Europäische Chemiekonferenz 2011 - 9. Kongress der Europäischen Chemieregionen

Unter dem Motto "Chemie - unser Leben, unsere Zukunft" begehen wir im Jahr 2011 das Internationale Jahr der Chemie. 

Vor diesem Hintergrund veranstalten das ECRN - European Chemical Regions Network und das Land Sachsen-Anhalt als gastgebende Region, den 9. Kongress der Europäischen Chemieregionen am 27. Oktober 2011 in Halle (Saale).
Der diesjährige Kongress steht ganz im Zeichen der europäischen Regionalpolitik. So wollen wir uns thematisch mit den Herausforderungen für einen nachhaltigen Einsatz von EU-Strukturfonds in europäischen Chemieregionen im Lichte der Strategie Europa 2020 befassen.

Der Kongress soll den Austausch auf der Europäischen Ebene im Chemiebereich unterstützen und gleichzeitig einen aktiven Beitrag zur Diskussion über den künftigen Einsatz der EU-Strukturfonds leisten.

Als Präsidentin des European Chemical Regions Network (ECRN) und Ministerin für Wissenschaft und Wirtschaft in Sachsen-Anhalt lädt Frau Prof. Dr. Wolff am 27. Oktober zu einer internationalen Chemiekonferenz nach Halle (Saale) ein.

 

Grusswort von Prof. Dr. Birgitta Wollf, Präsidentin des ECRN und Ministerin für Wissenschaft und Wirtschaft des Landes Sachsen-Anhalt

Die Chemieindustrie prägt seit Jahren die Branchenstruktur Sachsen-Anhalts. Unter den Industriebereichen des Landes nimmt sie mit Anteilen von 14 Prozent am Gesamtumsatz und 9 Prozent an den Gesamtbeschäftigtenzahlen vordere Plätze ein. Spitzenreiter ist sie beim Export. Sie sorgt für mehr als ein Fünftel des Auslandsumsatzes der sachsen-anhaltischen Industrie insgesamt.

Umso erfreulicher ist es, dass die heimische Chemieindustrie kraftvoll in das Jahr 2011 Jahr gestartet ist. Im Stammland der mitteldeutschen Chemieindustrie schossen die Umsätze zwischen Januar und März in die Höhe, auf 1,9 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorquartal legte der Umsatz saisonbereinigt um mehr als 21 Prozent zu. Im Vergleich zum selben Vorjahreszeitraum wuchs das Ge­schäftsvolumen sogar um ein Drittel. Die rasante Entwicklung wurde vor allem von der klassischen chemischen Indust­rie getragen. Knapp 300 Millionen Euro steuerte die pharmazeutische Industrie zum Branchenumsatz des Landes bei.

Um das Wachstum weiter voranzutreiben und die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern, ist es unbedingt notwendig, in Innovationen zu investieren. Denn Wissen wird immer mehr zu einem entscheidenden Produktionsfaktor. Ausdruck dafür ist auch die umfangreiche Förderung der Landesregierung beim Auf- und Ausbau der Forschungsinfrastruktur. Ein Beispiel: Am Standort Leuna wird von Land und Fraunhofer-Gesellschaft das Chemisch-Biotechnologische Prozesszentrum CBP errichtet, das es Unternehmen ermöglichen soll, im industriellen Maßstab Erdöl durch nachwachsende Rohstoffe wie Stroh, Holz und Mikroalgen zu ersetzen. Zudem wird die Landesregierung die Investitionsförderung neu justieren. Im Mittelpunkt stehen künftig forschungs- und innovationsintensive Unternehmen sowie zukunftssichere Arbeitsplätze mit angemessenen sozialverträglichen Bruttolöhnen.

Unabhängig von der konjunkturellen Entwicklung muss auch die Sicherung des zukünftigen Fachkräftebedarfs ganz oben auf der unternehmerischen und politischen Agenda bleiben. Darin sehe ich eine der wichtigsten Aufgaben für Wirtschaft und Landesregierung in Sachsen-Anhalt.

 
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