederherzustellen“, erklärte Dr. Reiner Beutel, Vorsitzender der Geschäftsführung der Sovello GmbH. „Auch wenn unsere Verschuldung gering ist: Wir schätzen die Lage so ein, dass das Unternehmen in dem schwierigen Marktumfeld, das von Förderkürzung,
Überkapazitäten und Preisverfall geprägt ist, mit den Instrumenten der Insolvenzordnung nachhaltig saniert werden kann“, so Beutel weiter.
Die Geschäftsführung wird bei dem Sanierungsprozess von einem Team der international tätigen Wirtschaftskanzlei TaylorWessing unter Leitung von Dr. Matthias Kampshoff beraten. Der Vorsitzende der Geschäftsleitung betonte, man werde konstruktiv mit dem vorläufigen Sachwalter zusammenarbeiten, um alle Optionen einer Sanierung zu wahren. Das Unternehmen erwirtschaftete im vergangenen Geschäftsjahr mit 1.250 Beschäftigten einen Umsatz von rund 200 Mio. Euro. „Je reibungsloser die Geschäfte kurzfristig fortgeführt werden können, desto mehr Chancen haben wir mittel- und langfristig, das Unternehmen zu sanieren“, erläuterte der vorläufige Sachwalter Depping. „Dazu gehört auch, dass wir das Insolvenzgeld für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bis einschließlich Juli 2012 zügig vorfinanzieren und unverzüglich Verbindung mit Lieferanten und Kunden aufnehmen. Nach erstem Augenschein gibt es wegen der technologisch sehr innovativen Produkte und der Marktposition der Sovello GmbH gute Gründe, die Gesellschaft in einem herausfordernden Marktumfeld sanieren zu können“.
Zum siebten Mal laden die Landeshauptstadt Magdeburg und die wissenschaftlichen Einrichtungen der Stadt zur "Langen Nacht der Wissenschaft" ein. Bürgerinnen und Bürger können am ersten Samstag im Juni (02.06.) auf vier Routen auf Entdeckungsreise gehen und spannende Vorträge und viele Aktionen hautnah erleben. Insgesamt 30 Wissenschaftseinrichtungen, technologieorientierte Unternehmen sowie die Universität und die Hochschule öffnen nach dem traditionellen Halbkugelversuch die Türen in die Forschungslandschaft der Region. Damit die Besucher ihre Lieblingsroute gut planen können, wirft das Programmheft einen ersten Blick hinter die Kulissen der Wissenschaftsnacht. Das Programmheft ist kostenfrei in vielen Locations, Bars und öffentlichen Einrichtungen der Landeshauptstadt sowie als Download unter www.wissenschaft.magdeburg.de erhältlich.
Das vielseitige Programm umfasst ein nahezu endloses Themenspektrum für Klein und Groß. Nicht nur Technikbegeisterte, auch Laborfans, Kulturaffine und Naturfreunde werden auf ihre Kosten kommen. Auch zahlreiche Angebote für Kinder und Familien wird es in diesem Jahr geben. Das Programmheft gibt den Besuchern Orientierung zu den über 200 Programmpunkten.
So präsentiert Balletttänzer und Choreograf Alexander Sementshukov eine atemberaubende Tanzperformance im Virtual Development and Training Centre des Fraunhofer IFF. Eigens für diese Vorstellung trägt der Solokünstler einen Hightech-Anzug, der seine Bewegungen auf einen virtuellen Avatar überträgt. Und das Leibniz-Institut für Neurobiologie (LIN) lässt in seinem Flying Circus bunte Taufliegen - sie spielen eine wichtige Rolle in der neurobiologischen Forschung - fliegen. Zur Langen Nacht der Wissenschaft zeigen die Forscher des LIN die Zweiflügler mit ihren bunt leuchtenden Zellen unter dem Mikroskop.
Die Fakultät für Informatik der Otto-von-Guericke-Universität zeigt unter anderem, wie das Klassenzimmer der Zukunft aussieht. Neben dem Einsatz von Notebooks, Tablet-PCs und interaktiven Tafeln wird dargestellt, wie E-Toys im Vorschulalter und interaktive Lernszenarien sowie digitale Lernwerkzeuge für das Abitur aussehen. Die Besucher erfahren zudem, wie digitale Unterrichtsmedien in den verschiedenen Schulformen eingesetzt werden.
Auf dem Campus der Hochschule Magdeburg/Stendal klärt Moderatorin Shary Reeves, bekannt aus der Fernsehsendung "Wissen macht Ah!", rund um das Thema Ernährung und Lebensmittel auf.
Es werden beispielsweise die Fragen beantwortet, warum Würstchen in kochendem Wasser platzen, warum Bananen im Kühlschrank braun werden und warum man es nicht schafft, eine Scheibe ungetoasteten Toast schnell zu essen, getoasteten hingegen schon. Der Fachbereich Ingenieurwissenschaften und Industriedesign der Hochschule zeigt, wie ein Industrieroboter zum Barkeeper umfunktioniert werden kann. Darüber hinaus wird es live den spannenden Konstruktionswettbewerb "Der Brückenschlag zu Magdeburg" geben. Aufgabe ist es dabei, eine Brücke aus nachwachsenden Rohstoffen mit Teilen begrenzter Abmaße zu entwerfen und zu bauen.
Weitere Informationen zum Programm gibt es auf Facebook www.facebook.com/LNDW.Magdeburg
Die Lange Nacht der Wissenschaft
gewährt den Besuchern Einblicke in Wissenschaftsfelder und aktuelle Forschungsthemen, die der Öffentlichkeit gewöhnlich nicht so leicht zugänglich sind. Die Ministerin für Wissenschaft und Wirtschaft des Landes Sachsen-Anhalt Prof. Dr. Birgitta Wolff hat sich bereit erklärt, erneut die Schirmherrschaft für die Wissenschaftsnacht zu übernehmen. Die städtischen Aktivitäten zur Langen Nacht der Wissenschaft werden im Büro des Oberbürgermeisters vom Team Wissenschaft in Zusammenarbeit mit der freshpepper eventplanung und eingebrand. Agentur für Markenkommunikation koordiniert. Unterstützt wird die Lange Nacht der Wissenschaft von der Stadtsparkasse Magdeburg, den Städtischen Werken, den Magdeburger Verkehrsbetrieben und von den ÖSA-Versicherungen.
Pressekontakt
Landeshauptstadt Magdeburg
Büro des Oberbürgermeisters
Janine Lehmann
Tel.: 0391 - 540 2636
Janine.lehmann@ob.magdeburg.de
Mit Hilfe von EU-Fördergeldern wird an den Hochschulen im Land der Einsatz neuer Technologien sowie von Informations- und Wissensmanagementsystemen forciert. In der aktuellen Strukturfondsperiode (2007-2013) sind dafür insgesamt sieben Projekte aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert worden. Eine ausführliche Übersicht über diese Projekte bietet ein jetzt im Auftrag des Ministeriums für Wissenschaft und Wirtschaft herausgegebener Tagungsband. Er gibt einen fundierten Einblick in Zielstellungen, Umsetzungsstrategien und Ergebnisse der geförderten Projekte und spiegelt damit das IT-bezogene Spektrum der EFRE-Förderung im Hochschulbereich wider.
Zu den sieben geförderten Vorhaben gehören unter anderem die Projekte „Single sign-on Smartcard“ der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und „Aufbau eines Online-Supportnetzwerks für Technologietransfer und öffentliche Verwaltung“ der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg.
„Single sign-on Smartcard“
Essen in der Mensa, Bücher ausleihen in der Hochschulbibliothek, einloggen ins Computernetzwerk der Hochschulen – für all das sind an den Hochschulen derzeit in der Regel unterschiedliche Authentifizierungsverfahren im Einsatz. Mit einer so genannten „Single sign-on Smartcard“ ist künftig all das mit nur einer Authentifizierung möglich. Forscher der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg haben dieses Kartensystem entwickelt, mit dem es auch möglich sein wird, sich online auszuweisen und so unter anderem authentifizierte E-Mails zu versenden. Auch biometrische Daten sollen auf der Smartcard gespeichert werden können, um einen Missbrauch der Karte auszuschließen. Das mit EFRE-Mitteln entwickelte System wird derzeit mit Studierenden der Martin-Luther-Universität großflächig erprobt und kann nach erfolgreichem Test künftig vielfältig eingesetzt werden, etwa in Unternehmen.
„Aufbau eines Online-Supportnetzwerks für Technologietransfer und öffentliche Verwaltung“
Der Kunde ist König – das gilt für die Otto-von-Guericke-Universität auch im Internet. Um Anfragen schneller beantworten zu können, hat die Hochschule ein System mit eingebauter Chatfunktion entwickelt. Dadurch ist es möglich, auf der jeweiligen Internetseite schnell und unkompliziert Kontakt zu Experten aufzunehmen. Ein Klick auf den entsprechenden Chat-Button genügt. Dabei kann der Nutzer anhand der Farbe des Buttons erkennen, ob und wenn ja für welches Thema Experten gerade online sind. Ein weiterer Vorteil des Chat – etwa im Vergleich zu Rückfragen am Telefon: Dateien können gleich mit ausgetauscht werden. Angewandt wird dieses System beispielsweise seit einigen Jahren im Forschungsportal Sachsen-Anhalt www.forschung-sachsen-anhalt.de. Diese Anwendung wurde 2009 mit dem europäischen eGovernment-Award ausgezeichnet. Auch hier ist ein Bezug zur Wirtschaft gegeben. So soll die Forschungsdatenbank derart weiterentwickelt werden, dass die dort vorhandenen Informationen auch für Unternehmen leichter zugänglich sind, um die Zusammenarbeit zwischen Forschung und Wirtschaft weiter zu verbessern.
Der Tagungsband ist abrufbar unter http://www.informatik.uni-halle.de/LDVK.
Die durch die Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau (IHK) zusammen mit der Italienischen Handelskammer für Deutschland organisierte Reise führte zur „Plast 2012“, der bedeutendsten europäischen Fachmesse der Kunststoff- und Kautschukindustrie. Die Delegation wurde von Sachsen-Anhalts Ministerin für Wissenschaft und Wirtschaft Prof. Dr. Birgitta Wolff begleitet.
Teilnehmer der Unternehmerreise waren die Deutsche Gumtec AG aus Halle,
Gedack Rohrsysteme GmbH aus Dessau-Roßlau, IFC Composite GmbH aus
Haldensleben, OSC OrganoSpezialChemie GmbH Bitterfeld, Schatz Umwelttechnik GmbH aus Brücken und die VKT Velten Kunststofftechnik GmbH aus Sandau (Elbe). Prof. Dr. Siegfried Köhli, Geschäftsführer des Recycling-
Unternehmens Deutsche Gumtec AG betont: „Die sehr guten Ergebnisse unserer Geschäftskontakte in Mailand haben meine Erwartungen übertroffen.
So haben wir von einem italienischen Partner einen Forschungsauftrag zur Wiederaufbereitung von Polyurethan erhalten. Dabei machen wir Kunststoff-
Verarbeitungsreste, die etwa in Bauschaum und Wärmedämmungen vorkommen, für die Industrie wieder nutzbar. Statt die Stoffe teuer und umweltbelastend zu entsorgen, kann damit in Zukunft sogar Geld verdient werden.“
Im Umfeld der Messe konnten die Firmen mehr als 80 Kooperationsgespräche
mit Geschäftspartnern führen. „Italien hat sich in den letzten Jahren zu einem
der wichtigsten Absatzmärkte für die hiesige Chemie- und Kunststoffindustrie
entwickelt. Im Bereich der Ausfuhren aus Sachsen-Anhalt belegt das Land
Platz drei, bei den Einfuhren rangiert es unter den Top-10“, hebt IHK Geschäftsführerin Birgit Stodtko die Bedeutung des italienischen Handelsplatzes hervor. Um dies zu fördern, kooperiere Sachsen-Anhalt auch im Rahmen des Europäischen Chemienetzwerks ECRN mit den norditalienischen Provinzen Lombardei und Novara.
Zwei Jahre später nahm sie den Flugbetrieb auf. Heute gehört sie zu den Top Fünf der europäischen Frachtflugbranche. Heimatflughafen ist der Airport Leipzig/Halle, an dem u.a. das Land Sachsen-Anhalt und die sachsen-anhaltische Stadt Halle gemeinsam mit dem Freistaat Sachsen sowie den Städten Dresden und Leipzig beteiligt ist.
Das Geschäftsmodell von AeroLogic ist laut Lindenstein weltweit einzigartig. Zwei goße börsennotierte Unternehmen haben sich zusammengetan, um eine gemeinsame, selbstständige Gesellschaft zu bilden.
Das sei auf der einen Seite die Deutsche Lufthansa AG und auf der anderen Seite die Deutsche Post AG. Sie gründeten AeroLogic als Joint Venture und beauftragten ihre Frachtfluggesellschaften Lufthansa Cargo und DHL Express mit der operativen Verantwortung. AeroLogic verfügt über eine eigene Betriebsgenehmigung, eigene Verkehrsrechte und verantwortet den gesamten Flugbetrieb inklusive Flugzeuge, Piloten und Netzwerk.
Die Erwartungen, die an die Neugründung geknüpft waren, erfüllen sich, erklärt Lindenstein. DHL Express und Lufthansa Cargo hätten ihre Kapazitäten erweitern können, ohne eigene Flugzeuge anzuschaffen. Die Maschinen können effektiv ausgenutzt und damit Kosten gesenkt werden.
Die Kommunikationsverantwortliche nennt fünf Säulen, auf denen dieser Erfolg beruht. Das seien neben den beiden starken Anteilseignern und dem einzigartigen Geschäftsmodell die moderne Flugzeugflotte, die schlanke Organisation und die guten Bedingungen auf Deutschlands zweitgrößten Frachtflughafen.
Zur Flotte von AeroLogic gehören acht neue Frachtflugzeuge vom Typ Boeing 777F, die 2009 und 2010 aus dem Werk in Seattle (USA) direkt nach Leipzig geflogen wurden. Jedes der geleasten Flugzeuge kann 106 Tonnen Fracht aufnehmen. Die Reichweite beträgt 9.000 Kilometer. Da die Maschinen nur über zwei Triebwerke verfügen, sei der Kraftstoffverbrauch neben vielen anderen technischen Aspekten auch daher entsprechend geringer, hebt Lindenstein hervor.
AeroLogic fliegt ausschließlich für die beiden Gesellschafter, die zugleich die einzigen Kunden sind. Das Streckennetz der jungen Frachtfluggesellschaft umfasst wöchentlich über 100 Flüge zu 21 Zielen in Europa, im Mittleren Osten, in Asien und Nordamerika. In der Woche fliegt AeroLogic hauptsächlich im Expressnetz der DHL Express in Richtung Asien und am Wochenende im Netzwerk der Lufthansa Cargo in die USA.
Wenn in Hongkong ein Paket bis 17 Uhr aufgegeben werde, sei es bereits am nächsten Morgen in Mitteldeutschland, nennt Lindenstein ein Beispiel für das eingeschlagene Tempo.
Als Beleg für die schlanke Organisation nennt die Pressesprecherin, die zugleich auch Personal-Betreuerin der Piloten ist, dass es neben der Heimatstation keine weiteren Basen gibt, dass einzelne Bereiche ausgelagert wurden und andere wie Marketing und Vertrieb von den Anteilseignern mit betreut werden. So verfügt AeroLogic lediglich über 237 Mitarbeiter. 172 sind Piloten, 65 arbeiten am Boden.
Mit der Heimatbasis Leipzig/Halle ist AeroLogic sehr zufrieden. Neben den sehr guten infrasturkturellen Bedingungen am Flughafen ist darüber hinaus auch die Anbindung an Luft, Straße und Schiene ideal, so Lindenstein. Die gute Winterausstattung des Flughafens sei beispiellos.
Zum vierten Mal innerhalb von fünf Jahren legte Firmengründer und Geschäftsführer Holger Sasse gemeinsam mit seinem Sohn Ronny und Anteilseigner Martin Erfurt einen dieser Grundsteine an der Siemensstraße im Ascherslebener Gewerbegebiet Güstener Straße. Diesmal für ein eigenes Logistikzentrum. "Schließlich müssen die Produkte auch zum Kunden", sagte der geübte Grundsteinleger in die Runde der rund 100 geladenen Gäste.
Mit dem Bau der 9 500 Quadratmeter großen Halle geht die Erfolgsgeschichte des Ascherslebener Herstellers von Holz-Polymer-Werkstoffen in die nächste Phase. Immerhin hat sich Novo Tech innerhalb kürzester Zeit zum europäischen Marktführer bei der Produktion von Holz-Polymer-Terrassendielen, die inzwischen auch weltweit unter dem Namen Megawood-Dielen angeboten werden, gemausert. Rund drei Millionen Euro kostet der Bau des zukünftigen Logistikzentrums. Die Inbetriebnahme ist für Ende Oktober geplant. "Wir werden damit auch das Personal aufstocken. Gebraucht werden Logistikfachleute", erklärte Ronny Sasse am Rande der Grundsteinlegung am Freitag. Wie viele Arbeitsplätze neu entstehen werden, konnte er allerdings noch nicht konkret sagen.
In der Halle werden die Produkte der Firma künftig zwischengelagert, von vier Spezialmaschinen verpackt, anschließend verladen und abtransportiert. Bei einer Tagesproduktion von etwa 100 Tonnen dürften - entsprechend ihrer Größe - zehn bis 20 Transporter pro Tag das Logistikzentrum in Richtung Kundschaft verlassen, rechnete Ronny Sasse vor.
Als Firmenchef Holger Sasse am Freitag nach alter Tradition auch eine stählerne Hülse im Fundament versenkte, befand sich neben diversen Bauunterlagen auch die tagesaktuelle Ausgabe der Mitteldeutschen Zeitung darin.
Übrigens hat man bei der Novo Tech GmbH & Co KG schon einmal für die nächste eventuelle Grundsteinlegung gut vorgesorgt und sich weitere 30 000 Quadratmeter Industriebauland in der Nachbarschaft gesichert.
Quelle: Mitteldeutsche Zeitung
In dem Komplex wird ab Sommer die ThyssenKrupp Uhde GmbH ein Forschungslabor beziehen. Untersucht werden dann Verfahren zur Herstellung von Milch- und Bernsteinsäure aus Biomasse. Die Säuren sind wichtige Basisstoffe zur Produktion etwa von Kunststoffen. Gleich nebenan entsteht für 15 Millionen Euro die dazu passende Pilotanlage. "In der Welt tobt ein Wettrennen. Entscheidend ist, wer als Erster das neue Verfahren für die Großindustrie etablieren kann", sagt Wolfgang Tietz von der Uhde GmbH.
Dafür ziehen die Forscher von Leipzig nach Leuna um. "Für den Standort ist es ein wichtiges Projekt. Die Biotechnologie ist nachhaltig und langfristig bedeutsam", meint Christof Günther, Geschäftsführer der Infra-Leuna GmbH. Betrieben wird das Labor von der BioChem GmbH. Deren Geschäftsführer Rainer Mahn lobt die Zusammenarbeit mit ThyssenKrupp aber auch der Firma Storimpex, die das Gebäude baut. Hier würden Kompetenzen gebündelt, das alleine sei schon wegweisend für die Zukunft. Was Mahn nicht minder schätzt: Die 18 Mitarbeiter, die für den Betrieb benötigt werden, sind alle über die Arbeitsagentur in Merseburg vermittelt und bei der Bildungsakademie Leuna geschult worden. "Sie haben alle unbefristete Arbeitsverträge erhalten, auch das ist nachhaltig", sagt Mahn.
Die Pilotanlage selbst soll jährlich rund 1 000 Tonnen Milch- und Bernsteinsäure produzieren. Dabei setzen die Forscher von Uhde auf neue Verfahren. So wird bei der Milchsäure als Ausgangsstoff zwar auch Zucker verwendet, allerdings bleibt neben der Säure als Abprodukt statt Gips Ammoniumsulfat übrig - Düngemittel. Auch die Bernsteinsäure wird aus Biomasse gewonnen. Bisher setzt die Industrie dafür noch auf Erdöl oder Erdgas - die teurer werden. "In unserem Prozess arbeiten wir mit Partnern in den USA zusammen. Sie liefern uns spezielle Bakterien, die wir zur Produktion der Bernsteinsäure benötigen", sagt Wolfgang Tietz. Nun gehe es darum, mit der Pilotanlage den Nachweis zu erbringen, dass sich das Verfahren im großen Maßstab rentiert - und zuverlässig ist. "Wir stellen 1 000 Tonnen im Jahr her, eine Industrieanlage hat die hundertfache Kapazität."
An Selbstvertrauen mangelt es den Forschern aber nicht. "Nach allem, was ich weiß, sind wir bislang die Besten", meint Tietz.
Quelle: Mitteldeutsche Zeitung
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