Preis des BMVI geht an die TU Berlin
Haseloff: Stärkung des Logistikstandortes Sachsen-Anhalt / Investitionsvolumen 700 Mio. Euro

Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff hat heute in Halle gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Vorstands der Deutsche Bahn AG, Dr. Rüdiger Grube, den offiziellen Startschuss für den Umbau des Bahnknotens Halle gegeben.

„2017 spielt Halle in der Champions League der europäischen Logistikstandorte. Für den Schienengüterverkehr sind wir dann eine Top-Adresse“, betonte Haseloff. „Eine starke und leistungsfähige Wirtschaft gibt es nur dort, wo es auch eine starke und leistungsfähige Infrastruktur gibt. Deshalb investieren wir in Sachsen- Anhalt weiter in den Ausbau unserer Infrastruktur“, so der Ministerpräsident. Das Land sei schon heute ein Logistikstandort mit Zukunft.

Im Bereich des Personenverkehrs trage der Ausbau des Bahnknotens Halle zu einer besseren Verknüpfung von Nah- und Fernverkehr bei. So werde es mit der Fertigstellung des Bahnknotens auch eine direkte S-Bahn-Verbindung von Halle-Nietleben über Halle-Hauptbahnhof bis Leipzig geben. Um auch künftig einen attraktiven Schienenverkehr gewährleisten zu können, forderte Haseloff vom Bund mindestens eine Verstetigung der sogenannten Regionalisierungsmittel.

Der Bahnknoten Halle wird bis Ende 2017 umfassend umgebaut. Mit dem Bau des neuen Güterbahnhofes wird die Stadt zentraler Knoten für den Schienen-Güterverkehr in Mitteldeutschland. Zu den Umbauten gehören auch ein neues elektronisches Stellwerk und ein veränderter Gleisplan am Hauptbahnhof von Halle. Im Rahmen des Verkehrsprojektes Deutsche Einheit Nr. 8 wird die Saalestadt zudem an die schnellen Fernverbindungen angebunden, die von Berlin über Halle und Erfurt in den Süden Deutschlands führen. Das Investitionsvolumen liegt bei rund 700 Mio. Euro.

Die Otto Group investiert einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag in den Ausbau ihres zentralen Lagerlogistik-Standortes in Haldensleben (Landkreis Börde). Betreiber des Versandzentrums ist die Hermes Fulfilment GmbH, ein Unternehmen der Otto Group, das im Zuge der Erweiterung zahlreiche neue Arbeitsplätze schaffen wird. Hermes Fulfilment wickelt in Haldensleben den Distanzhandel der Otto Group und zahlreicher externer Kunden logistisch ab. Das Unternehmen beschäftigt am Standort derzeit rund 3.000 Mitarbeiter und ist damit einer der größten Arbeitgeber in Sachsen-Anhalt.

Details zum neuen Investitionsvorhaben, das vom Land gefördert wird, erfahren Sie während eines Pressegesprächs. Dazu und zu einem Unternehmensrundgang sind Sie herzlich eigeladen am

Montag, 1. September 2014, 14 Uhr,

Hermes Fulfilment GmbH, Versandzentrum,

Hamburger Straße 1, 39340 Haldensleben.

 

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Die Personen- und Güterverkehre werden in den Jahren 2014 und 2015 deutlich ansteigen. Dies geht aus der aktuellen Kurzfristprognose hervor, die das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) regelmäßig erarbeiten lässt.

Die Zuwächse im Verkehrsbereich betreffen dabei sämtliche Verkehrsträger. Im Folgenden die Zahlen zum Verkehrsaufkommen:

Die Transportnachfrage im Güterverkehr profitiert dabei von der positiven gesamtwirtschaftlichen Entwicklung im Binnen- und im grenzüberschreitenden Verkehr. Das Güterverkehrsaufkommen (Tonnen) steigt 2014 um 3,5 %, im Folgejahr um weitere 2,6%. Das Aufkommen im Straßengüterverkehr wächst 2014 um knapp 4,0 %, 2015 um weitere 2,7 %. Der Eisenbahngüterverkehr erlebt 2014 eine Zunahme von 2,4%, für 2015 von 2,7%. Die Luftfracht wächst 2014 um 1,8 %. 2015 ist mit einem Zuwachs von 2,0 % zu rechnen.

Personenverkehr: Das Aufkommen im Pkw-Verkehr (Personen) nimmt 2014 um 1,4% zu, 2015 um weitere rund 1%. Dies liegt u.a. an den steigenden Einkommen der Bevölkerung und dem wachsenden Pkw-Bestand. Der Bahnverkehr wird 2014 ein Plus von 1,6 % erzielen, 2015 ein Wachstum von 2,0 %. Der Luftverkehr wird 2014 mit 2,4 % zunehmen, im Jahr 2015 wird  ein Wachstum von 3,0 % erwartet.

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt: „Mobilität fördert Wachstum, Wohlstand und Arbeitsplätze. Unsere Kurzfristprognose zeigt ein deutliches Verkehrswachstum für 2014 und 2015. Wir werden daher weiter kräftig in Modernisierung und Ausbau unserer Infrastruktur investieren. Dafür habe ich einen Investitionshochlauf eingeleitet: 5 Milliarden Euro zusätzlich in dieser Legislaturperiode, Stärkung der Nutzerfinanzierung, eine neue Staffel von ÖPP-Projekten. Hinzu kommen klare Prioritäten, etwa zur Modernisierung der Brücken. Im Jahr 2017 erreichen wir dadurch ein Rekord-Investitionsniveau von rund 12 Milliarden Euro.“

Die Prognose basiert auf den sozio-ökonomischen Daten der Frühjahrsprojektion 2014 der Bundesregierung. Für die deutsche Wirtschaft wird dabei von einer Steigerung des BIP von 1,8 % im Jahr 2014 und 2,0 % im Jahr 2015 ausgegangen.

Die gesamte Studie ist im Internet unter www.bmvi.de veröffentlicht.

Cluster IT Mitteldeutschland e. V. sieht durch „Digitale Agenda“ der Bundesregierung Potenziale für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Im Zeitalter der Digitalisierung und weltweiten Vernetzung werden Alltagsprozesse komplett neu gestaltet. Dem trägt die Bundesregierung mit ihrem Programm „Digitale Agenda“ Rechnung, das heute vorgestellt und im Kabinett verabschiedet werden soll. Der Cluster IT-Mitteldeutschland e. V., Branchennetzwerk der IT-Wirtschaft in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, begrüßt dieses Vorgehen ausdrücklich und sieht hierdurch zahlreiche Potenziale für die mitteldeutsche Region.

André Soudah, Geschäftsführer des Cluster IT Mitteldeutschland e. V.: „Aus unserer Sicht wird es höchste Zeit, dass es auch auf Ebene der Bundesregierung eine digitale Agenda gibt. Die Digitalisierung unserer Lebenswelt ist tiefgreifend und verdient entsprechend Aufmerksamkeit. Denn nur durch die entsprechende Berücksichtigung im politischen Prozess lassen sich die Strukturen schaffen, die eine moderne IT-Landschaft braucht. Das gilt insbesondere für den Breitbandausbau. Da haben wir in Mitteldeutschland gerade im ländlichen Raum nach wie vor eine deutliche Erweiterung nötig. Durch die ‚Digitale Agenda‘ der Bundesregierung erhoffen wir uns hierfür wichtige Impulse. Schließlich ist vor allem für die regionale Wirtschaft eine moderne, effiziente IT-Infrastruktur entscheidend, um im internationalen Wettbewerb mithalten zu können.“

Dass dem Thema IT-Sicherheit durch die „Digitale Agenda“ ein größerer Stellenwert eingeräumt werden soll, entspricht ebenfalls einem Kernanliegen des Cluster IT Mitteldeutschland e. V. „Hier sehen wir noch viele Baustellen“, formuliert es Soudah anschaulich, „Um die IT-Sicherheit, insbesondere in der hiesigen Wirtschaft zu erhöhen,  sind aus unserer Sicht folgende Punkte entscheidend: die Sensibilität und die Wahrnehmung für das Thema in der Öffentlichkeit zu erhöhen, die Einführung von Maßnahmen in Unternehmen zu fördern sowie die Schulung von Mitarbeitern zu unterstützen. Dazu können Bund und auch Länder aus unserer Sicht entscheidend beitragen.“

Insofern begrüßt der Cluster IT Mitteldeutschland weiterhin grundsätzlich den neuen Entwurf des geplanten IT-Sicherheitsgesetzes, das den Rahmen für die Umsetzung von IT-Sicherheit in Deutschland bilden soll. Das mitteldeutsche Branchennetzwerk hält die Festlegung für Mindeststandards und Meldepflichten für so genannte „Kritische Infrastrukturen“ für sinnvoll. Zugleich fordert es jedoch, Unternehmen, die zur Einhaltung dieser Standards verpflichtet werden, bei der Umsetzung aktiv zu unterstützen und für diese den damit verbundenen Aufwand bestmöglich zu minimieren.

Des Weiteren begrüßt der Cluster IT Mitteldeutschland, dass durch die „Digitale Agenda“ die „Junge IT“ verstärkt Aufmerksamkeit erfährt. Durch die geplante Unterstützung von Nachwuchsunternehmen und Start Ups in der IT-Branche kann vor allem Mitteldeutschland profitieren. So gibt es laut Soudah gerade hier in der Region zahlreiche junge Unternehmen, die mit ihren frischen, innovativen Ideen wesentlich zu einer zukunftsträchtigen, weltweit konkurrenzfähigen IT-Landschaft beitragen.

„F&E Förderrichtlinien sowie Gründungsunterstützungen müssen sich gezielt an Unternehmen im IT-Umfeld wenden. Wir brauchen Steueranreize, damit ausländisches Risikokapital auch in deutsche IT Start-ups fließt, ebenso wie ein eigenes Börsensegment für diese Unternehmen“, so der Geschäftsführer des Cluster IT Mitteldeutschland.

Zusammenfassend betont Soudah: Als Branchennetzwerk erwartet man von der Bundesregierung – aufbauend auf den allgemeinen Aussagen – nun konkrete, bald folgende Umsetzungen der selbstgesteckten Ziele.

Existenzgründer können künftig das „Gründerzimmer“ der Industrie- und Handelskammer Halle- Dessau (IHK) nutzen. Es steht für Gründer und an einer Selbstständigkeit Interessierte offen. Diese können sich über ihr Vorhaben dort umfassend informieren. Dafür stehen über 3.000 neue Trends und Geschäftsideen in gedruckter Form und Online zur Verfügung. Auch die Existenzgründerberater der IHK stehen bei allen Fragen beratend zur Seite. Ein umfangreicher Kontaktpool zu Gleichgesinnten sowie zu Institutionen und Verbänden runden den neuen Service ab.

Neben aktuellen Trends und Entwicklungen in den unterschiedlichsten Branchen kann man hier auch erfahren, welche neuen lukrativen Geschäftsideen es weltweit gibt. „All diese Möglichkeiten können natürlich auch von bestehenden Unternehmen genutzt werden, um ihre Produkt- und Dienstleistungsangebote zu erweitern oder aber auch Tipps zu neuen Zukunfts-Trends zu bekommen. Diese Dienstleistungen werden kostenfrei angeboten“, so Antje Bauer, Geschäftsführerin der IHK Halle-Dessau.

Interessierte können den neuen Service der IHK immer montags, mittwochs und freitags von 8.00 bis 16.00 Uhr sowie dienstags und donnerstags von 8.00 bis 18.00 Uhr in der Franckestraße 5 in Halle (Saale) nutzen.

Foto: IHK Halle-Dessau

Medienkontakt: IHK Halle-Dessau, Dr. Christof Altmann, Pressesprecher, Tel. 0345 2126-280, 0162 2303661, E-Mail: caltmann@halle.ihk.de

 

Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff setzt seine Innovationstour im Lande fort und besucht Donnerstag, 7. August 2014, das Institut für Mobile Systeme an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Universitätsplatz 2, Gebäude 10, 39106 Magdeburg.

Um 12.00 Uhr wird Haseloff vom Rektor der Universität, Prof. Dr. Jens Strackeljan, begrüßt. Im Anschluss wird Haseloff das Projekt Radnabenmotor vorgestellt. Gegen 13.00 Uhr ist eine Besichtigung des Radnabenmotor Prototyps und des Prüfstandes vorgesehen.


Vertreterinnen und Vertreter der Medien sind herzlich eingeladen, den Ministerpräsidenten bei seinem Besuch zu begleiten.

Zum Beginn des neuen Ausbildungsjahres 2014/15 haben im Bezirk der Industrie- und Handelskammer Magdeburg annähernd so viele Jugendliche einen Ausbildungsvertrag unterschrieben als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Per 31. Juli 2014 schlossen 2196 junge Frauen und Männer mit IHK-Mitgliedsunternehmen eine entsprechende Vereinbarung ab. Vor zwölf Monaten waren es 2209 gewesen.

Zum 31.Oktober 2014 rechnet der Geschäftsführer des IHK-Geschäftsbereichs Berufsbildung, Uwe Dalichow, mit 3200 Ausbildungsverträgen (Vorjahr: 3313). Der Anstieg zum Herbst erklärt sich unter anderem dadurch, dass Jugendliche  weiter nach einer für sie passenden Lehrstelle suchen oder sich nach Aufnahme eines Studiums doch noch für eine Berufsausbildung entscheiden.
Innerhalb der Ausbildungsberufe ist es zu deutlichen Verschiebungen gekommen. Vor allem die Metall- und Elektroindustrie sowie die Baubranche verzeichnen im gewerblichen Bereich Zuwächse. Das gilt insbesondere für die Regionen Harz und Börde. Ein wesentlicher Grund dafür liegt im hohen Engagement der Branche bei der Ausbildung des Berufsnachwuchses. Hinter dem Vorjahr zurück liegen die Ausbildungsvertragsabschlüsse in der Verkehrs- und Logistikbranche und in den kaufmännischen Berufen des Bank- und Dienstleistungssektors.
 
In der IHK-Lehrstellenbörse sind aktuell 121 offene Angebote von Ausbildungsunternehmen und 103 Ausbildungsplatzgesuche eingestellt.  

Der Studentenwettbewerb “The Fresh Connection APICS Global Student Challenge 2014″ richtet sich an Logistik-Nachwuchskräfte aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Im aktuellen Unternehmensplanspiel hatten die vierköpfigen Studententeams die Aufgabe, einen in Not geratenen Saftproduzenten wieder auf die Erfolgsspur zu bringen. Initiatoren der Veranstaltung in Deutschland, Österreich und der Schweiz (D/A/CH) sind die PMI Production Management Institute GmbH, Planegg, und das Fachmagazin LOGISTIK HEUTE, HUSS-VERLAG GmbH, München.

Die drei besten Teams aus dem Länderpool D/A/CH wurden am 24. und 25. Juni 2014 nach Frankfurt am Main eingeladen, wo sie auf der internationalen Fachkonferenz “EXCHAiNGE - The Supply Chainers” Convention” live um den Sieg kämpften. Die Studenten hatten drei Runden Zeit, um im Planspiel “The Fresh Connection” ihre Fruchtsaftfirma zum wirtschaftlichen Erfolg zu führen. Das Team der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg hat seine Chancen am besten genutzt und das Finale des Länderpools D/A/CH gewonnen.

Die beiden Teams der Hochschule München und das Team der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg setzten sich in der Hauptrunde gegen 14 weitere Hochschul-Mannschaften des Länderpools durch. Die 17 Teams, die in der Hauptrunde um die besten Resultate wetteiferten, stammen von den Hochschulen:
-Duale Hochschule Baden-Württemberg Stuttgart
-EBS Universität für Wirtschaft und Recht (Wiesbaden)
-Hochschule München
-Hochschule Pforzheim
-Kühne Logistics University Hamburg
-Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig
-Universität Leipzig
-Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
-Technische Universität Dortmund
-Technische Hochschule Wildau

Insgesamt mehr als 40 Teams am Start

Am Wettbewerb teilgenommen hatten insgesamt mehr als 40 Studententeams aus dem Länderpool Deutschland, Österreich und Schweiz. Das Länderfinale startete am 24. Juni morgens um acht Uhr und endete um 13 Uhr. In den ersten beiden Spielrunden ging es für die Teams aus Magdeburg und München darum, sich eine gute Ausgangslage für die dritte und entscheidende Runde zu erarbeiten. Um ihre Firma zu einem möglichst hohen positiven Return on Investment (ROI) zu bringen, übernahmen die Studenten die Rollen Einkauf, Produktion, Vertrieb und Supply Chain Management.

Im Länderfinale mussten sie unter Zeitdruck über mehr Parameter und Aktionen entscheiden, als bislang im Wettbewerb gewohnt. In der dritten Runde kam als zusätzliche Schwierigkeit hinzu, dass die Studenten Einkaufskonsortien bilden und auf neue Technologien setzen konnten. Dafür mussten die Teams jeweils einen Verhandlungsführer wählen und sich auf eine Vorgehensweise einigen.

Das siegreiche Team der Uni Magdeburg erhält als ersten Preis Freitickets für den 31. Deutschen Logistik-Kongress der Bundesvereinigung Logistik (BVL) e.V. vom 22. bis 24. Oktober 2014 in Berlin. Die Münchner Mannschaften durften sich als Gewinn über je eine Ausgabe des Fachbuchs “Wie Logistik unser Leben prägt” von Wolfgang Lehmacher (für Platz 2) und je ein Hörbuch “3D-Druck. Wie der 3D-Druck die Logistik verändert” aus der Reihe LOGISTIK AUDIO (für den dritten Platz) freuen.

Als bestes europäisches Hauptrunden-Team hat sich zudem Team 1 der Hochschule München für die weltweite Endrunde des internationalen Studentenwettbewerbs qualifiziert, die am 17. und 18. Oktober 2014 in New Orleans (USA) steigt. Es geht dabei um Geldpreise im Gesamtwert von 5.000 US-Dollar und den Titel “APICS TFC Student World Champion”.

Nach sechstägiger Binnenschiffsreise von Berlin über den Elbe-Havel- und den Elbe-Seiten-Kanal kam heute eine 440-Tonnen schwere Gasturbine der Siemens AG (Typ SGT5-8000H) am Hamburger Multipurpose Buss Hansa Terminal an.

Hier wird die Turbine vom Schwergutschiff MS ANNEGRET der Reederei SAL mit bordeigenen Kränen übernommen und weiter zum Kunden, dem Kraftwerk TNB Prai, nach Malaysia transportiert. Dort entsteht bis 2016 das leistungsstärkste und effizienteste gasbefeuerte Kraftwerk Südostasiens mit einer Leistung von rund einem Gigawatt und einem Wirkungsgrad von über 60 Prozent.

Am 18. Juli wurde die 13,2 Meter lange, 5 Meter hohe und 5,5 Meter breite Turbine am Siemenswerk in Berlin-Moabit durch die Berliner Hafen- und Lagerhausgesellschaft mbH (BEHALA) zuerst auf einen selbstfahrenden Modultransporter verladen. Auf dem Transporter ging es dann über die werkseigene Verladerampe am Charlottenburger Verbindungskanal auf den Schwergut-Spezial-RoRo-Leichter URSUS. So entfallen teure und unflexible Tandemhübe mit Mobilkranunterstützung. Im Schubverband mit dem Schubschiff EDDI wurde die Turbine anschließend auf den Weg nach Hamburg geschickt. Mit diesen Schwergut-Transporten auf der Binnenwasserstraße zum nächsten Umschlagpunkt in der Lieferkette werden die Straßen und Brücken auf der Strecke entlastet.

Verkehrsgeografisch liegt Hamburg für die Produzenten von Schwergut und Projektladung sehr günstig an den Hauptverkehrsachsen im Nord-Süd- und West-Ost-Verkehr. Deutschlands größter Universalhafen ist mit seinem umfangreichen Angebot an weltweiten Liniendiensten und seinen guten Hinterlandanbindungen für die Maschinen- und Anlagenbauer ein wichtiger Hub für die weltweite Seefrachtabwicklung. „Unser Buss Hansa Terminal ist ein wichtiger Umschlagplatz für Schwergut- und Projektladung in Hamburg. An unserer Anlage kann diese Art von Ladung sowohl mit unserem eigenen Umschlagequipment von der Landseite aus verladen werden, als auch mit bordeigenem Ladegeschirr der Schwergutschiffe von der Wasserseite aus. Wir würden gern noch mehr Projektgüter umschlagen,  die per Binnenschiff nach Hamburg kommen – dafür sind aber ein Ausbau und eine Instandsetzung der Infrastruktur der Binnenwasserstraßen erforderlich. Schon mit der Instandsetzung der Buhnen kann beispielsweise mit wenig Mitteln eine deutliche Verbesserung erzielt werden“, betont Heinrich Ahlers, Vorsitzender der Geschäftsführung der Buss Port Logistics GmbH & Co. KG.

Die Siemens AG nutzt regelmäßig die Binnenschifffahrt zum Transport ihrer Maschinen- und Anlagenteile. „Im Zu- und Ablaufverkehr von und nach Hamburg eignet sich der Wasserweg besonders gut für Schwerguttransporte wie den dieser Gasturbine“, sagt Michael Westhagemann, CEO Region Nord der Siemens AG. „Die Vorteile der Binnenschifffahrt liegen für uns vor allem in der hohen Transportkapazität, der Umweltfreundlichkeit und auch der Preiswürdigkeit bezogen auf die Tonnenkilometer-Leistung. Darüber hinaus sind für den Transport von besonders großer und schwerer Ladung wegen der Lichtraumprofile häufig weder die Straße noch die Schiene eine Alternative“, verdeutlicht Westhagemann.

Für Binnenschiffstransporte dieser Dimension sind jedoch entsprechende Brückendurchfahrtshöhen und Wassertiefen erforderlich. „Wir müssen für diese Transporte Sondermaßnahmen beantragen, um einen sicheren Transport zu gewährleisten. Dazu zählen unter anderem die Vollsperrung des Kanals, das Fahren in Fahrwassermitte, das Fahren bei sehr niedriger Geschwindigkeit, das Aufstauen des Wassers an der Schleuse Charlottenburg und der Verzicht auf Schleusungen während der Fahrt durch den Kanal“, erläutert Klaus-Günter Lichtfuß, Leiter der Abteilung Logistik der BEHALA. Er fordert daher eine schnelle Sanierung und den Ausbau der wasserseitigen Infrastruktur in Richtung Hamburg: „Ein neues Schiffshebewerk in Scharnebeck sowie eine Höherlegung der Henkelbrücke in Genthin würden zu einer deutlichen Erleichterung der Binnenschiffsverkehre führen. Wenn darüber hinaus auch die Standard-Wassertiefen von 4 Meter sowie Brückendurchfahrtshöhen von 5,25 Meter gewährleistet wären, könnten auch Großmotorgüterschiffe erheblich mehr Ladung auf den Binnenwasserstraßen in Richtung Hamburg transportieren“, so Lichtfuß weiter. Für den Deutschen Export spielen Maschinen- und Anlagenteile eine besonders wichtige Rolle. Bei der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung für Investitionen in die Wasserstraßeninfrastruktur können nach Meinung von Lichtfuß bei diesen Schwerguttransporten daher nicht nur die Tonnenkilometer maßgebend sein, sondern es müsse auch die Hochwertigkeit der Güter berücksichtigt werden.

Eine Fotostrecke der Verladung und des Transports von Berlin bis Hamburg finden Sie unter www.hafen-hamburg.de/news.





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