Airbus auf Kollisionskurs - mit Insekten.
Ganz im Gegensatz zum Vorjahr, als fast zur gleichen Jahreszeit die Elbanlieger mit dem Hochwasser zu kämpfen hatten, ist die Elbe momentan von Niedrigwasser betroffen.

Diese Situation führt zu massiven Einschränkungen für die Binnenschifffahrt. Bei Niedrigwasser können die Binnenschiffe weniger Ladung transportieren und sind nicht ausgelastet. Anfang Juli stand der Schifffahrt im Bereich zwischen Elster- und Saalemündung eine  Fahrrinnentiefe von nur 1,25 Meter  zur Verfügung. Das sind etwa 40 Zentimeter  weniger  als in dieser Jahreszeit üblich. Um voll abgeladen fahren zu können, benötigen Binnenschiffe eine Fahrrinnentiefe von mehr als zwei Meter. Ein Wert, der durchschnittlich vier Monate im Jahr zur Verfügung steht. Die reduzierte Abladung der Binnenschiffe stellt für Verlader und Operateure eine große Beeinträchtigung und damit auch eine logistische Herausforderung dar.

Während das Niedrigwasser für zahlreiche Verlader aus Industrie und Handel vor allem zu Kostensteigerungen führt, weil zum Teil auf andere Verkehrsträger ausgewichen werden muss, besteht vor allem für Produzenten von Großkomponenten des Maschinen- und Anlagenbaus nahezu keine Alternative, um ihre Güter mit anderen Verkehrsträgern als dem Binnenschiff zu transportieren. Peter Ziegler, Geschäftsführer der Hafenbetrieb Aken GmbH: „Selbst Kunden aus Thüringen sind auf die Anbindung über unseren Hafen an das europäische Wasserstraßennetz und damit dem Welthandel angewiesen. Noch schlimmer als die Niedrigwasserproblematik sind fehlende Konzepte für die Zukunft der Wasserstraße Elbe.“

„Die schwankenden Wasserstände auf der Elbe sind kein neues Phänomen, sondern finden seit Jahrhunderten statt. Allerdings fehlt aufgrund der ausstehenden Kategorisierung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) die Investitionssicherheit für Binnenschiffer, so dass die Anzahl der Elbschiffe weiter abnimmt“, erläutert Stefan Kunze, Elbe Allianz e.V. Obwohl die Elbe als internationale Wasserstraße von europäischer Bedeutung in das TEN-T Netz der Europäischen Union aufgenommen ist, wurde  sie bisher als einziger bedeutender deutscher Fluss noch nicht durch das BMVI kategorisiert. „Momentan wird versucht, mit einem Gesamtkonzept Elbe die unterschiedlichen Nutzungsbelange der Elbe, wie z.B. Umwelt- und Hochwasserschutz, Wasserwirtschaft, Tourismus sowie Verkehr, zu einem Gesamtkonzept zusammenzuführen. Auf der Basis dieses Gesamtkonzeptes sollen dann die Unterhaltungsziele definiert werden“, ergänzt Kunze.

Für Stefan Kunze, der auch als Repräsentant von Hafen Hamburg Marketing entlang der Elbe den engen Kontakt zur Wirtschaft und den Interessenverbänden pflegt, ist unbestritten, dass die Elbe  sicherlich nie so stabile Abladeverhältnisse wie ein Kanal aufweisen wird. In Richtung Verlader aus der Wirtschaft, der Häfen und Binnenschifffahrt in der Elbregion sollte seiner Auffassung nach dringend eine verlässliche Aussage zum Status und der Ertüchtigung der Elbe als Wasserstraße durch die politisch Verantwortlichen erfolgen.

„Planbare Binnenschifffahrt auf der Elbe ist die Basis für nachhaltige Transportkonzepte, die zum Auffangen des Transportwachstums alternativlos sind“, führt  Heiko Loroff, Geschäftsführer der Sächsischen Binnenhäfen Oberelbe GmbH aus. „In unserem trimodalen Containerterminal Riesa können wir eine dynamische Entwicklung sowohl per Bahn als auch per Binnenschiff feststellen. Das Umschlagwachstum kann durch die Bahn alleine allerdings nicht aufgefangen werden“, ergänzt Loroff.

In einer aktuellen Untersuchung des Freistaates Sachsen und der Freien und Hansestadt Hamburg zu Entwicklungstrends im Verkehr zwischen beiden Bundesländern wird davon ausgegangen, dass sich bei Einbeziehung der Transitverkehre  nach Südosteuropa  die Transportmenge  bis 2030 fast verdoppeln wird. „Bereits heute sind die wesentlichen Bahnverbindungen nach Hamburg sehr gut ausgelastet“, sagt Loroff. „Wir haben mit der Elbe aber einen Transportweg, der ohne Großinvestitionen noch deutlich besser für den Gütertransport genutzt werden könnte.“

Die oft angesprochene Ausweichmöglichkeit über den Elbe-Seiten-Kanal stellt für die Häfen oberhalb Magdeburgs, aber auch zwischen Magdeburg und Lauenburg, keine Alternative dar. Michael Beyer, Geschäftsführer der  ElbePort Wittenberge GmbH, dazu: „Mit Aufnahme unserer Geschäftstätigkeit Ende 2009 konnten wir unseren Hafen als Logistikzentrum in der Prignitz erfolgreich entwickeln. Durch die fehlende Transportsicherheit auf der Elbe haben wir jedoch immer wieder Akzeptanzprobleme für neue Transportmodelle und häufig müssen wir für unseren Kunden aufwändige Ersatzlösungen anbieten.“

Jungfernfahrt am 17. Juli 2014 im Rahmen des Schaufenster-Projekts für Elektromobilität „KV-E-Chain“.

Am Donnerstag, dem 17. Juli 2014, findet um 10.00 Uhr auf dem Gelände des Berliner Westhafens in Halle 1 die Jungfernfahrt des bislang größten Elektro-LKW mit Straßenzulassung statt. Dazu sind Sie als Medienvertreter herzlich eingeladen.

Das Fahrzeug der Berliner Hafen- und Lagerhausgesellschaft mbH (BEHALA) wird im Rahmen des Projektes KV-E-Chain als Schaufenstervorhaben für Elektromobilität auf Berliner Straßen betrieben. KV-E-Chain wurde von der Technischen Hochschule Wildau initiiert, die auch  Konsortialführer des Projektes ist.

Fachliche Ansprechpartner für fachliche Rückfragen:

Technische Hochschule Wildau
Philip Michalk
Forschungsgruppe Verkehrslogistik
Tel. +49 3375 508 201
michalk@th-wildau.de

Ansprechpartner für die Medien:

Technische Hochschule WildauDipl.-Ing. Bernd SchlütterKommunikation und MedienTel. +49 3375 508-340Mobil +49 170 9645292bernd.schluetter@th-wildau.de

- Franzose verantwortet neben Skandinavien nun auch die DACH-Länder- Umsetzung der Strategie 2020 steht im Fokus

DHL Supply Chain hat Benoit Dumont als neuen CEO Germany & Alps berufen. Seit dem 1. Juni 2014 ist er für den Ausbau und die Führung des Geschäfts in Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH) verantwortlich. Darüber hinaus übt er weiterhin seine bisherige Rolle als CEO Nordics aus. Er berichtet direkt an Paul Graham, CEO DHL Supply Chain Europa, Naher Osten und Afrika und COO DHL Supply Chain.

"Benoit Dumont bringt über 20 Jahre Berufserfahrung aus der Logistikbranche mit und hat unser Geschäft in Skandinavien sehr erfolgreich ausgebaut. Mit seiner umfassenden internationalen Erfahrung und seiner Kompetenz im Bereich Operations sind wir uns sicher, dass er der Richtige ist, die neue Konzernstrategie 2020 auch in Deutschland und den Alpenländern erfolgreich umzusetzen", unterstreicht Paul Graham.

Der 41 Jahre alte Benoit Dumont arbeitete unter anderem für das Zentrum für Logistik und Unternehmensplanung in Berlin und bei McKinsey, bevor er vor mehr als zehn Jahren zu Deutsche Post DHL kam. Er begann als Logistics Engineer und Management Consultant unter anderem mit Projekten bei EuroExpress und Danzas und ging 2004 in die Operations-Leitung von DHL Express. 2009 wechselte er zu Supply Chain und verantwortete dort die Operations Excellence-Funktion für Europa. Mit Beginn des Jahres 2012 übernahm er schließlich die Verantwortung für die DHL Supply Chain Region Nordics, die die Länder Schweden, Norwegen, Finnland und Dänemark umfasst.

Benoit Dumont spricht Französisch, Englisch und Deutsch und wird aus Bonn heraus an der Umsetzung der Konzernstrategie 2020 bei DHL Supply Chain Germany & Alps und Nordics arbeiten.

Angesichts der Unfälle, die sich vermehrt in Baustellenbereichen auf Sachsen-Anhalts Autobahnen ereignet haben, appelliert Verkehrsminister Thomas Webel eindringlich an alle Verkehrsteilnehmer, ihr Fahrverhalten an die jeweiligen Bedingungen anzupassen.

Es sei offenbar notwendig, noch einmal nachdrücklich daran zu erinnern, dass dort Menschen arbeiten, mahnte Webel. „Nicht zuletzt auch zum Schutz von Leib und Leben der Arbeiter, die unsere Autobahnen in Schuss halten, sind die Baustellen bei Tag und Nacht schon weithin sichtbar gekennzeichnet“, betonte der Minister. Insbesondere die Geschwindigkeitsbegrenzungen müssten jedoch auch im eigenen Interesse von allen Autofahrern aufmerksam beachtet werden, um so tragische Unfälle zu vermeiden.

Nach Auskunft von Webel sind die Baustellen so eingerichtet, dass der Verkehr auf den Autobahnen trotzdem rollen kann. Staus könnten dabei natürlich nicht vermieden werden, sagte der Minister. Alle erforderlichen Arbeiten an den Trassen ausschließlich unter Vollsperrung durchzuführen, sei nicht möglich.

Der lokale IQ Innovationspreis Magdeburg 2014 geht an die Hasomed GmbH. Mit gleich drei neuen medizinischen Applikationen zur effizienteren Rehabilitation von Bewegungsstörungen verwies das Unternehmen die Mitbewerber auf die Plätze.

Der Beigeordnete für Wirtschaft, Tourismus und regionale Zusammenarbeit, Rainer Nitsche, übergab heute die mit insgesamt 6.000 Euro dotierten Auszeichnungen.

„Einmal mehr beweisen die Wettbewerbsbeiträge die Innovationskraft der hiesigen Unternehmen und Einrichtungen“, so der Wirtschaftsbeigeordnete Rainer Nitsche bei der Auszeichnungsübergabe. „Umso mehr freut es mich, dass sich Firmen aus Magdeburg mit ihren Ideen und zukunftsweisenden Projekten und Produkten in verschiedenen Kategorien auf den vorderen Plätzen des IQ Innovationspreis Mitteldeutschland finden lassen.“

Das Magdeburger Unternehmen Hasomed überzeugte die Jury mit drei Medizinapplikationen. Sie heißen „RehaWatch“, „RehaGait“ und „SensePark“. Mit ihnen geht die Firma Hasomed aus Magdeburg neue Therapiewege. Die innovativen Applikationen kommen bei der Behandlung von Schlaganfällen, Sportverletzungen, Unfällen oder bei älteren Menschen zum Einsatz und sorgen für eine effizientere Rehabilitation, da intensive Betreuung durch Fachpersonal und aufwändige Zusatzgerät entfallen.

 „RehaWatch“ ist ein modulares System, das zur Analyse von Bewegungsabläufen dient. Sensoren an Füßen, Oberschenkeln und Hüfte erfassen die Bewegungen des Patienten und senden die Daten an ein Tablet oder PC. Eine Software vergleicht die Daten mit gesunden Bewegungsmustern und innerhalb von fünf Minuten kann eine Beurteilung der Gangqualität erfolgen.

Während „RehaWatch“ bereits als Medizinprodukt erhältlich ist, soll das „RehaGait“ noch in diesem Jahr auf dem Markt kommen. „RehaGait“ ist ein neuartiges Gangtraining-Therapiegerät, das der Patient ohne fremde Hilfe nutzen kann. Zwei Sensoren an den Schuhen senden ihre Daten an das Smartphone des Patienten und werden dort analysiert. Bei Abweichung im Gangmuster bekommt der Patienten einen Hinweis und kann selbständig korrigieren.

Für die dritte Anwendung, „SensePark“, läuft derzeit noch die klinische Studie. Das Gerät soll künftig die Lebensqualität von Parkinson-Patienten entscheidend verbessern. Rund um die Uhr wird ein Aktivitätsprofil erstellt, aus dem eine Prognose für den Folgetag erstellt wird. Auf Grundlage dieser ist die Optimierung der Medikamenteneinnahme möglich.

Insgesamt 17 Wettbewerbsbeiträge aus Magdeburg wurden für den IQ Innovationspreis Mitteldeutschland eingereicht und nahmen somit automatisch am lokalen Innovationspreis Magdeburg teil. Die meisten Bewerbungen aus der Ottostadt gingen für das Cluster Informationstechnologie ein.

Im Cluster Automotive kommt der mitteldeutsche Gesamtsieger aus Magdeburg. Die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg sicherte sich mit  einem innovativen Radnabenmotor den ersten Platz. Über Silber in der Kategorie Cluster Chemie/Kunststoffe darf sich die Firma TinkerToys freuen. TinkerToys bietet umweltschonend produziertes Spielzeug aus Biokunststoffen an, das mittels 3D-Drucker nach individuellen Ideen und Wünschen der Kunden gefertigt wird.

Hintergrund

Der IQ Innovationspreis Magdeburg wurde nach 2013 bereits zum zweiten Mal unter der Dachmarke des IQ Innovationspreises Mitteldeutschland ausgelobt. Insgesamt 154 Wettbewerbsbeiträge waren für den mitteldeutschen Preis eingereicht worden, davon 17 aus der Landeshauptstadt Magdeburg.

Der Innovationspreis honoriert marktfähige Innovationen für ein Produkt, ein Verfahren oder eine Dienstleistung. Voraussetzung für eine Wettbewerbsteilnahme ist ein Bezug der Innovation zu den strukturbestimmenden mitteldeutschen Clustern Automotive, Chemie/Kunststoffe, Energie/Umwelt/Solarwirtschaft, Informationstechnologie (IT) oder Life Sciences sowie zur Region Mitteldeutschland. Interessenten aus Magdeburg können sich zusätzlich für das lokale Cluster Maschinen- und Anlagenbau bewerben.

Die Landeshauptstadt Magdeburg lobte den lokalen Innovationspreis in Partnerschaft mit der Otto-von-Guericke-Universität, der Hochschule Magdeburg-Stendal, dem Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF, dem Magdeburger Maschinenbau e. V. sowie der tti Technologietransfer und Innovationsförderung Magdeburg GmbH aus. Der IQ Innovationspreis Magdeburg ist mit 6.000 Euro dotiert. Das Preisgeld wird von der Landeshauptstadt Magdeburg, der Getec AG und der Regiocom GmbH gestiftet.

Sowohl für die Unternehmensplanung als auch für die Verbandsarbeit sind empirisch gesicherte Daten erforderlich und aufschlussreich.

Die amtliche Verkehrsstatistik bleibt im Hinblick auf die Speditions- und Logistikbranche oft lückenhaft. Aus diesem Grund startet der Deutsche Speditions- und Logistikverband (DSLV) die Erhebung seiner Branchenstatistik „Zahlen – Daten – Fakten aus Spedition und Logistik 2015“.

Seit 1962 führt der Verband diese bundesweit einmalige Branchenerhebung alle fünf Jahre unter seinen Mitgliedsbetrieben durch. Neben der klassischen Papierform bietet der DSLV den Fragebogen auch in einer Online-Version an. Bis Ende August 2014 soll die Befragung abgeschlossen sein. Die Veröffentlichung der Ergebnisse in Form der Broschüre „Zahlen – Daten – Fakten aus Spedition und Logistik 2015“ hat der Verband für Anfang 2015 vorgesehen.

Der Nutzen der DSLV-Statistik besteht vor allem darin, dass sie strukturelle Veränderungen und Entwicklungstendenzen der Branche sichtbar macht. Die Unternehmen erhalten Vergleichszahlen, und die gewerbepolitische Arbeit des DSLV und seiner Landesverbände wird durch statistische Daten unterstützt. Darüber hinaus gewinnt die Öffentlichkeitsarbeit der Speditions- und Logistikbranche mithilfe der Branchenzahlen gegenüber der verladenden Wirtschaft, Politik und Wissenschaft sowie Ministerien, Behörden und Verbänden an Aussagekraft.

Insbesondere zur Unterstützung der PR-Arbeit seiner Landesverbände und Mitgliedsbetriebe wird der DSLV die Branchenstatistik zusätzlich im praktischen Westentaschenformat anbieten.

Hinweis:
Weitere Informationen zur Gewerbeerhebung und zum Online-Fragebogen finden die DSLV-Mitglieder unter www.dslv.org. Unternehmen, die sich an der Umfrage beteiligen, erhalten ein Gratisexemplar der Branchenstatistik.

Nach Auffassung von Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Thomas Webel bieten die heute vorgestellten Überlegungen zur Einführung einer Infrastrukturabgabe für Pkw gute Ansätze, um die Lücke bei der Finanzierung der deutschen Verkehrsinfrastruktur nach und nach zu schließen.

„Dass wir mehr Geld für die Unterhaltung unserer Straßen, Schienen und Wasserwege brauchen, ist unstrittig“, sagte Webel heute in Magdeburg. Dabei müssten alle Möglichkeiten geprüft, aber auch genau abgewogen werden. „Wichtig ist, dass wir nach dem Ende des Lebens auf Pump jetzt auch damit anfangen, das Leben von der Substanz schrittweise zu beenden“, so der Minister weiter.

Mit dem Vorschlag, die Vignette über die Kfz-Steuer zu erstatten, sei eine seiner wesentlichen Forderungen erfüllt, wonach deutsche Autofahrer finanziell nicht stärker belastet werden als bisher, betonte der Minister. Entscheidend sei zudem, dass es sich bei den Einnahmen um zusätzliches Geld handele, das nur in die Unterhaltung der Verkehrswege fließe. „Bei einer Ausweitung der Vignette auf das Landes- und kommunale Straßennetz erwarte ich natürlich, dass diese Einnahmen in die Haushalte der Länder und Kommunen fließen“, fügte Webel hinzu. Mehreinnahmen müssten eins zu eins in den Verkehrshaushalten verbucht werden. Und es dürfe keinesfalls dazu kommen, dass im Gegenzug der steuerfinanzierte Anteil beim Infrastrukturausbau sinke.

 

Der Verkehrsminister wies jedoch noch einmal darauf hin, dass es sich um ein Konzept handele, welches im Detail noch ausgestaltet werden müsse. Webel sagte zugleich eine gründliche Prüfung der Pläne des Bundesverkehrsministers zu. Bürokratischer Aufwand und Nutzen sollten unbedingt in diese Betrachtungen einbezogen werden.

Zu Ihrer Information:

Für die Unterhaltung des Landesstraßennetzes von Sachsen-Anhakt stehen in diesem Jahr (2014) rund 55 Millionen Euro zur Verfügung. In den Folgejahren sind es etwa 50-55 Millionen Euro. Das jährliche Defizit im Landesstraßenhaushalt beträgt 45-50 Millionen Euro.

Zu den Mautplänen von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) bezieht die Industrie- und Handelskammer Magdeburg wie folgt Stellung.

Die Industrie- und Handelskammer Magdeburg fordert, die Mauteinnahmen gezielt für Infrastrukturmaßnahmen in Deutschland einzusetzen. „Die Gelder sollten in einen Fonds fließen, aus dem dann der Erhalt und die Modernisierung der Straßen sowie der Schienen- und Wasserwege finanziert werden“, erklärte IHK-Vizepräsident Gerhard Bertram in Magdeburg. „Nur so kann sichergestellt werden, dass das Geld auch dort ankommt, wo es tatsächlich gebraucht wird.“

20 Jahre DOMO Gruppe in Leuna.

Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff hat die Verdienste ausländischer Investoren um den Chemiestandort Mitteldeutschland gelobt. „Es war Anfang der 90er Jahre zwar eine nationale Entscheidung, den Standort zu erhalten. Ohne das große Engagement auch vieler ausländischer Investoren hätten wir das Ziel aber nicht erreichen können“, betonte Haseloff heute in Leuna bei der Feier zum 20-jährigen Standortjubiläum der belgischen DOMO Gruppe.

Der Einstieg der DOMO Gruppe sei für die Region und das Land ein Glücksfall gewesen, erklärte der Ministerpräsident. Damals seien die Keime dafür gelegt worden, dass sich in Mitteldeutschland wieder eine konkurrenzfähige Chemieindustrie habe entwickeln können. Das sei auch die Basis für das industrielle Comeback Sachsen-Anhalts nach der Jahrtausendwende.

Innovativ, wettbewerbsfähig, umweltfreundlich, das seien die heimischen Industriebetriebe von heute, unterstrich der Regierungschef. Die robuster gewordenen Industriestrukturen hätten Sachsen-Anhalt auch gesamtwirtschaftlich gestärkt. So gebe es auch für unternehmensnahe Dienstleistungen bessere Wachstumschancen.

In der Landesregierung habe die Industrie einen verlässlichen Partner in Zukunftsfragen wie der Fachkräftesicherung und einer bezahlbaren Energieversorgung, hob Haseloff hervor. Im Zuge der aktuellen Neuregelung der EEG-Umlage werde es bei akzeptablen Rahmenbedingungen für die heimischen Unternehmen bleiben.





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