Bis zu zwei Mal täglich nonstop nach Paris und Amsterdam
Darwin Airline wird ab dem 2.September täglich den Leipzig/Halle Airport mit den Metropolen Paris und Amsterdam verbinden. Zum Einsatz kommt eine 50-sitzige Maschine vom Typ Saab 2000. Über die internationalen Drehkreuze Paris Charles de Gaulle und Amsterdam bestehen darüber hinaus zahlreiche Umsteigeverbindungen innerhalb des weltweiten Streckennetzes der Air France-KLM.
Die Verbindungen nach Paris und Amsterdam werden montags bis freitags jeweils zwei Mal täglich bedient. Sonnabends und sonntags wird jeweils eine Flugverbindung angeboten. Insgesamt startet Darwin Airline damit 24 Flüge pro Woche vom Leipzig/Halle Airport aus.
„Wir freuen uns der erste deutsche Flughafen zu sein, von dem aus Darwin Airline Linienflüge anbietet. Mit Darwin Airline konnten wir einen etablierten Partner gewinnen, der sowohl über das know-how als auch den entsprechenden Flugzeugtyp verfügt, um die Verbindungen nach Paris und Amsterdam nachhaltig zu entwickeln“, betont Dierk Näther, Geschäftsführer der Flughafen Leipzig/Halle GmbH.
„Die Eröffnung einer neuen Basis in Leipzig ist für uns eine konsequente Weiterentwicklung der Strategie, die Präsenz als Regional Carrier im europäischen Markt auszubauen. Wir sind überzeugt mit dem Flughafen Leipzig/Halle genau den richtigen Partner und Markt gefunden zu haben“, kommentiert Christian Schneider, Mitglied des Vorstands der Darwin Airline AG.
„Mit der Aufnahme der neuen Verbindungen nach Paris und Amsterdam rückt die Region Mitteldeutschland näher an zwei weitere europäische Wirtschafts- und Kulturzentren, die dank der hochfrequenten Anbindung bestens erreichbar sind. Darüber hinaus bieten die neuen Verbindungen hervorragende Anschlussmöglichkeiten an das attraktive, weltweite Streckennetz, welches sowohl vom Flughafen Paris Charles de Gaulle als auch Amsterdam Schiphol angeboten wird. Hiervon werden Geschäfts- als auch Städtereisende gleichermaßen profitieren“, ergänzt Markus Kopp, Vorstand der Mitteldeutschen Flughafen AG.
Buchung
Erhältlich ist der Hin- und Rückflug nach Paris und Amsterdam bereits ab 199 Euro inklusive Steuern und Gebühren. Gebucht werden können die Angebote in allen Reisebüros, über das Internet www.darwinairline.com sowie telefonisch unter +49 3412242240.
Quelle: www.leipzig-halle-airport.de
Das Chemieunternehmen Puralube Inc. (Wayne/USA) wird seinen Standort in Zeitz weiter ausbauen. Im Nachgang zu seinem Besuch im Verwaltungshauptsitz von Puralube in Philadelphia im Mai 2012 wird Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff die Puralube Holding GmbH in Zeitz besuchen und sich vor Ort über die Umsetzung der Investition informieren.
Die Puralube Holding GmbH mit ihren beiden im CIP Zeitz bereits ansässigen Tochterfirmen Puralube GmbH und Puralube Raffinerie GmbH ist die deutsche Tochter der Puralube Inc. (Wayne/USA). Es ist weltweit das erste Unternehmen, das Anlagen zur Herstellung hochwertiger Basisöle auf der Grundlage des Recyclings von Altöl nach dem innovativen UOP-HyLube-Prozess betreibt.
Die Puralube Raffinerie GmbH, wird bis Ende 2014 eine 3. Anlage am Standort errichten. Nach Fertigstellung soll ab 2015 eine Verarbeitungskapazität von 240.000 t Altöl pro Jahr zur Verfügung stehen.
Vertreter und Vertreterinnen der Medien sind herzlich eingeladen:
am Freitag, den 17. Mai 2013
Ablauf:
10.00 Uhr Pressegespräch
10.30 Uhr gemeinsame Besichtigung der Puralube Holding GmbH
Ort:
PURALUBE Holding GmbH
Hauptstraße 30, Gebäude 37 , Etage 3
06729 Elsteraue, OT Alttröglitz
Ihre Gesprächspartner werden sein:
- Dr. Reiner Haseloff, Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt
- Andreas Schüppel, Geschäftsführer der Puralube Holding GmbH
- Dr. Carlhans Uhle, Geschäftsführer der Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen Anhalt mbH
Aufgrund der Sicherheitsrichtlinien bedarf es einer Anmeldung zum Termin. Bitte melden Sie sich bis zum 16. Mai 2013 (12.00 Uhr) formlos an über mandy.bunge@img-sachsen-anhalt.de.
Das traditionsreiche Magdeburger Maschinenbauunternehmen, das auf die Produktion, Montage und Prüfung von Industriegetrieben spezialisiert ist, investiert dafür rund 15 Millionen Euro und will rund 30 neue Arbeitsplätze schaffen.
Zur Berichterstattung sind Sie herzlich eingeladen:
morgen, 14. Mai 2013, um 10.00 Uhr,
VAKOMA Production GmbH,
Industrie- und Logistik Centrum Magdeburg Rothensee,
Grabower Straße 6 (nahe Kreuzung zum August-Bebel-Damm),
39126 Magdeburg.
Im Wissenschaftsjahr 2013 - Die demografische Chance präsentiert die MS Wissenschaft an Bord Exponate aus der Forschung zum demografischen Wandel. Das schwimmende Science Center des Bundesministeriums für Bildung und Forschung bietet vor allem Schülern ab 12 Jahren und Familien faszinierende Einblicke in die Forschung. Der Eintritt ist frei.
Die Ausstellung "Alle Generationen in einem Boot - Gemeinsam den demografischen Wandel gestalten" erläutert Schlagworte wie "Generationenvertrag" und "Alterspyramide" und zeigt die Bevölkerungsentwicklung in deutschen Kommunen. Ökonomen rechnen vor, wie sich eine längere Schulbildung auf die spätere Rente auswirkt und Sozialwissenschaftler geben erstaunliche Einblicke in die Welt der Vorurteile: Junge Frauen haben andere Vorstellungen von Karriere, Familie und Partnerschaft als junge Männer häufig vermuten - und umgekehrt. An einer Morphing-Station können die Besucher sich ein Bild davon machen, wie sie mit 70 oder 80 Jahren aussehen. Ingenieurwissenschaftler zeigen auf dem Schiff, wie sie Senioren-Wohnungen so ausstatten, dass ältere Menschen möglichst lange in den eigenen vier Wänden leben können.
Prof. Dr. Gerold Wefer, Vorsitzender des Lenkungsausschusses von Wissenschaft im Dialog, sagt: "Die Ausstellung zeigt, dass der demografische Wandel eine Menge Herausforderungen mit sich bringt, die jedoch nicht einfach auf uns zu rollen, sondern gemeinsam gestaltet werden können. Genau dazu wollen wir mit der Ausstellung anregen".
Konzipiert und umgesetzt wurde die Ausstellung im Auftrag des BMBF von der Initiative der deutschen Wissenschaft - Wissenschaft im Dialog. Die Exponate werden von Instituten der Fraunhofer-Gesellschaft, der Helmholtz-Gemeinschaft, der Leibniz-Gemeinschaft und der Max-Planck-Gesellschaft sowie von DFG-geförderten Projekten, Hochschulinstituten und weiteren Partnern zur Verfügung gestellt. Der FWF - Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung ermöglicht den Aufenthalt in Österreich.
Dialog an Deck:
Zum Austausch mit Expertinnen und Experten über kontroverse Themen der Forschung laden wir in der Reihe "Dialog an Deck" an Bord der MS Wissenschaft ein. Der Eintritt ist frei.
Magdeburg, Dienstag, 21.05.2013, 18.30-20.00 Uhr | Podiumsdiskussion "Bewegung fürs Gehirn - geistig fit im Alter"
Wir leben im Durchschnitt immer länger. Um diese gewonnenen Jahre auch genießen zu können, müssen wir uns ausreichend bewegen, denn das hält fit - nicht nur unseren Körper, sondern auch unser Gehirn. Lässt sich das Risiko einer Demenzerkrankung mindern? Was genau können wir tun, um auch im Alter geistig leistungsfähig zu bleiben? Wann sollte man damit beginnen?
Informationen:
www.ms-wissenschaft.de
www.demografische-chance.de
www.dialog-an-deck.de
Öffnungszeiten der Ausstellung:
Die Ausstellung ist täglich von 10 bis 19 Uhr geöffnet.
Anmeldung für Schulklassen:
Für Gruppen ist eine Anmeldung auf www.ms-wissenschaft.de erforderlich. Die Ausstellung ist geeignet für Schülerinnen und Schüler ab zwölf Jahren. Termine für Schulklassen sind bereits ab 9 Uhr buchbar.
Aktuelle Fotos zur MS Wissenschaft finden Sie im Bereich Presse >> Fotos auf www.ms-wissenschaft.de
Kontakt:
Beate Langholf
Projektleitung MS Wissenschaft
Tel.: 030-206 22 95-50
beate.langholf@w-i-d.de
Während seines Arbeitsbesuchs in Shanghai und Fuzhou (Provinz Fujian), bei dem der Minister von einer hochrangigen Delegation der Industrie- und Handelskammer Magdeburg begleitet wird, sind zahlreiche politische Gespräche sowie Treffen, bei denen es um Wirtschafts- und Logistikthemen geht, geplant.
So gibt es ein Treffen mit dem Vorsitzenden des Rates für Internationalen Handel der Provinz Fujian, Qui Zhang. Webel: „Thema des Gesprächs ist der Umgang mit der vorhandenen Bausubstanz. Es geht um nachhaltiges, ökologisches sowie alters- und behindertengerechtes Bauen.“ Unter anderem soll in China das Pilotprojekt „Laubengangmodul Sachsen-Anhalt“ vorgestellt werden. Mit diesem Projekt, das vor einigen Wochen in Halle-Neustadt gestartet wurde, soll nachgewiesen werden, dass es möglich ist, an Gebäuden des industriellen Wohnungsbaus sogenannte Laubengänge (verschiedene Formen von Erschließungs- und Wandelgängen) an den oberen Geschossen anzubringen. Durch Außenfahrstühle sollen die Wohnungen der oberen Stockwerke barrierefrei erreicht werden können.
„Grundlage des Treffens mit Herrn Qui Zhang bildet das Kooperationsabkommen zwischen der Provinz Fujian und Sachsen-Anhalt vom Juni 2012. Darin ist vereinbart, dass sich beide Institutionen bei der Entwicklung ihrer Länder in den Bereichen Bau, Verkehr und Landesentwicklung gegenseitig unterstützen“, so Webel.
Vorgesehen sind zudem Gespräche mit Vertretern des Rates für Infrastrukturen der Provinz Fujian zu den Themen Stadtentwicklung und Logistik. Während eines Besuchs des Fujian Mawei Hafens wird es einen Erfahrungsaustausch zwischen dem Fujian-Hafenmanagement und Vertretern der Umschlags- und Handelsgesellschaft Haldensleben mbH geben. Geplant ist eine Vereinbarung über die Zusammenarbeit beider Standorte.
In Shanghai sind Kooperationstreffen zum Thema Infrastrukturentwicklung, Stadtumbau und Demografie vorgesehen. Ein Schwerpunktthema sind Projekte des Stadtumbaus Ost in Sachsen-Anhalt, die Minister Webel vorstellen wird.
Zu Ihrer Information:
Anlässlich der 5. Internationalen Fachmesse für Logistik, Telematik und Transport vom 5. bis 7. Juni 2012 in Shanghai, an der Minister Webel auf Einladung der Messe München International GmbH teilnahm, wurde die Kooperationsvereinbarung mit der Provinz Fujian unterzeichnet.
Sachsen-Anhalt war auf der Messe im Deutschen Pavillon zusammen mit dem Hafen Hamburg und dem Netzwerk Halle-Leipzig vertreten.
Grund dafür sind turnusmäßige Reparaturarbeiten an den Anschlussstellen Magdeburg – Reform und Magdeburg – Stadtfeld. Beide Anschlussstellen erhalten für rund 600.000 Euro einen neuen Fahrbahnbelag in Asphaltbauweise.
Während der Bauarbeiten, die voraussichtlich einen Monat (bis 04.06.) dauern, müssen beide Anschlussstellen in Fahrtrichtung Dahlenwarsleben (Richtung Norden) gesperrt werden. Die Umleitungen für den auf- und abfahrenden Verkehr sind ausgeschildert. Sie führen über die davor bzw. dahinter liegenden Anschlussstellen. Der Verkehr auf der Strecke ist nicht beeinträchtigt.
Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff informierte den WirtschaftsBeirat über den Konsolidierungsbericht Sachsen-Anhalts an den Stabilitätsrat in Berlin. „Die dauerhafte Konsolidierung ist Grundlage dafür, dass sich Sachsen-Anhalt die nötigen finanziellen Spielräume zur Gestaltung der Zukunft erhält. Wichtige Reformpakete wurden bereits umgesetzt. Die Vergleiche mit anderen Ländern zeigen, dass es keine Alternative zum eingeschlagenen Konsolidierungskurs gibt. Andere Länder haben bereits beachtliche Erfolge erzielt und verfügen über einen deutlich größeren finanziellen Handlungsspielraum als Sachsen-Anhalt. Diese Länder sind ein Benchmark, an dem sich Sachsen-Anhalt orientieren muss“.
Hintergrund für diesen Bericht des Ministerpräsidenten sind veränderte finanzielle Rahmenbedingungen. So muss Sachsen-Anhalt 2020 finanziell auf eigenen Füßen stehen, ohne Sonderzuweisungen des Bundes und bei sinkenden EU-Fördermitteln. Zur Erreichung dieses Ziels hat sich Sachsen-Anhalt 2010 gegenüber dem Stabilitätsrat verpflichtet, sein strukturelles Defizit im Landeshaushalt bis 2020 auf Null zurückzuführen. Erste Erfolge kann das Land bereits vorweisen. So ist es im Vergleich zu 2011 gelungen, das strukturelle Defizit mehr als zu halbieren.
Der WirtschaftsBeirat beim Ministerpräsidenten wurde Ende 2002 berufen. Neben hochrangigen Spitzenmanagern aus der Industrie sowie von Banken und Versicherungen gehören dem Beirat u. a. auch Wissenschaftler und Kammerpräsidenten an. Vorsitzender ist der Chef des Nationalen Normenkontrollrats (Bundeskanzleramt) und ehemalige Aufbau-Ost-Beauftragte, Staatssekretär a. D. Dr. Johannes Ludewig.
Der neue Service bietet nun zwei Routen, auf denen Zug- und Straßentransport kombiniert werden: tägliche Lieferungen von Shanghai über die transsibirische Route im Norden und wöchentliche Abfahrten von Chengdu über die Eisenbahnstrecke im Westen Chinas. Kunden profitieren von geringeren Transportkosten, niedrigeren Lieferzeiten von Tür zu Tür von bis zu 21 Tagen im Vergleich zum Transport per Schiff und reduzierten CO2-Emissionen.
"Diese Lösung bietet große Flexibilität: Von einem einzelnen Container bis zu einem ganzen Güterzug können unterschiedliche Kapazitäten gebucht werden. Gleichzeitig knüpft der Service nahtlos an unser Netzwerk für Stückgut-Transporte in Europa und an das Global Forwarding Freight-Netzwerk in Asien an, das auch Märkte wie Japan und Korea umfasst", erklärt Amadou Diallo, CEO DHL Freight.
Als erster Anbieter der Branche ermöglicht DHL seinen Kunden auf der transsibirischen Route von und nach Shanghai, Transportkapazitäten im benötigten Umfang und zu einem bestimmten Liefertermin zu buchen. Zudem reduziert die multimodale Lösung CO2-Emissionen um bis zu 90 Prozent im Vergleich zur Luftfracht. Der größte Teil des Überland-Transports zwischen Shanghai und der EU-Grenze im polnischen Ma?aszewicze erfolgt per Schiene. Erst auf den letzten Kilometern der Strecke wird der Transport auf die Straße verlagert.
Jährlich steigende Transportmengen
Die zweite Route ist ideal für Kunden mit Sitz in Chengdu und Umgebung, da sie im Vergleich zur transsibirischen Route eine kürzere Transportzeit von bis zu acht Tagen und größere Kosteneinsparungen bietet. Sie wurde geschaffen, um die steigende Nachfrage in China zu bedienen, insbesondere aus der wirtschaftlich pulsierenden Region um Chengdu. Die Verbindung wird von DHL einmal wöchentlich am Freitag bedient und führt entlang Chinas westlicher Bahnstrecke durch Kasachstan nach Malaszewicze.
Die jährlich steigenden Transportmengen für Lieferungen nach Asien beziehungsweise nach Europa zeigt, dass DHL seinen Kunden kosteneffektive und umweltfreundliche Lösungen bietet - mit einer ständig wachsenden globalen Reichweite. Außerdem trägt die Lösung dazu bei, das Klimaschutzziel zu erreichen, das Deutsche Post DHL sich selbst gesetzt hat: die CO2-Effizienz seiner eigenen Aktivitäten und der seiner Transport-Subunternehmer bis zum Jahr 2020 um 30 Prozent zu verbessern.
Kopenhagen, April 2013: Grenzen im Kopf verschwinden nicht so schnell wie Ländergrenzen. Zu dieser Erkenntnis kamen die Teilnehmer der Halbzeit-Konferenz des transnationalen EU-Logistikprojektes Amber Coast Logistics (ACL) Ende April in Kopenhagen, Dänemark. Die Wachstumspotenziale für Warenströme zwischen Westeuropa und der Ostseeregion sind trotzdem ungebrochen hoch.
Rund 60 Teilnehmer besuchten die Konferenz, organisiert von den ACL-Projektpartnern FDTAssociation of Danish Transport and Logistics Centres aus Aalborg, Dänemark, Hafen Hamburg Marketing und dem Baltic Sea Forum, einem internationalen Verband, der das wirtschaftliche, politische und kulturelle Zusammenwachsen der Ostseeanrainerländer fördert. Anlass für die Veranstaltung: Eine Bestandsaufnahme zur Halbzeit des Projektes, das durch das Baltic Sea Region Programme der EU gefördert wird.
Vorträge und Diskussionen zwischen Referenten und Gästen der Konferenz drehten sich um die Fragestellung, mit der sich das Projekt ACL seit mehr als eineinhalb Jahren auseinandersetzt: Wie können nicht nur grenzüberschreitende Transporte, sondern auch persönliche Netzwerke zwischen Westeuropa und der Bernsteinküstenregion sowie ihren Anrainerstaaten wie Weißrussland und der Ukraine weiter ausgebaut werden?
Herausforderungen bewältigen, um Potenziale zu nutzen
Eine Studie des ISL - Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik aus Bremen im Auftrag der Amber Coast Logistics-Projektpartner hat ergeben, dass der Containerumschlag in den südöstlichen Ostseeländern von 3,4 Millionen TEU in 2011 bis zum Jahr 2030 stark steigen wird. Die Forschungsexperten gehen von einer Steigerung auf zwischen 8,6 Millionen und 9,9 Millionen TEU aus, die vor allem auf das schnelle Wirtschaftswachstum im Hinterland der Ostseeregion zurückzuführen ist.
Neben operativen Herausforderungen beim täglichen Transport von Waren, beispielsweise die Dauer der Zollabfertigung und die Wartezeiten an internationalen Grenzübergängen, stehen Wachstumsprognosen wie diesen vor allem gewohnte Denkweisen und Meinungen im Weg, so das gemeinsame Fazit der Teilnehmer der ACL-Halbzeit-Konferenz. „Eine der größten Herausforderungen ist es, die Einstellung von westeuropäischen Logistikunternehmern gegenüber dem weißrussischen Logistiksektor zu ändern. In erster Linie wird oftmals das politische System des Landes bewertet“, erläuterte Dzmitry Babicki, leitender Volkswirt des Forschungsinstituts Case Belarus aus Warschau, die Probleme belarussischer Logistikakteure. „Um aber den wichtigen Ausbau von Logistikzentren in Weißrussland weiter voranzutreiben und diese auch mit Leben zu füllen, sind ausländische Investitionen und Ansiedlungen westeuropäischer Unternehmen unbedingt notwendig,“ ergänzte Dr. Anatoly Molokovitch, Leiter der Logistikabteilung an der „School of Business and Management of Technologies” der weißrussischen Staatsuniversität.
Von Verkehrsverlagerungen profitieren
Ein ähnliches Problem benannte auch der ehemalige Transportminister Dänemarks, Flemming Hansen. Während seiner Amtszeit war er maßgeblich an den Verhandlungen rund um die Feste Fehmarnbeltquerung beteiligt, die auch dazu dienen soll, das durch die EU-Osterweiterung steigende Verkehrsaufkommen in Richtung Skandinavien zu bewältigen. „Von der neuen Fehmarnbeltquerung kann insbesondere der Verkehrsträger Schiene profitieren. Dazu muss es zu einer Verlagerung der Transporte von der Straße auf die Schiene kommen. Es wird wahrscheinlich lange dauern, das vorherrschende Verhalten, Güter mit Lkw und Fähre von und zur Ostsee sowie ins Hinterland zu transportieren, zu verändern“, so Hansen. Vor dem Hintergrund zunehmender Transportströme sei es außerdem notwendig, den Transportkorridor zwischen Skandinavien und dem europäischen Festland auszubauen. So sehe er beispielsweise Bedarf für einen KV-Terminal in Köge, Dänemark. Dieser könne als nordischer Hub fungieren.
Ein positives Beispiel für einen multimodal angeschlossenen Hafen, der im Zuge der steigenden Transportströme zwischen Ost- und Westeuropa immer stärker wächst, führte Thomas Elm Kampmann auf. Er ist Geschäftsführer des Scandinavian Transport Centre, das vier Kilometer vom Hafen Køge entfernt liegt. „Derzeit wird der Hafen Köge um mehr als das doppelte vergrößert. 400.000 Quadratmeter neue Fläche wird entstehen, von der schon jetzt rund 80 Prozent an Unternehmen vermietet sind“, so Kampmann. „In diesem Zusammenhang arbeiten wir daran, das Scandinavian Transport Centre zu einem der wichtigsten Verkehrsdrehscheiben für den kombinierten Verkehr in Dänemark auszubauen.“
Amber Coast Logistics:
19 Projektpartner aus Weißrussland, Dänemark, Deutschland, Lettland, Litauen und Polen sowie 25 assoziierte Partner haben sich im Rahmen des internationalen, EU-geförderten Projektes Amber Coast Logistics zusammengeschlossen, um das vorhandene Potential des Transport- und
Logistiksektors in der südlichen und östlichen Ostseeregion zu stärken und zu nutzen.
Oberstes Ziel von Amber Coast Logistics ist es, den Aufbau multimodaler Logistikzentren in der südlichen und östlichen Ostseeregion zu unterstützen und dadurch die Erreichbarkeit entlegener Gebiete zu verbessern.
Weitere Informationen zum Projekt sowie die ausführliche Studie des ISL finden Sie unter:
www.ambercoastlogistics.eu





